Die Meisternovelle der berühmten österreichischen SchriftstellerinWir töten Stella – ein Geständnis, niedergeschrieben in der Einsamkeit eines Wochenendes: Anna ist allein, ihr Mann Richard und die Kinder sind bei seiner Mutter. Endlich ist wieder Ruhe eingekehrt. Doch Stella ist tot. Das Mädchen vom Land, das ein Schuljahr bei ihnen leben sollte und vor ihren Augen von einer Jugendlichen zu einer jungen Frau wurde. Einer Frau, die Annas Mann bemerkte, der ein notorischer Fremdgänger ist. Anna wusste es immer, und schwieg. Sie sah tatenlos zu, wie Stella ins Unglück stürzte.Haushofer beschwört auf lebendige Weise Annas Scham, Furcht, Gefühllosigkeit, Reue und Zorn und offenbart die Tiefen beklemmenden Unglücks in ihrem Zuhause. Eine Erzählung, die eine Wiederentdeckung verdient – als verstörendes Zeugnis einer Frau, die sich gegen die Moral und für eine heile Oberfläche entscheidet.»Ich bin dankbar, dass es solche Romane gibt; sie sind das literarische Gegenstück zu einem jähen Eintauchen in eisige Gewässer. Sie erschüttern, sie bringen Klarheit.« The New York Times
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Wir töten Stella
Die Meisternovelle der berühmten österreichischen SchriftstellerinWir töten Stella – ein Geständnis, niedergeschrieben in der Einsamkeit eines Wochenendes: Anna ist allein, ihr Mann Richard und die Kinder sind bei seiner Mutter. Endlich ist wieder Ruhe eingekehrt. Doch Stella ist tot. Das Mädchen vom Land, das ein Schuljahr bei ihnen leben sollte und vor ihren Augen von einer Jugendlichen zu einer jungen Frau wurde. Einer Frau, die Annas Mann bemerkte, der ein notorischer Fremdgänger ist. Anna wusste es immer, und schwieg. Sie sah tatenlos zu, wie Stella ins Unglück stürzte.Haushofer beschwört auf lebendige Weise Annas Scham, Furcht, Gefühllosigkeit, Reue und Zorn und offenbart die Tiefen beklemmenden Unglücks in ihrem Zuhause. Eine Erzählung, die eine Wiederentdeckung verdient – als verstörendes Zeugnis einer Frau, die sich gegen die Moral und für eine heile Oberfläche entscheidet.»Ich bin dankbar, dass es solche Romane gibt; sie sind das literarische Gegenstück zu einem jähen Eintauchen in eisige Gewässer. Sie erschüttern, sie bringen Klarheit.« The New York Times
Popular Reviews(1)
Das war schwere Kost… Zu Beginn dachte ich nur: was für eine schreckliche Geschichte. Ich wusste nicht, ob die Geschichte einfach nur schlecht gealtert ist oder ob es sich um eine krasse, realistische Darstellung der inneren Zerrissenheit einer von ihrer Zeit und dem Patriarchat geprägten Frau handelt. Es ist letzteres… Kurze Zusammenfassung/ Spoiler: eine Familie mit jugendlichen Sohn und kleiner Tochter nehmen die minderjährige Tochter einer Bekannten für ein Schuljahr bei sich auf. Der Vater vergeht sich offensichtlich an ihr, woraufhin sie sich umbringt. Geschrieben ist das Ganze aus Sicht der Mutter dieser Familie. Und es wird sehr schnell klar, dass auch sie eine Mitschuld trägt. Sie ahnt, weiß, schaut weg. Deshalb wo auch der Name der Novelle. Was die Autorin hier schildert ist so klar, so schmerzhaft: Die Abhängigkeit von Frauen in Ehen der 50er Jahre, denn aus dieser Zeit stammt bzw. spielt die Geschichte. Das Wegschauen, das Hineinzwängen von Mädchen in patriarchale Rollenbilder… wie furchtbar auch Frauen in diesen Mustern gefangen waren (und sind). Explizit wird nicht auf die sexualisierte Gewalt eingegangen. Das braucht es auch nicht, es ist klar, was passiert ist und verstärkt dadurch noch mehr das Wegschauen, das Verdrängen, das im-Stich-Lassen… Ich habe eine von einem Mann verfasste Rezension gelesen und war zutiefst schockiert, dass offenbar noch immer nicht angekommen ist, was das alles bedeutet. „Vieles wird nur angedeutet und nicht ausgesprochen. Das wirkt vornehm und doch weiß der Leser was gemeint ist.“ Wenn Mann bei Andeutungen von sexualisierter Gewalt eines Familienvaters an einer Minderjährigen von „vornehm“ spricht, de fällt mir einfach nichts mehr ein… Marlen Haushoher wird zurecht als „Spezialistin für die Mechanik des Patriarchats“ bezeichnet.