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By Nicolas Büchse
Die wahre Geschichte von einem Versprechen, das stärker ist, als der Hass und das Vergessen116927: Die Nummer, die Albrecht Weinberg noch immer auf seinem Unterarm trägt, mit 99 Jahren, ist mit den Jahrzehnten verblasst. Glasklar dagegen sind seine Erinnerungen. An seine Jugend, das Aufkommen der Nazis, an Freunde, die plötzlich keine mehr waren, daran, wie er seine Familie verlor. Und an Friedel. Seine Schwester, mit der er sich das Versprechen gab, sie würden für immer aufeinander achtgeben. Gemeinsam entkommen sie dem Holocaust und emigrieren in die USA. Jahrzehnte später, als es Friedel schlechter geht, reisen die beiden wieder zurück nach Deutschland. Dort begleitet Albrecht seine Schwester bis zu ihrem Tod und lernt dabei deren Pflegerin Gerda kennen. Erst vor ihr öffnet sich Albrecht und beginnt, Gerda von seinem Leben zu berichten. Er erzählt von seiner Geschichte. Von seinem Glauben an das Gute, trotz allem. Und von dem Versprechen zu überleben. Damit die Erinnerung weiterlebt.Mit Bildteil.
By Dror Mishani
Mangelnde Fantasie kann tödlich sein. Wenn man nicht wagt, ihn sich vorzustellen, kann es niemals Frieden geben.
By Olga Tokarczuk
Er galt als Luther der Juden – seine Anhänger sahen in ihm einen Messias, für seine Gegner war er ein Scharlatan, ja Ketzer. Jakob Frank war eine der schillerndsten Gestalten im Europa des 18. Jahrhunderts. Die Religionen waren ihm wie Schuhe, die man auf dem Weg zum Herrn wechseln könne: Er war Jude, bevor er mit seiner Gefolgschaft zum Islam und dann zum Katholizismus konvertierte. Er war ein Grenzgänger, der, aus dem ostjüdischen Schtetl stammend, das Habsburger und das Osmanische Reich durchstreifte und sich schließlich in Offenbach am Main niederließ. »Die Jakobsbücher« sind das vielstimmige Porträt einer faszinierenden Figur, deren Lebensgeschichte zum Vexierbild einer Welt im Umbruch wird. Olga Tokarczuk hat einen historischen Roman über unsere Gegenwart geschrieben, der zugleich ein Plädoyer für Toleranz und Vielfalt ist. Ihr Opus magnum, vom Nobelpreiskomitee explizit in der Begründung erwähnt.
By Rashid Khalidi
Rashid Khalidi, Nachfolger Edward Saids an der Columbia University und einer der führenden Historiker des Nahen Ostens, stützt sich auf eine Fülle von unerschlossenem Archivmaterial und die Berichte von Generationen seiner Familienmitglieder. Er zeichnet die Geschichte eines hundertjährigen Kolonialkriegs gegen die Palästinenser nach.
By Miklós Nyiszli
Nur wenige Häftlinge haben die Arbeit in den Sonderkommandos in Auschwitz überlebt, noch weniger vermochten je darüber zu berichten. Der jüdische Gerichtsmediziner Miklós Nyiszli gehörte zu denjenigen, die das Grauen nicht nur überlebten, sondern auch Zeugnis von der »finstersten Zeit der Menschheitsgeschichte« ablegen konnten. 1946 erstmals erschienen, schildert der Bericht des ungarischen Juden mit rumänischem Pass, der in Deutschland zum Gerichtsmediziner ausgebildet wurde, minutiös die Abläufe der Vernichtungsmaschinerie. Als Arzt in einem der Krematorien in Auschwitz eingesetzt, war er für zahlreiche Obduktionen verantwortlich und fertigte Berichte an, die meist der vorgesetzte SS-Arzt Mengele abgezeichnet hat. Es handelt sich um die erste Publikation eines Augenzeugen, die aus dem Inneren der Todesfabrik Auschwitz berichtete. 1992 erschien die Schrift erstmals in deutscher Sprache im Karl Dietz Verlag Berlin, jetzt liegt der Band in einer aktualisierten und erweiterten Neuausgabe vor, ergänzt um Dokumente, die weitere Details aus Nyiszlis Leidenszeit enthalten, insbesondere über seine Inhaftierung im Lager Auschwitz-Monowitz vor seiner Überstellung nach Birkenau.
