Recommendations based on "Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch (German Edition)"

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By Manfred Kyber

Product Description Kybers Roman gehört wohl zu den ergreifendsten Werken seiner Zeit. Erzählt wird die Geschichte der kleinen Veronika, deren Seele zwischen der realen Welt und ihrer eigenen fiktiven Welt hin und her pendelt und die bereits in jungen Jahren stirbt. About the Author Manfred Kyber (1880 1933), a philosopher, pacifist, and advocate for animals, was born in Riga, Latvia. He studied philosophy in Leipzig before moving to Berlin and then to Lowenstein, Wurttemberg. In addition to poems, a novel, plays, theater criticism, and an introduction to occultism, he wrote mostly fairy tales and animal stories. Other books include "Among Animals" and "The Mouseball".

By Gaito Gasdanow

Tagsüber studiert er, nachts arbeitet der Erzähler als Taxichauffeur. Er verkehrt mit Dieben und Zuhältern, Selbstmördern und Clochards, Verrückten und Alkoholikern. Drei Halbweltdamen haben ihn zu ihrem Vertrauten gemacht: Raldy, die ehemalige Luxusprostituierte, Alice, ihre untreue Schülerin, und Suzanne mit dem Goldzahn. Sie hat den Sprung ins bürgerliche Leben geschafft und hätte mit Fedortschenko fast ihr Glück gefunden. Gasdanow, der im Exil sein Geld als Taxifahrer verdiente, erzählt vom Leben der Emigranten im Paris der dreißiger Jahre, zwischen brennender Nostalgie und einer heillosen Gegenwart. "Nächtliche Wege" ist ein Meisterwerk der literarischen Moderne.

By Herta Müller

„Heimweh ist keine gute Idee“ – eine Wort für Wort gefundene Geschichte der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller Herta Müller erfindet eine neue literarische Form des Erzählens. Eine Geschichte in Collagen. Gezeigt werden Szenen im Auffanglager einer deutschen Kleinstadt. Einer der Beamten in der Erzählung ist ein gewisser Herr Fröhlich von der Prüfstelle B. Ein anderer breitet bei jeder Begegnung die Arme aus wie ein Vogel und sagt Oh, Oh, Oh. Aberwitzige Gespräche mit ihnen werden zu einem unfreiwillig komischen Schlagabtausch. Und dann ist da das Heimweh der Geflohenen, das immer größer wird und an den Himmel anwächst. Meisterlich versteht es Herta Müller, Bilder dafür zu finden, wie sich Ohnmacht anfühlt, und was Willkür anrichtet. Sie sind rätselhaft, abgründig, manchmal auch komisch, und immer hochpoetisch.

By Nicole Streitler-Kastberger

Der Roman Ein Kind unserer Zeit, der im Sommer 1938 im Amsterdamer Exil-Verlag Allert de Lange erschienen ist, stellt Horváths literarisches Vermächtnis dar. Unmittelbar nach seiner Drucklegung verunglückte der Autor auf den Champs Elysées. Nach dem Erfolgsroman Jugend ohne Gott, der ein Jahr früher erschienen war, sicherte dieses Buch Horváths Rang als antifaschistischer Autor innerhalb der Exilliteratur. Das genetische Konvolut zu dem Roman ist mit über 270 Blatt eines der umfangreichsten in seinem Nachlass. Der Band macht die Genese des Romans aus den beiden Vorarbeiten Die stille Revolution und Krieg ohne Kriegserklärung und den drei Konzeptionen Ein Soldat seiner Zeit, Ein Soldat der Diktatur und Ein Kind unserer Zeit nachvollziehbar. Er liefert einen umfassenden Einblick in die komplexe Werkgenese des Romans, in der handschriftliche Entwürfe und Typoskripte oft parallel entstanden sind. Da das Einreichmanuskript des Romans nicht überliefert ist, basiert die Endfassung auf dem von Horváth autorisierten Erstdruck. Alle Abweichungen dazu finden sich im kritischen Apparat verzeichnet. So wird der Roman erstmals in seiner ganzen Entstehungsgeschichte und in seiner ursprünglichen Fassung lesbar.

