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By Victoria Belim
»›Im Buch ist die Widerstandsfähigkeit von Kunst und Kultur ein Leitmotiv [...] ‹ - Was Literatur in diesem Sinne zu leisten vermag, hat Victoria Belim mit ›Rote Sirenen‹ nun ihrerseits eindrucksvoll bewiesen.«
By Betiel Berhe
»Betiel Berhe ist studierte Ökonomin und Aktivistin, und sie zeigt in diesem Buch die Missstände unserer Gesellschaft auf. Das tut sie in einem gelungenen Mix aus Daten, Fakten und persönlichen Erlebnissen.«
By Sara Klatt
Eine junge Frau auf den Spuren ihres Großvaters – eine Suche nach dem, was Verbundenheit wirklich bedeutet»Das Israel meines Großvaters von 1948 ist ein anderes, als das meines Vaters von 1961. Es ist wieder ein anderes, als das Israel meiner Kindheit oder das meiner Jugend und es ist ein anderes Israel, als das von heute.«Israel – das Land, das sie als Kind oft besuchte, da ein Teil ihrer Familie hier vor Jahrzehnten Zuflucht fand. Es ist das Land der Menschen, die S. durch Erzählungen ihres Großvaters kennenlernte, und gleichzeitig der Menschen, denen sie heute beim Trampen zwischen Tel Aviv und Jerusalem begegnet. Früher, da gab es den Untergrundkämpfer Jitzchak, der Tomaten in der Wüste überleben lassen konnte. Es gab Eva und Zwi Goldberg, die ihre Sehnsucht nach der alten Heimat mit deutschen Rosen zu besänftigen versuchten. Heute ist da Mohammad, der in einem Techno-Club auflegt und nicht über seine jüdische Exfreundin hinwegkommt. Es gibt den Siedler Rafi und den Beduinen Abdallah, die wie Zwillingsbrüder aussehen, aber keine sind. Und es gibt den Cafébesitzer Lior, der davon träumt, mit seiner Tochter einen Roadtrip in einem himmelblauen VW-Bus zu machen. Und während S. immer mehr über das Leben dieser Menschen lernt, eröffnet sich ihr Stück für Stück die eigene Geschichte, die ihres Vaters, ihres Großvaters – und ihr eigener Platz in diesem Land.Sara Klatt zeigt uns ein Land, so vielschichtig wie seine Bewohner, und nimmt uns mit auf eine außergewöhnliche Reise durch das heutige und das vergangene Israel. Ein Land voller Lebendigkeit. Aber auch ein Land zwischen Traum und Trauma.»Ein famoser Erstling. Klar, ehrlich, spannend. Wir wollen noch mehr von Sara Klatt lesen.« Rafael Seligmann»Dieses Buch macht einen fertig! Sara Klatt entfaltet ihre Geschichte erst sanft, dann durchdringend, und verwebt Vergangenheit und Gegenwart zu einem bildgewaltigen und sprachlich herausragenden Roman. Große Leseempfehlung!« Joana Osman
By Alexis Pauline Gumbs
Das Gewässer, in dem das Ertrinken droht, ist der Atlantik, über den Millionen versklavter Afrikaner*innen nach Nordamerika verschleppt wurden. Und es ist das Erbe dieser kollektiven Erfahrung. Alexis Pauline Gumbs spricht von denjenigen, die ertranken – buchstäblich und metaphorisch –, denjenigen, die sagten »I can’t breathe«, und denjenigen, die trotz allem weiteratmeten. Auch heute weiteratmen, nichtertrinken. Sie lädt dazu ein, eine neue Art des Atmens zu erlernen. Als Mentor*innen stellt sie uns Wale, Delfine, Robben, Walrosse und Seekühe vor. Denn wer könnte mehr über das Nichtertrinken wissen? In neunzehn Lektionen verwebt Alexis Pauline Gumbs auf poetische Weise naturwissenschaftliche Beobachtungen mit Ansätzen und Erkenntnissen des Black Feminism. Sie fragt sich, wie die Echoortung unser Verständnis von visionärem Handeln beeinflussen kann, und betrachtet die Methoden, mit denen sich Menschen und Meeressäuger zunehmend bedrohlichen Umständen anpassen – oder anpassen könnten. Leiten lässt sich Gumbs von der Liebe und der Bewunderung für unsere aquatischen Verwandten, die es ihr erlauben, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und von ihnen zu lernen.
By Sibel Schick
Schick nimmt (...) die wichtigsten feministischen Debatten in Deutschland auseinander, sucht Quellen zusammen und korrigiert falsche Aussagen, kurz: Sie räumt auf.
