Letzter Teil der Trilogie um die Schriftstellerin Faye. Auch diesmal ist sie unterwegs und erzählt beredt und niveauvoll die Geschichten, die ihr ihre jeweiligen Gegenüber berichten. Sozusagen also Geschichten aus 2. Hand, womit die Erzählerin Distanz schafft, zwischen sich und den Gesprächspartnern, aber auch zum Leser. Sie selbst verschwindet hinter den Geschichten (zuletzt "Transit"), während sie etwa durch eine Protagonistin weibliche Unsichtbarkeit beklagen lässt. Die Rahmenhandlung: Faye ist in Europa unterwegs zu einem literarischen Festival, zu einem Kongress. Sie trifft ihren Verleger, Journalisten, ihre Agentin, ihre Übersetzerin. Sie kommt wenig zu Wort, auch wenn sie interviewt wird und entlarvt nebenbei manchen Wichtigtuer im Literaturbetrieb durch dessen eigene Verlautbarungen. Aber manche ihrer Gedanken verbleiben im irrelevant Abstrakten, dagegen steht die Eindrücklichkeit einiger Bilder. Das Schlussbild des provokativ in das Meer urinierenden Mannes legt den Zusammenhang von Männlichkeit und Gewalt, wie auch an anderer Stelle thematisiert, nahe. Für viele
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By Rachel Cusk
Letzter Teil der Trilogie um die Schriftstellerin Faye. Auch diesmal ist sie unterwegs und erzählt beredt und niveauvoll die Geschichten, die ihr ihre jeweiligen Gegenüber berichten. Sozusagen also Geschichten aus 2. Hand, womit die Erzählerin Distanz schafft, zwischen sich und den Gesprächspartnern, aber auch zum Leser. Sie selbst verschwindet hinter den Geschichten (zuletzt "Transit"), während sie etwa durch eine Protagonistin weibliche Unsichtbarkeit beklagen lässt. Die Rahmenhandlung: Faye ist in Europa unterwegs zu einem literarischen Festival, zu einem Kongress. Sie trifft ihren Verleger, Journalisten, ihre Agentin, ihre Übersetzerin. Sie kommt wenig zu Wort, auch wenn sie interviewt wird und entlarvt nebenbei manchen Wichtigtuer im Literaturbetrieb durch dessen eigene Verlautbarungen. Aber manche ihrer Gedanken verbleiben im irrelevant Abstrakten, dagegen steht die Eindrücklichkeit einiger Bilder. Das Schlussbild des provokativ in das Meer urinierenden Mannes legt den Zusammenhang von Männlichkeit und Gewalt, wie auch an anderer Stelle thematisiert, nahe. Für viele
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