By Friedrich Dürrenmatt

In ›Der Richter und sein Henker‹ (1950) betritt Dürrenmatts Ermittler zum ersten Mal die Bühne: Kommissär Bärlach, ein Urgestein des Rechtssystems. Um einen Mord aufzuklären, bleibt ihm aus gesundheitlichen Gründen nur wenig Zeit. Wie Bärlach dabei mit den Begriffen Gerechtigkeit, Moral, Schuld und Strafe umgeht, ist ein Thema, das sich durch alle Kriminalromane Dürrenmatts zieht. So auch in ›Der Verdacht‹ (1951), wo der Kommissär ein zweites Mal gegen Tod und Ungerechtigkeit kämpft: aus unbändigem Trotz, »in dieser Welt zu bestehen und für eine andere, bessere zu kämpfen«. In ›Das Versprechen‹ (1958) versucht ein anderer Kommissär, Matthäi, verbissen, einen Kindermörder zur Strecke zu bringen. Dafür scheut er weder die Gefahr noch deren Folgen. ›Justiz‹ (1985) thematisiert die Verwicklungen eines jungen Rechtsanwalts im feinen Netz aus Gerechtigkeit, Rechtssystem und Moral. Seinen fünften (und unvollendeten) Kriminalroman ›Der Pensionierte‹ (1995) begann Dürrenmatt bereits 1969, schrieb ihn jedoch immer wieder um. Der Held des Romans, der kranke, fresssüchtige Kommissär Höchstettler, ist Bärlach wie aus dem Gesicht geschnitten.

By Anton Cechov

Ein alter Professor erkennt, wie sein Leben entschwindet in alltäglicher Kläglichkeit - hilflos und resigniert sieht er dem eigenen Scheitern zu.

