9.000 Juden überlebten die Holocaust, weil von den Nazis als lebendige Ware gegen "Reichsdeutsche" oder Güter ausgetauscht wurden - ein perfides Geschäft zwischen ungleichen Partnern. Rezension: Die beiden renommierten Journalisten T. Ammann (geboren 1956) und S. Aust (geboren 1946; langjähriger Chefredakteur des "Spiegel") beschäftigen sich in ihrem Buch, dem eine gleichnamige Fernsehdokumentation vorausging (2011, erneut ausgestrahlt im November 2013), mit einem wenig bekannten Kapitel der NS-Geschichte: 9.000 Juden überlebten die Schoa, weil sie von den Nazis gegen "Reichsdeutsche" oder Güter "ausgetauscht" wurden (vgl. K. Hillenbrand: "Der Ausgetauschte", 2010). Es war ein perfides "Geschäft" zwischen ungleichen Partnern. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Budapester jüdische Anwalt Rudolf Kasztner (vgl. L. Löb: "Geschäfte mit dem Teufel", 2010). Nach dem Krieg wurden ihm und seinen Mitstreitern Kollaboration mit den Nazis vorgeworfen. In ihrem gut recherchierten, allgemein verständlich geschriebenen Buch rekonstruieren die Autoren die Geschichte dieses Menschenhandels, beleuchten die Hintergründe, stellen dar, wer welche Interessen verfolgte, welche Spielräume es für beide Seiten gab und lassen Zeitzeugen zu Wort kommen. - Für breiter ausgebaute zeitgeschichtliche Bestände: (2)
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Hitlers Menschenhändler
9.000 Juden überlebten die Holocaust, weil von den Nazis als lebendige Ware gegen "Reichsdeutsche" oder Güter ausgetauscht wurden - ein perfides Geschäft zwischen ungleichen Partnern. Rezension: Die beiden renommierten Journalisten T. Ammann (geboren 1956) und S. Aust (geboren 1946; langjähriger Chefredakteur des "Spiegel") beschäftigen sich in ihrem Buch, dem eine gleichnamige Fernsehdokumentation vorausging (2011, erneut ausgestrahlt im November 2013), mit einem wenig bekannten Kapitel der NS-Geschichte: 9.000 Juden überlebten die Schoa, weil sie von den Nazis gegen "Reichsdeutsche" oder Güter "ausgetauscht" wurden (vgl. K. Hillenbrand: "Der Ausgetauschte", 2010). Es war ein perfides "Geschäft" zwischen ungleichen Partnern. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Budapester jüdische Anwalt Rudolf Kasztner (vgl. L. Löb: "Geschäfte mit dem Teufel", 2010). Nach dem Krieg wurden ihm und seinen Mitstreitern Kollaboration mit den Nazis vorgeworfen. In ihrem gut recherchierten, allgemein verständlich geschriebenen Buch rekonstruieren die Autoren die Geschichte dieses Menschenhandels, beleuchten die Hintergründe, stellen dar, wer welche Interessen verfolgte, welche Spielräume es für beide Seiten gab und lassen Zeitzeugen zu Wort kommen. - Für breiter ausgebaute zeitgeschichtliche Bestände: (2)
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