By Anna Yeliz Schentke
Dilek und Tekin sind ein junges Paar in Istanbul. Nicht erst seit dem Juli 2016 hat sich auch für sie die Stadt verändert. Als Dilek Jahre später in ein Flugzeug steigt, weiß ihr Freund nichts davon, niemand soll wissen, dass sie, die online "Kangal" heißt, bald in Frankfurt landet. Ayla ist überrascht, als ihre Cousine Dilek sich bei ihr meldet, die gemeinsamen Sommer sind lange her. Und während sich Tekin in Istanbul auf die Suche macht, fragt sich Ayla: Wer ist Dilek heute? Sie will ihr glauben, aber ist das, was Dilek fürchtet, auch wahr? Anna Yeliz Schentke erzählt furchtlos und aufrichtig von der Freundschaft in instabilen Zeiten. Von aktueller Unterdrückung und von einer Generation, die auf der Suche ist: nach einer gemeinsamen Sprache, nach Sicherheit und Zugehörigkeit. Auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2022
By Mirna Funk
Mirna Funk erzählt die Geschichte einer jungen deutschen Jüdin in Berlin und Tel Aviv. Ihr Name ist Lola. Sie ist Deutsche. Sie ist Jüdin. Und die einzige, der ihr ein Hitlerbärtchen ins Gesicht malen darf, ist sie selbst. Sie hat genug davon, dass andere darüber bestimmen wollen, wer sie ist und wer nicht. Sie entscheidet, wovon sie sich verletzt fühlt und wovon nicht. Wer bestimmt darüber, wer wir sind? Unsere Herkunft, falsche Freunde, orthodoxe Rabbiner? Lola ist in Ost-Berlin geboren, ihr Vater macht rüber und geht in den australischen Dschungel. Sie wächst auf bei ihren jüdischen Großeltern und ist doch keine Jüdin im strengen Sinne. Ihre Großeltern haben den Holocaust überlebt, sie selber soll cool bleiben bei antisemitischen Sprüchen. Dagegen wehrt sie sich. Sie lebt in Berlin, sie reist nach Tel Aviv, wo im Sommer 2014 Krieg herrscht. Sie besucht ihren Großvater und ihren Geliebten, Shlomo, der vom Soldaten zum Linksradikalen wurde und seine wahre Geschichte vor ihr verbirgt. Lola verbringt Tage voller Angst und Glück, Traurigkeit und Euphorie. Dann wird sie weiterziehen müssen. Hartnäckig und eigenwillig, widersprüchlich und voller Enthusiasmus sucht Lola ihre Identität und ihr eigenes Leben. "Und sie kann es schreiben. Sie tut das mit Kraft und mit Witz und mit Verve, sie tut das kantig und polemisch und zupackend. Sie tut das sinnlich und vielschichtig und weise. Manchmal, wenn die Erzählerin zur Kommentatorin wird, verhaut sie sich ein bisschen, dann wirken ihre Worte blass und belehrend, aber auch das sind starke Lesemomente, weil sie spürbar machen, hier hat eine Autorin wirklich etwas gewagt und der deutschen Sprache mit "Winternähe" ein schönes Kompositum geschenkt: "Die Winternähe ist eine unangenehme Nähe, zum anderen aber ist es so, dass man im Winter auch zusammenrücken muss, damit einem nicht kalt wird. .... (ndr.de)
By Reinhard Kaiser-Mühlecker
Jakob führt den Hof der Eltern und kämpft gegen den Niedergang. Als die Künstlerin Katja sich als Praktikantin anbietet, scheinen sich die Dinge zum Guten zu wenden. Gemeinsam bauen sie eine biologische Tierhaltung auf, sie heiraten und bekommen einen Sohn. Doch Jakob findet keine Ruhe, sein grausamer Zorn bricht immer wieder hervor. Hat Katja ihn getäuscht, hat sie nur mal einen wie ihn haben wollen, einen Bauern? Reinhard Kaiser-Mühlecker erzählt von Herkunft und existentieller Verlorenheit in einer Welt, die sich radikal wandelt. "Kaiser-Mühlecker schreibt keine "Bauernromane" und weder das Attribut "Heimatroman" noch das Gegenteil, der "Anti-Heimatroman", funktionieren hier als zutreffende Genrebezeichnung. Es gibt weder falsche, restaurative Idyllen noch Empörungsreden oder Moralpredigten. Kaiser-Mühlecker hatte mit seiner Goldberger-Saga begonnen eine ganz eigene Form zu kreieren, die er nun mit dem zweiten Jakob-Fischer-Roman fortführt. Es sind Unversöhnlichkeitsromane; flirrende und schonungslose, aber gleichzeitig verblüffend lakonisch daherkommende Darstellungen der ewigen und nicht überwindbaren Entfremdungen zwischen Stadt und Land, Digitalismus und Agrargesellschaft, Hedonismus und Abhängigkeit von der Natur" (glanzundelend.de). "Ein junger Bauer, der in einer Kulturlandschaft im Umbruch um den Anschluss an die Gegenwart kämpft. Ein Leben, das man sich nicht ausgesucht, sondern in das man alternativlos hineingeboren wurde. Und eine Aussicht auf ein Happy End, das nicht kommen wird. "Wilderer" ist ein heilloser Heimatroman" (Platz 8 der SWR Bestenliste April 2022)