By Hans Traxler

Noch im 17. Jahrhundert war der größte Teil Deutschlands von so dichtem Wald bedeckt, daß ein Geschichtsschreiber sagen konnte, ein Eichhörnchen, das in Magdeburg auf einen Baum klettere, könne bis an den Bodensee gelangen, ohne den Fuß einmal auf den Erdboden zu setzen. Hier nach den Resten des Hexenhauses suchen hieße eine Nadel im Heuhaufen suchen. Aber die Geschichte der Ausgrabungen steckt voller Zufälle. Zufällig war auch Georg Ossegg 1945 in den Spessart geraten. Aber als er dann an einem Frühlingsmorgen des Jahres 1962 vor der grünen Mauer der Gemarkung 7 stand, da hatte der Zufall seine Schuldigkeit getan; der nüchterne Geist des Spatenforschers trat an seine Stelle. Am gleichen Abend, es ist der 10. Mai, schreibt er in sein Tagebuch: "Da stand ich also wieder vor dem Hexenwald. Ich war mir nur nicht sicher, daß es der Richtige war. Im hessischen Flurenbuch habe ich 16 verschiedene Hexenwälder gefunden. Wie viele mögen es in ganz Deutschland sein!" Nun lohnt es sich, daß Ossegg seit seiner Schulzeit alles Erdenkliche gesammelt hatte, wenn es nur mit Grimms Märchen in irgendeiner Beziehung stand. So erkannte er auf den ersten Blick etwas, was Tausende von Jägern, Bauern, Holzfällern und Touristen, die diesen Fuhrweg entlanggeschritten waren, nicht gesehen hatten und auch gar nicht gesehen haben konnten. Er schreibt: "Ich war noch keine halbe Stunde unterwegs, da hatte ich auf einmal ein seltsames Gefühl. Mir war, als wäre ich diesen Weg schon einmal gegangen. Dann sah ich es: Das Bild, das mir seit meiner frühesten Kindheit vorgeschwebt hatte." Mit diesem Bild hat es seine eigene Bewandtnis. Es befindet sich in einer frühen Ausgabe der Grimmschen Hausmärchen, die nur einmal aufgelegt wurde und längst vergessen ist. Der märchenbesessene Georg hatte diese Buchausgabe einst von seinem Großvater bekommen und besitzt sie heute noch. Mit einer Intensität, wie sie nur Kindern zu eigen ist, hatte er sich jede der Illustrationen tief eingeprägt. Die Übereinstimmung der Märchenillustration von 1818 und der Landschaft von 1962 durchfuhr ihn wie eine plötzliche Erleuchtung. Die Ähnlichkeit ist tatsächlich verblüffend, wenn auch nicht auf den ersten Blick. Die Zeit hat ihr Werk verrichtet. Die Bäume haben an Umfang und Höhe zugenommen, einige sind unter der Axt gefallen, das Unterholz hat sich verdichtet. Schwerwiegender sind die Ähnlichkeiten: Die Hügellinie am Horizont (sie schimmert heute nur noch schwach durch die Zweige), die gleichgebliebene Flora. Wo Eichen, Fichten und Buchen standen, stehen auch heute noch Eichen, Fichten und Buchen. Samenflug hat nur wenig daran geändert. Ein neuer Gedanke beschäftigte Ossegg: Wenn die Märchenillustration so offensichtlich nach einer Naturstudie entstanden war, und zwar 1818, also zu Lebzeiten der Grimms, dann konnte das bedeuten, daß der Weg von Hänsel und Gretel eine Realität war, der Weg, von dem es im Märchen heißt: "Danach machten sie sich alle zusammen auf den Weg nach dem Wald." Es fehlte nur der Beweis. Aber da war ja die Gegenlichttheorie. Das Kätzchen auf dem Schornstein. Wenn sie stimmte, mußte das Elternhaus am östlichen Ende des Weges zu suchen sein. Übrigens gibt es nur sehr wenige glaubwürdige Abbildungen des Elternhauses. Stets hat das Lebkuchenhaus auf die Zeichner eine größere Faszination ausgeübt, so daß das Elternhaus ins Hintertreffen geriet. Am nächsten Morgen tat Ossegg den ersten Schritt nach Osten. Würde dieser 11. Mai 1962 in die Geschichte der Archäologie eingehen? Um es gleich zu sagen: Es gab einen eindeutigen Beweis und eine große Enttäuschung. Der Weg endete auf freiem Felde. Das Elternhaus steht nicht mehr. Dort, wo es gestanden haben muß, verläuft die neuangelegte Autobahn Frankfurt - Würzburg. Das Gebäude, dessen Vergangenheit niemand kannte, fiel ebenso dem Verkehr zum Opfer wie vorher das bekanntere, wenn auch nicht authentische Wirtshaus im Spessart, das wenige Kilometer östlich davon stand. Aufzeichnungen der Bahnmeisterei Rohrbrunn bestätigten diese Vermutung. Der letzte Besitzer, Georg Scheidthauer, hatte mit der Bundesautobahnverwaltung einen Prozeß geführt, in dem er kraft Gesetzes unterlegen war. Als Entschädigung für "ein Fachwerkhaus mit Scheune sowie einen Garten mit 18 Obstbäumen" hatte er 18760 DM bekommen. Georg Ossegg war an den geographischen Ausgangspunkt der Geschichte von Hänsel und Gretel gelangt. "Nachdem sich die Gegenlichttheorie bereits in einem Punkt als richtig erwiesen hatte, brauchte ich eigentlich nur noch geradeaus so lange nach Westen zu gehen, bis ich auf den Rastplatz im Walde stoßen würde." Gemeint war der Platz, an dem die Eltern zum erstenmal ihre Kinder ausgesetzt hatten. Der Text lautet: "Als sie mitten in den Wald gekommen waren, sprach der Vater: 'Nun sammelt Holz, ihr Kinder, ich will ein Feuer anmachen, damit ihr nicht friert.' Hänsel und Gretel trugen Reisig zusammen, einen kleinen Berg hoch. Das Reisig ward angezündet, und als die Flamme recht hoch brannte, sagte die Frau: 'Nun legt euch ans Feuer, Kinder, und ruht euch aus, wir gehen in den Wald und hauen Holz. Wenn wir fertig sind, kommen wir wieder und holen euch ab.'" Nun erhob sich die Frage, in welcher Entfernung vom Elternhaus der Rastplatz zu suchen sei. Im Text heißt es: " ... wir wollen ... die Kinder hinaus in den Wald führen, wo er am dicksten ist: da machen wir ihnen ein Feuer an ... !" Das ist natürlich barer Unsinn. Kein Holzhacker würde eine Feuerstelle im Walde anlegen, "wo er am dicksten ist". So etwas konnte nur einem Göttinger Professor einfallen. Ossegg spottet: "Jeder Pfadfinder weiß, daß ein Feuer nicht näher als 80 Meter vom nächsten Waldrand angelegt werden darf, gegen den Wind gesehen. Ich brauchte also nur die nächste große Lichtung suchen."

By Arkadi Strugatzki, Boris Strugatzki

Die einzigartige Strugatzki-Edition Arkadi und Boris Strugatzkis Romane sind nicht nur atemberaubende Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. Der vierte Band der Werkausgabe enthält fünf Romane aus der Welt des Mittags: "Es ist schwer ein Gott zu sein", "Die dritte Zivilisation", "Der Junge aus der Hölle", "Fluchtversuch" und "Unruhe", alle in völlig neuer Überarbeitung und ungekürzt.

By Anton Cechov

Die Macht des Bösen / Schlafen, nur schlafen / Ein unangenehmer Vorfall / Lichter / Die Schönen / Der Namenstag / Der Anfall / Der Schuster und der Teufel/ Die Wette / Die Fürstin / Diebe / Gusev / Weiber / Meine Frau / Flattergeist / Nach dem Theater / In der Verbannung / Die Nachbarn / Angst.