By Andra Bucci
Als Andra und Tatiana 1944 nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden, waren die beiden nur vier und sechs Jahre alt. Gemeinsam berichten die Schwestern von dem, was sie erleben mussten: die Kälte, der Hunger, das Spielen in Schlamm und Schnee, die vielen toten Körper und der ständig rauchende Kamin. Ihr Cousin Sergio war zuerst im selben Kinderblock untergebracht, wurde dann aber ins KZ Neuengamme bei Hamburg geschickt. Er ist eins der zwanzig ermordeten Kinder vom Bullenhuser Damm.In ihrem bewegenden Memoir erzählen die heute über 80-Jährigen auch von der Nachkriegszeit im englischen Kinderheim, der Zusammenführung mit den Eltern und dem Umgang mit der Last des Erlebten. – Ein wichtiges Zeugnis zweier der wenigen, die den Holocaust als Kinder überlebt haben, und eine starke Stimme in Zeiten des Rechtsrutsches in Europa.
By Simone Arnold-Liebster
Alsácia, anos trinta. Simone, uma menina alegre e feliz, descobre, aos poucos, a pobreza, injustiça, intolerância e mais tarde a angústia. Angústia por causa da guerra, das detenções, dos interrogatórios. Na escola, na cidade, enfim, em todo o lado, ela fica cada vez mais isolada face ao «leão», a Gestapo faminta de presas.Constance, 8 de julho de 1943. As pesadas portas da instituição Wessenberg fecham-se. Simone é brutalmente separada da mãe e levada para um reformatório nazi. Afastada de tudo o que a deixava feliz, encontra-se sozinha no cova do «leão»...Num estilo vivo e até com um certo humor, Simone Arnold conta como ela sobreviveu num mundo que se tornara trágico e duro, como uma criança comum, vulnerável, venceu o «leão». A sua autobiografia dá às vítimas anónimas do nacional-socialismo um rosto, uma identidade. Trata-se também de uma prova cativante de que a consciência tem força para resistir a toda e qualquer manipulação, mesmo sob pressões extremas.É imperativo ler esta obra – cuja narração faz lembrar um pouco o Diário de Anne Frank – para conhecer o destino cruel, completamente desconhecido até os dias de hoje, dos filhos das Testemunhas de Jeová que rejeitavam a ideologia nazi desde o início e para jamais esquecer, como Camus escreveu apropriadamente, que «toda a forma de desprezo, se intervém na política, é uma forma de preparar ou instaurar o fascismo».* * *SIMONE ARNOLD LIEBSTER nasceu em agosto de 1930 na Alsácia onde passou a infância. Em 1989, tornou-se membro do Cercle Européen des Témoins de Jéhovah Anciens Déportés et Internés, uma associação que atesta os sofrimentos destes «resistentes da fé» sob o totalitarismo nazi. E, nessa capacidade, ela interveio perante o Conselho da Europa em Bruxelas, em defesa dos Direitos Humanos, e já participou em inúmeras conferências realizadas em mais de 50 cidades em França, Alemanha, Bélgica, Suíça, Espanha, Itália, Inglaterra, Canadá e Estados Unidos.
