»In 'Pick me Girls' dröselt sie die gesellschaftspolitischen Ebenen des vermeintlich banalen Internettrends auf und macht dafür an Schlüsselmomenten ihres Lebens halt. Das gerät aufschlussreich, unterhaltsam und nicht unbedingt konsensfähig.«
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Pick Me Girls
»In 'Pick me Girls' dröselt sie die gesellschaftspolitischen Ebenen des vermeintlich banalen Internettrends auf und macht dafür an Schlüsselmomenten ihres Lebens halt. Das gerät aufschlussreich, unterhaltsam und nicht unbedingt konsensfähig.«
Popular Reviews(44)
Sophie schreibt, dass sie dieses Buch für junge Frauen geschrieben hat. Vielleicht ist mir das Lesen deshalb hier und da etwas schwer gefallen. Mir sind gefühlt zahlreiche Gefühle, zum Teil wiedersprüchlich entgegengeschlagen, was ich als authentisch empfinde, da es zum Inhalt passt. Es ist ein sehr persönliches Buch, alles darin scheint subjektiv. Das darf man beim lesen nicht vergessen.
Mich hat das Buch schon vor 3 Jahren extrem zum Nachdenken gebracht. ich empfinde Sophie Passmann als eine grandiose Analytikerin des Gesellschaftlichen Umgangs unter Berücksichtigung der Popkultur. Sie stellt Thesen auf, welche ihre Thesen mit eigenen Erlebnissen unterstreicht und ist schonungslos ehrlich. Dies ist der Anlass, weshalb ich mir die Lektüre nochmals zu gemüte geführt habe. Finde mich vorallem als Teenagerin extrem darin wieder. Und bin auch unglaublich froh, mich weiter entwickelt zu haben. Weg vom Male-Gaze, hin zum Woman-Gaze
Ich finde es behandelt ein wichtigest Thema, für alle Menschen und ist sehr ehrlich geschrieben. Der gesellschaftliche Einfluss des Patriachats auf Frauen lässt sich gut nachvollziehen, ich denke auch für Personen die denken wenig mit dem Thema zu tun zu haben. Generell denke ich hilft es andere Perspektiven in der Gesellschaft zu verstehen. Das Buch behandelt vor allem das Erwachsen werden in solch einer Gesellschaft und die Erfahrungen, die für die Autorin dazugehört haben. Ich finde es nur schade, dass die Kapitel nicht besser organisiert/ beschriftet sind und dadurch ein roter Faden fehlt.
Mein Gott, ist das Buch voll. Es ist genauso geschrieben, wie ich mir Sophie Passmann vorstelle (und ich mag sie sehr gerne). Hektisch denken, hektisch sprechen, hektisch leben (schreibt sie selber so). Die Seiten sind so voll, als würde sie kaum Luft holen. Ich hatte das Gefühl, ich lese das Buch auf 1,5. Ich habe mich, wie viele andere auch, in einigen Abschnitten wiedererkannt. Es hat mich auf einer emotionalen Weise berührt und getroffen. Ich mag es, wie sie schreibt und wie sie mit Worten umgeht. Ja, die Sätze dürfen ruhig etwas kürzer sein, sie darf gerne zwischendurch Luft holen und kurz inne halten.
Pick Me Girls von Sophie Passmann ist klug, pointiert und oft ziemlich unterhaltsam geschrieben. Besonders gelungen fand ich, wie scharf sie gesellschaftliche Dynamiken rund um Weiblichkeit, Aufmerksamkeit und Selbstinszenierung beobachtet, ohne dabei komplett belehrend zu wirken. Viele Passagen regen wirklich zum Nachdenken an und treffen einen unangenehm präzise. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich bestimmte Gedanken wiederholen oder sehr stark zugespitzt werden, wodurch einige Kapitel etwas an Tiefe verlieren. Trotzdem liest sich das Buch schnell weg, ist sprachlich stark und bietet viele interessante Denkanstöße. Vor allem, wenn man sich für feministische Debatten und popkulturelle Themen interessiert.