4.8

Die stille Gewalt

By Asha Hedayati

Format:Softcover
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Das Buch hinterlässt ein beklemmendes Gefühl beim Lesen, es überzeugt durch die Wucht an Einblicken. Und weil Hedayati analysiert, wie alles mit allem zusammenhängt.

History, Humanities & Society
192 pages • Softcover
First published September 12, 2023

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Popular Reviews(6)

4.8(43 ratings)
Sophie KochanowReviewed by Sophie Kochanow

Ich bin gerade auf dem Weg nach Marburg, wo ich meine Verwaltungsstation machen werde. Während ich durch die Stadt laufe, denke ich daran, warum ich damals mit dem Jurastudium angefangen habe. Ich wollte etwas verändern. Im Menschenrechtsbereich, im Opferschutz, im Familienrecht. Irgendwo dort, wo Recht nicht nur Theorie ist, sondern Menschen konkret hilft. Gerade lese ich dieses Buch. Zu sehen, wie oft selbst engagierte Menschen an den Grenzen des Systems scheitern, ist ernüchternd. Man versucht zu helfen und stößt doch immer wieder auf Strukturen, die Täter schützen oder Betroffene im Stich lassen. Das ist schwer auszuhalten. Trotzdem bin ich froh, gerade hier zu sein. Die Sonne scheint, ich laufe am Botanischen Garten und der Universitätsbibliothek vorbei und genieße es, wieder in Marburg zu sein. Dieses Buch macht mich wütend, traurig und nachdenklich. Aber es erinnert mich auch daran, warum ich diesen Weg gewählt habe. Vielleicht kann man nicht die Welt verändern. Vielleicht geht es manchmal nur darum, für einzelne Menschen etwas zu verändern. Und vielleicht ist genau deshalb diese Arbeit so wichtig. Beim Lesen kommt immer wieder dieselbe Frage auf: Warum suchen wir so oft Fehler bei den Betroffenen statt bei den Tätern? Warum diskutieren wir, was Frauen, Migrantinnen, Transfrauen oder anderen Menschen hätten anders machen können, anstatt darüber zu sprechen, wer Verantwortung trägt? Immer wieder heißt es: Seid wütend, ihr seid nicht wütend genug. Aber was macht man mit dieser Wut, wenn sie nicht verschwindet? Mit jeder Erkenntnis wächst sie eher noch. Man versteht mehr und wird gleichzeitig trauriger. Dazu kommt das ständige Gefühl, zu viel zu sein. Zu laut, zu emotional, zu unbequem. Selbst Wut wird oft gegen Betroffene verwendet, als würde sie ihre Erfahrungen weniger glaubwürdig machen. Und irgendwann wird das alles einfach nur noch ermüdend. Weil man in Gesprächen mit Freund*innen, Familie oder dem Partner immer wieder bei denselben Fragen landet und sich trotzdem so wenig verändert. Naja. Danke liebste Kinga, dass ich mir das Buch ausleihen durfte. Ich finde es wirklich gut!!! <3

RuhrpottpflanzeReviewed by Ruhrpottpflanze

Ein so wichtiges Buch - ganz grosse Leseempfehlung!

AnnikaReviewed by Annika

Dieses Buch sollte jede Person gelesen haben. Es macht wütend, aber es bewegt auch dazu noch genauer hinzuschauen und aktiv zu werden.

LukaReviewed by Luka

Buch war auf jeden Fall aufschlussreich. Die Beispiele waren gut, damit es nicht zu trocken war. Am Ende hat es sich etwas zum Thema Kinderschutz gezogen.

JuliaReviewed by Julia

Okay das war ernüchternd aber SO WICHTIG. Mir war definitiv bewusst, dass dem Staat die Unversehrtheit von Frauen ziemlich egal ist, aber wie krass er dabei noch patriarchale Strukturen unterstützt ist wirklich furchtbar. Ich bin richtig wütend jetzt. Bitte lest das!

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