Ich heiße Fatima. Ich trage den Namen einer heiligen Figur des Islam. Ich trage einen Namen, den ich ehren muss. Fatima ist das Kind, auf das keiner mehr gewartet hat, die Nachzüglerin, die einzige Tochter, die in Frankreich und nicht in Algerien zur Welt gekommen ist. Sie wächst mit ihren Schwestern in der berüchtigten Banlieue Clichy auf. Liebe und Sexualität sind in ihrer Familie ein Tabu. In der Schule ist Fatima unangepasst, laut und voller Wissensdurst. Sie hängt am liebsten mit den Jungs herum und fühlt sich falsch in ihrer Haut. Bis sie Nina trifft und ihre eigenen Gefühle für sie erkennt. Doch eine Frau zu lieben, bringt sie nicht nur in Konflikt mit ihrer Familie, ihrem Glauben, sondern auch mit sich selbst.Atemlos und ungeheuer sprachgewaltig zeigt Fatima Daas mit ihrem vielbeachteten Debüt, dass man sich nicht entscheiden muss und dass die Zerrissenheit der eigenen Identität kein Makel ist. Eine beeindruckende Geschichte weiblicher Selbstermächtigung – dieser Roman ist ein Befreiungsschlag!
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Die jüngste Tochter
By Fatima Daas
Ich heiße Fatima. Ich trage den Namen einer heiligen Figur des Islam. Ich trage einen Namen, den ich ehren muss. Fatima ist das Kind, auf das keiner mehr gewartet hat, die Nachzüglerin, die einzige Tochter, die in Frankreich und nicht in Algerien zur Welt gekommen ist. Sie wächst mit ihren Schwestern in der berüchtigten Banlieue Clichy auf. Liebe und Sexualität sind in ihrer Familie ein Tabu. In der Schule ist Fatima unangepasst, laut und voller Wissensdurst. Sie hängt am liebsten mit den Jungs herum und fühlt sich falsch in ihrer Haut. Bis sie Nina trifft und ihre eigenen Gefühle für sie erkennt. Doch eine Frau zu lieben, bringt sie nicht nur in Konflikt mit ihrer Familie, ihrem Glauben, sondern auch mit sich selbst.Atemlos und ungeheuer sprachgewaltig zeigt Fatima Daas mit ihrem vielbeachteten Debüt, dass man sich nicht entscheiden muss und dass die Zerrissenheit der eigenen Identität kein Makel ist. Eine beeindruckende Geschichte weiblicher Selbstermächtigung – dieser Roman ist ein Befreiungsschlag!
Popular Reviews(6)
„Die jüngste Tochter“ war für mich ein eher ungewöhnliches Leseerlebnis. Der Schreibstil hat mich an vielen Stellen an ein Tagebuch erinnert – sehr persönlich, direkt und stellenweise fast schon roh. Das war zunächst etwas ungewohnt, hat dem Roman aber eine ganz eigene Atmosphäre gegeben. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Nicht alles hat mich gleichermaßen gepackt, aber gerade die besondere Erzählweise ist mir im Gedächtnis geblieben.
Der Schreibstil dieses Buches ist einzigartig und arbeitet viel mit Repetitionen, die den Lesefluss aber nicht stören. Es ist eine beeindruckende Art ihre Geschichte zu erzählen und schafft durch die szenenhafte Erzählung eine ganz eigene Dynamik.
Repetitiv – aber genau das macht es stark. Die Wiederholungen sind nicht einfach Stil, sie spiegeln die Themen: dieses ständige Kreisen um Identität, Religion, Herkunft, Sexualität. Dieses Nicht-ankommen. Dieses Dazwischen. Es fühlt sich an wie ein innerer Monolog, der immer wieder neu ansetzt, weil es keine einfache, lineare Lösung gibt. Man kommt der Erzählerin dadurch sehr nah – manchmal fast zu nah. „Man liebt die Menschen nicht, weil sie einen zurücklieben. Man liebt sie. Das ist alles.“ Dieser Satz ist für mich der Kern des Buches. Klar. Schmerzhaft. Wahr. Kein lautes Buch. Aber ein wichtiges.
"Die jüngste Tochter" von Fatima Daas hat mir prinzipiell gut gefallen. Es zeigt die Suche nach Identität als lesbische postmigrantische Muslima in Frankreich. Ich mochte den Aufbau sehr & ich wollte auch wissen wer die Protagonistin aka. Fatima ist und wie sie lebt & liebt. Dennoch hat es mich am Ende einfach etwas offen/unfertig zurück gelassen.
Ich verstehe schon, was daran gut ist und wie die Geschichte funktioniert, mich hat sie aber eher frustriert zurückgelassen, weil da so viel Potenzial für mehr drinsteckt.