3.8

Der Sommer am Ende der Welt

By Eva Völler

Format:Softcover
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»In "Der Sommer am Ende der Welt" erzählt Autorin Eva Völler mit krimihafter Spannung von einem finsteren Kapitel auf einer ostfriesischen Insel. (..) Stark und bewegend.«

Literary & Contemporary Fiction
400 pages • Softcover
First published July 21, 2025

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Popular Reviews(3)

3.8(25 ratings)
Nele Adam Reviewed by Nele Adam

Ich habe den Roman angefangen, weil er mir auf Amazon Prime Reading kostenlos vorgeschlagen wurde. Ich habe mich vorher auch nicht so wirklich mit dem Inhalt auseinandergesetzt und dachte eigentlich, dass es sich hierbei um eine oberflächliche Romance Story handelt. Umso mehr war ich dann von dem eigentlichem Inhalt und der Tiefgründigkeit überrascht. Ich bin ehrlich ich hatte zuvor noch nie von "Verschickungskindern" und deren Leid gehört, deswegen war dieses Themengebiet für mich völlig neues Terrain. Um in die Thematik einzutauchen, war der Aufbau und die Schreibweise des Buches perfekt. Man wird durch die Protagonistin Stück für Stück mit dem Thema bekannt gemacht und man kann den Weg ihrer Entdeckungen und Erkenntnisse mitverfolgen. Durch die Tagebucheinträge bekommt man zusätzlich noch ein detailliertes Bild wie sich Kinder bei solchen Kuren gefühlt haben müssen. Auch die Betonung auf die psychischen Langzeitfolgen hat mir besonders zugesagt. Ich fand am Ende die "Dramatik" etwas überzogen. Ich fand Spannung wurde bereits durch die Erkenntnisse erzeugt, sodass die zusätzlichen Ereignisse im Leben der Protagonistin das Schicksal der Verschickungskinder in den Schatten gestellt haben. Aber insgesamt ein sehr empfehlenswerter Roman. Besonders überzeugt hat mich zum Ende auch nochmal die Danksagung. Also unbedingt mitlesen!!

idaReviewed by ida

ein super spannender Roman, mit vielen kleinen unerwarteten Wendungen in der Recherche von Hanna!

MirjamReviewed by Mirjam

„Ein bisschen wat hinter die Löffel hat noch keinem geschadet“ Als Verschickungskind verbringt Hannas Mutter den Sommer 1963 in einem Kinderkurheim auf Borkum. Sechzig Jahre später will Journalistin Hanna den bislang verdrängten, traumatischen Erlebnissen ihrer Mutter nachspüren und fährt mit ihrer Tochter Katie zur Recherche auf die Insel. Nach und nach kommt sie, mit Hilfe des Inselarztes Ole, in den sie sich verliebt, den erschütternden Ereignissen von Damals auf die Spur. Doch das Ausmaß der Ereignisse sind verstörender als sie sich je hätte vorstellen können. Verschickungskinder. Ein wichtiges und wirklich lange verdrängtes Thema, auf das Eva Völler mit ihrem Roman „Der Sommer am Ende der Welt“ aufmerksam machen möchte. Doch leider verliert es sich, meiner Meinung nach, zunehmend in der Liebesgeschichte zwischen Hanna und Ole. Davon abgesehen, fand ich es auch nicht ideal noch weitere Themen, wie die Verbrechen während der NS-Zeit, mit aufzugreifen und miteinander zu kombinieren - irgendwie verliert dadurch jedes einzelne Thema für sich an Dramatik und Wichtigkeit. Stattdessen hätte ich halt gern noch mehr „Zeitzeugenberichte“ gelesen, was allerdings auch damit zusammenhängen kann, dass ich selbst auch ein Verschickungskind bin, wenn auch ein spätes der 80er Jahre, wenn auch mit nicht ganz so schlimmen Erfahrungen. Was mir jedoch bis zu diesem Buch gar nicht bewusst war, ich nun auch fast 40 Jahre als „dumm gelaufene“, schlechte Kindheitserinnerung abgetan habe! Da sieht man also mal, wie wichtig es ist solche Themen auch in Unterhaltungsromanen aufzugreifen - ohne dieses Buch hier, wäre ich nie auf dieses Thema gekommen! „Ein bisschen wat hinter die Löffel hat noch keinem geschadet“, so hieß es auch noch in den 80ern, da wurde wurde man als Kind nicht wirklich ernst genommen und hinterher einfach nicht mehr drüber gesprochen. Ansonsten fand ich sowohl die Insel-Atmosphäre, als auch die thematisch bedrückende Atmosphäre in dem Buch hervorragend beschrieben und auch die Protagonisten waren gut ausgearbeitet. Zwar hatte ich mit Hanna und Katie anfangs so meine Probleme, das hat sich dann aber irgendwann auch gelegt. Ergriffen war ich von Sabines Zeitzeugenberichten, die haben mich einige Nächte nicht schlafen und in meinen Erinnerungen graben lassen und waren gut recherchiert. Allerdings ist mir, die Story betreffend, einiges auch nicht ganz so schlüssig erschienen und auch einige Fragen blieben schlussendlich unbeantwortet. Fazit: Alles in allem hat mir der Roman jedoch sehr gut gefallen und mich, als ehemaliges Verschickungskind, zutiefst berührt und gleichfalls animiert, mich näher mit dem Thema auseinander zu setzen und nach Sachliteratur Ausschau zu halten.

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