By Andrea Löw
Die Erste Große, Vielstimmige Erzählung Über Die Erfahrungen Der Jüdinnen Und Juden, Die Während Des Nationalsozialismus Aus Dem Deutschen Reich Ins Besetzte Osteuropa Deportiert Wurden. Auf Basis Hunderter Briefe, Postkarten, Tagebücher, Video-aufzeichnungen Und Vieler Weiterer Quellen Verwebt Die Historikerin Andrea Löw Die Individuellen Geschichten Zu Einem Erschütternden Zeugnis. Ein Zeugnis, Das Umso Wichtiger Ist, Als Die Letzten Überlebenden Opfer Der Shoah Bald Nicht Mehr Selbst Erzählen Können. Ab Herbst 1941 Wurden Die Im Deutschen Reich Verbliebenen Jüdinnen Und Juden Systematisch Nach Osten Deportiert. Der Deportationsbefehl War Unerbittlich - Ein Koffer War Erlaubt, Es Blieb Kaum Zeit, Um Alles Zu Regeln Und Abschied Zu Nehmen. Dann Wurden Die Menschen Aus Ihrem Bisherigen Leben Gerissen. Wer Konnte, Schrieb Briefe An Verwandte, In Denen Sie Ihnen Und Sich Selbst Mut Machen, Aber Auch Ihre Sorgen Und Ängste Thematisieren. Auch Während Des Transports, In Den Ghettos Und Den Lagern Schrieben Die Menschen Briefe Und Postkarten, Es Sind Tagebücher Und Chroniken Überliefert, Die In Der Situation Selbst Entstanden Sind - Das Macht Diese Zeugnisse So Unmittelbar. Aus Den Stimmen Der Einzelnen Menschen Komponiert Andrea Löw Eine Erzählung, Deren Lektüre Die Ganze Ungeheuerlichkeit Des Verbrechens Emotional Bewusst Macht. Indem Sie Selbst Zu Wort Kommen, Werden Die Menschen Sichtbar - Als Mütter, Kinder, Großeltern, Als Liebende, Als Junge Und Alte. Sie Schildern Ihre Ängste Und Hoffnungen, Die Stationen Bis Zur Abreise, Den Transport, Das Überleben Im Ghetto. Die Meisten Erwartete Am Ziel Der Sichere Tod, Die Überlebenden Berichten Von Gefangenschaft, Flucht Und Rettung. Sie Alle Waren Menschen, Die Unfassbares Erleben Mussten - Dieses Buch Bringt Sie Uns Ganz Nah, Mit All Ihrem Mut Und Ihrem Leid. Wer Wissen Möchte, Was Sich Hinter Den Namen Und Orten Auf Den Vielen Stolpersteinen In Deutschen Städten Verbirgt, Findet Die Geschichten Der Menschen In Diesem Buch. Aus Berlin Und Hamburg, Leipzig Und München, Dresden, Stuttgart, Köln, Hannover, Wien, Breslau Oder Stettin Und Vielen Anderen Orten. Andrea Löw. Eine Kollektive Erzählung Auf Basis Hunderter Zeugnisse--dust Jacket Cover. Includes Bibliographical References And Sources (pages 332-356) And Index.
By Carsten Schliwski
Diese kurze, aber konfliktreiche Geschichte des Staates Israel steht im Zentrum dieses Bandes, dessen Neuausgabe auch die aktuelle Diskussion um die Nahostpolitik des US-Präsidenten Donald Trump in den Blick nimmt.
By Hanna Lévy-Hass
Die Aufzeichnungen von Hanna Lévy-Hass, entstanden im Jahr ihrer Internierung in Bergen-Belsen, sind ein einzigartiges Dokument. Und das nicht nur, weil sie das einzige erhaltene Tagebuch einer Widerstandskämpferin und Überlebenden des Holocaust sind, das in einem Konzentrationslager geschrieben wurde. Den heutigen Leser beeindruckt vor allem die ungeheure intellektuelle Schärfe, mit der hier eine Frau, angesichts von Terror und Schrecken, ihre Lage, die Situation der Opfer wie der Täter darstellt und analysiert – mit einer Klarsicht und Kraft, die ihresgleichen sucht. Amira Hass, die Tochter von Hanna Lévy-Hass, hat für diese Ausgabe ein Vor- und ein Nachwort geschrieben. Darin erzählt sie nicht nur auf ergreifende Weise vom Schicksal ihrer Eltern; indem sie den Bezügen zwischen dem Holocaust und dem andauernden Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nachgeht, eröffnet sie dem heutigen Leser auch eine neue Perspektive auf das Tagebuch ihrer Mutter.