Held dieser umfangreichen, von Dostojewski 1846 veröffentlichten Erzählung ist der schüchterne Titularrat Jakow Petrowitsch Goljadkin. Als plötzlich ein Doppelgänger von ihm auftaucht, der ihn aus seiner angestammten Petersburger Beamtenstelle zu vertreiben sucht, gerät Goljadkins Leben aus den Fugen. Innerhalb von vier Tagen entfaltet sich das immer groteskere Geschehen, bei dem der wie in einer Traumwelt gefangene Goljadkin auf existentielle Weise vereinsamt. Den besonderen Reiz bezieht die Erzählung aus dem Umstand, dass nicht eindeutig klar wird, ob es der Held tatsächlich mit einem phantastischen Doppelgänger zu tun hat oder psychisch schwer erkrankt ist.
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Der Doppelgänger
Held dieser umfangreichen, von Dostojewski 1846 veröffentlichten Erzählung ist der schüchterne Titularrat Jakow Petrowitsch Goljadkin. Als plötzlich ein Doppelgänger von ihm auftaucht, der ihn aus seiner angestammten Petersburger Beamtenstelle zu vertreiben sucht, gerät Goljadkins Leben aus den Fugen. Innerhalb von vier Tagen entfaltet sich das immer groteskere Geschehen, bei dem der wie in einer Traumwelt gefangene Goljadkin auf existentielle Weise vereinsamt. Den besonderen Reiz bezieht die Erzählung aus dem Umstand, dass nicht eindeutig klar wird, ob es der Held tatsächlich mit einem phantastischen Doppelgänger zu tun hat oder psychisch schwer erkrankt ist.
Popular Reviews(1)
Für mich ein Buch der Psychologie Der Doppelgänger ist meiner Meinung nach der Vorreiter für so einige Film Charaktere mit bipolarer Persönlichkeit die zwischen dem eigentlichen Selbst und einem Alter Ego Switched, nur das im Fall von Dostojewski Doppelgänger nicht direkt eine Psychose angesprochen wird. Ein Mann trifft auf seinen Doppelgänger, der langsam sein Leben übernimmt und dieses auch noch besser führt wie er selbst. Und wer kennt es nicht, dieses Gefühl, in manchen Situationen zu feige gewesen zu sein oder cleverer entschieden zu haben und man hat es nicht getan und man hätte sich gewünscht, man wäre mutiger, man wäre intelligenter man wäre schlagkräftiger und genau diese Idee greift der Doppelgänger auf. Ein verbessertes Ich übernimmt die Hauptrolle, aber verdrängt das eigentlich originale selbst in den Hintergrund. Wirklich ein fabelhafter Roman und nicht nur ein Muss für jeden Fan der Psychologie, sondern auch für jeden, der sich selber schon immer hinterfragt hat. Bravo.