Der Debütroman von Toxische Pommes: »Diese Geschichten sind Pointen der Rührung, des Absurden, der politischen Erzählung. Und als Gesamtbild ein großes Glück.« Saša Stanišić »Was hat uns das neue Leben gekostet? Meinen Vater seine Stimme, meine Mutter ihre Lebendigkeit. Und mich?« Vor dem Krieg in Jugoslawien flüchtet die Familie in ein Einwanderungsland, das keines sein möchte. Dieses Buch erzählt von der Beziehung zwischen einer Tochter, deren einziger Lebenssinn darin besteht, die perfekte Migrantin zu werden, und ihrem Vater, der sich bei dem Versuch, ihr das zu ermöglichen, selbst verliert. Erstmals gibt es die großartig lakonische Toxische Pommes in Romanform. Seit der Corona-Pandemie ist sie in den sozialen Medien mit satirischen Kurzvideos über die schönen und hässlichen Seiten der Gesellschaft erfolgreich, und seit kurzem steht sie mit ihrem Kabarettprogramm auch auf den analogen Bühnen.
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Ein schönes Ausländerkind
Der Debütroman von Toxische Pommes: »Diese Geschichten sind Pointen der Rührung, des Absurden, der politischen Erzählung. Und als Gesamtbild ein großes Glück.« Saša Stanišić »Was hat uns das neue Leben gekostet? Meinen Vater seine Stimme, meine Mutter ihre Lebendigkeit. Und mich?« Vor dem Krieg in Jugoslawien flüchtet die Familie in ein Einwanderungsland, das keines sein möchte. Dieses Buch erzählt von der Beziehung zwischen einer Tochter, deren einziger Lebenssinn darin besteht, die perfekte Migrantin zu werden, und ihrem Vater, der sich bei dem Versuch, ihr das zu ermöglichen, selbst verliert. Erstmals gibt es die großartig lakonische Toxische Pommes in Romanform. Seit der Corona-Pandemie ist sie in den sozialen Medien mit satirischen Kurzvideos über die schönen und hässlichen Seiten der Gesellschaft erfolgreich, und seit kurzem steht sie mit ihrem Kabarettprogramm auch auf den analogen Bühnen.
Popular Reviews(13)
Ich habe das Buch im Juni beendet, aber komme erst jetzt zur Rezension, weil es noch positiv nachhallte 😊 zugegeben ich war anfangs skeptisch, Titel und Cover haben mich zunächst nicht überzeugt, aber beurteile Bücher nicht nach ihrem Deckel 😁 Am Ende ist dieses Buch eins meiner Lese-Highlights dieses Jahr. Es liest sich gut, hat einen starken Einstieg und erzählt eine Migrationsgeschichte mit klugem Witz und schönen Anspielungen. Mir hat besonders gefallen, dass die Erzählweise beiden Identitäten der Autorin Raum gibt. Die Balkan-Perspektive kommt auch sprachlich und in den verwendeten Begriffen deutlich durch, ohne dass die Rückblenden dabei verwirrend wirken. Sie fügen sich gut ins Gesamtbild. Überzeugt hat mich vor allem, dass es ein "leises" politisches Buch ist, ohne klassische politische Ausrufe und irgendwie ganz im Leben der Protagonistin gezeigt wird. Man sieht, wie beiläufig Rassismus und Ausgrenzung passieren, wie schwer es ist, Teil einer Gesellschaft zu werden, die einen nicht als solchen sehen will und wie viel Migrant:innen für ein bisschen Akzeptanz leisten müssen
Eine Migrationsgeschichte, die mit schlauen Pointen und lustigen Bezügen geschrieben wurde. Eine Erzählweise, die beiden Identitäten der Autorin gerecht wird. Mir hat gefallen, dass die Perspektive aus dem Balkan durch Sprache und Begriffe nicht außer Acht gelassen wird. Die Rückbezüge sind hier nicht verwirrend, sondern passen zum Gesamtbild. Ein wenig hat mir eine Geschichte oder ein „Wo geht die Geschichte hin“ gefehlt. Überzeugt hat mich trotzdem, dass es ein politisches Buch ist, ohne große politische Ausrufe, sondern ganz ruhig im Leben der Protagonistin gezeigt wird. Es zeigt wie beiläufig Rassismus und Ausgrenzung passiert, wie schwer es ist ein Teil einer Gesellschaft zu werden, die dich nicht als Teil sehen möchte und wie viel Migranten arbeiten müssen für ein kleines bisschen Akzeptanz.
Eine Migrantengeschichte, die auf die Härte der Straße verzichtet und von der Banalität der Diskriminierung erzählt. Klar und klug geschrieben. Aber großes Kino ist es nicht.
Anfangs dümpelte es vielleicht ein wenig vor sich hin, aber das in anderen reviews viel zitierte Ende hat mich auch gekriegt. ❤️🩹 hug your parents, support your migra-friends always!
Ein ebenso humorvolles wie ehrliches Buch, das die schonungslose Geschichte einer Einwanderfamilie erzählt. Die detailreichen Schilderungen machen es leicht, sich in die Figuren hineinzuversetzen – auch ohne eigenen Migrationshintergrund. Sehr lesenswert!