Nach den Kinderspielen kommen die Kämpfe: Rico, Mark, Paul und Daniel wachsen auf im Leipzig der Nachwendejahre, zwischen Autoklau, Alkohol und Angst, zwischen Wut und Zerstörung. Jede Nacht ziehen sie durch die Straßen. Sie feiern, sie klauen, sie fahren ihr Leben gegen die Wand. Sie sind frei und dem Leben ausgeliefert. Mit direkter, wütender, sensibler und authentischer Stimme erzählt dieser Roman von dem Traum, dass irgendwo ein besseres Leben wartet.
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Als wir träumten
Nach den Kinderspielen kommen die Kämpfe: Rico, Mark, Paul und Daniel wachsen auf im Leipzig der Nachwendejahre, zwischen Autoklau, Alkohol und Angst, zwischen Wut und Zerstörung. Jede Nacht ziehen sie durch die Straßen. Sie feiern, sie klauen, sie fahren ihr Leben gegen die Wand. Sie sind frei und dem Leben ausgeliefert. Mit direkter, wütender, sensibler und authentischer Stimme erzählt dieser Roman von dem Traum, dass irgendwo ein besseres Leben wartet.
Popular Reviews(1)
"Wenn du verstehen willst, warum der Osten heute so abgefuckt ist, dann lies dieses Buch." Mit diesen Worten wurde mir "Als wir träumten" empfohlen und ich wurde nicht enttäuscht. Clemens Meyer liefert ein Porträt der Baseballschlägerjahre in Leipzig aus der Perspektive von 4 Jungs, die zwischen ständigen Schlägereien, Drogen, Fußball und Gefängnisstrafen versuchen zu überleben, während alles um sie herum langsam in sich zusammenfällt. Meyer's Sprache ist fesselnd, roh und unpoliert, die Dialoge so authentisch, dass man die Jungs quasi die ganze Zeit in seinem Kopf sprechen hört. Was mich anfangs verwirrte war, dass es keinen roten Faden der Erzählung, kein zentrales Ereignis, auf das alles zuläuft, gibt. Je länger ich es gelesen habe, umso mehr verstehe ich diese Entscheidung. Wer als Kind den Zusammenbruch der DDR miterlebt, wächst in einer Welt auf, die jegliche Bedeutung verloren hat. Um dich herum verfallen ganze Stadtteile, die Generation der Eltern ist ohne Perspektive und es gibt keine Ereignisse, auf die man sich in der Zukunft freut. Man lebt und versucht weiter zu träumen. Genau dieses Gefühl überträgt Clemens Meyer auch in die Erzählstruktur seines Romans und lässt uns ohne fingierte Moral der Geschichte zurück, aber mit mehr Verständnis für die, die in der Wiedervereinigung mehr verloren als gewonnen haben.