4.0

Das Haus der Frauen

By Laetitia Colombani

Format:Hardcover

In Paris steht ein Haus, das allen Frauen dieser Welt Zuflucht bietet. Auch der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einem Zusammenbruch ihr Leben in Frage stellt. Im »Haus der Frauen« schreibt sie nun im Auftrag der Bewohnerinnen Briefe - an die Ausländerbehörde, den zurückgelassenen Sohn in Guinea, den Geliebten - und erfährt das Glück des Zusammenhalts und die Magie dieses Hauses. Weil Solène anderen hilft, hat ihr Leben wieder einen Sinn. Doch wer war die Frau, die vor hundert Jahren allen Widerständen zum Trotz diesen Schutzort schuf? Solène beschließt, die Geschichte der Begründerin Blanche Peyron aufzuschreiben.

Literary & Contemporary Fiction
256 pagesHardcover
First published 2020-02-26

What's Bookie?

  • Free delivery in Germany.
  • Find your perfect next read.
  • Track to motivate you to read more.
  • Connect with people like you.

Popular Reviews(17)

4.0(179 ratings)
BettiReviewed by Betti

Der Roman Das Haus der Frauen von Laetitia Colombani erzählt die Geschichte der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einer persönlichen Krise ihr Leben neu überdenken muss. Sie beginnt, in einem Pariser Frauenhaus zu arbeiten, wo sie den Bewohnerinnen beim Schreiben von Briefen hilft. Dabei lernt sie die unterschiedlichen Schicksale der Frauen kennen und findet durch ihre Hilfe selbst wieder neuen Lebensmut. Gleichzeitig wird die Geschichte von Blanche Peyron erzählt, die das Frauenhaus vor etwa hundert Jahren mit aufgebaut hat. Besonders gut gefällt mir, dass der Roman zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe sind. Die Geschichte ist emotional und regt zum Nachdenken . Auch wenn die einzelnen Schicksale nur kurz beschrieben werden, beschreiben diese deutlich, welches Leid Frsuen, egal welcher Herkunft und welcher Gesellschaftsschicht oft erleiden müssen. Dass Buch ist leicht zu lesen und vermittelt eine wichtige Botschaft über Mut, Menschlichkeit und Solidarität. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, weil es eine berührende Geschichte erzählt und gleichzeitig ein wichtiges gesellschaftliches Thema behandelt.

Laura LaliReviewed by Laura Lali

Eine sehr interessante Geschichte über das erste Frauenhaus in Paris, ein Ort der Begegnung diverser Geschichten verschiedener Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, sie dennoch in einem Punkt vereinen: Der Bedarf nach Schutz, eine Rettung aus prekären Verhältnissen. Das Konzept des Buches gefällt mir sehr, die Umsetzung hingegen eher weniger. Jede Geschichte steht für jeweils einen Missstand, dem Frauen ausgesetzt sind. Letztendlich geht es doch bloß um die Selbstfindung der privilegierten Protagonistin, die mal so in das Prekariat reinschnuppert. Eine Moralapostel-Geschichte, sie zur Retterin der von Armut betroffenen Frauen macht. Sie kann aus dem Frauenhaus fliehen, die Bewohnerinnen jedoch nicht Wo bleibt die Kritik am politischen Versagen??? Das Buch vergeht sich bloß an gesellschaftlicher Kritik und appelliert ins Handeln zu kommen, denn der Kolibri, der versucht einen Brand zu löschen wird niemals an sein Ziel kommen, er wird aber seinen. Beitrag dazu leisten.. Eine schöne Metapher wenn man bedenkt, dass sie die geringe Handlungsmacht einzelner Personen beschreibt. Es erfordert eine Kritik an dem Versagen staatlicher Institutionen und keine Selbstverwirklichungsfantasien von Privilegierten. Dennoch sind die einzelnen Schicksale der Frauen sehr gut und einfühlsam beschrieben, auch die Hürden, sein Leben wieder anzutreten, bzw. es sich völlig neu aufzubauen werden sehr ehrlich beleuchtet. Das Buch will den Leser zur Reflexion anregen, der Schwerpunkt liegt auf den Möglichkeiten des Handelns und weniger auf der Analyse der Schicksale der Frauen. Insgesamt stellt das Buch realitätsgetreu unterschiedliche Schicksale von Frauen im sogenannten „Prekariat“ dar und beschreibt die Auswirkungen auf das aktuelle Leben und Verhalten der Frauen. Es zeigt die Ignoranz der bürgerlichen Gesellschaft, sich nicht mit Themen wie Armut oder häuslicher Gewalt auseinandersetzen zu müssen, es schlicht und ergreifend nicht zu müssen (obwohl häusliche Gewalt jede Gesellschaftsschicht treffen kann). Gleichzeitig wird ein zu großer Fokus auf die Protagonistin gelegt, die sich in meinen Augen eher mit ihrer Arbeit im Frauenhaus profiliert.

HannahReviewed by Hannah

Schönes Buch, aber hat mich nicht mega gecatcht

Carmen HuberReviewed by Carmen Huber

4.5 ⭐️; ich denke ein Buch, das wichtig ist zu lesen weil solche Geschichten wichtig sind zu erzählen. Die Leben verschiedener Menschen hängen zusammen, und jeder kann von anderen profitieren und jeder kann anderen was geben. Unterstützung ist so wichtig und kämpfen lohnt sich.

lenskaaReviewed by lenskaa

ja schwierig, auf der einen Seite haben mir die Zeitsprünge sehr gefallen, in welchen man Blanche Peyron (einer realen Person!) auf den Weg zur Eröffnung eines der ersten Frauenhäuser begleitet. Mich hat es fast schon etwas enttäuscht, wenn dann die nächsten Kapitel doch wieder um die andere Protagoniston Solène gingen. Vielleicht lag es auch am Schreibstil oder der Übersetzung, aber ich fand sie irgendwie eindimensional, unsensibel und null reflektiert und sehr selbstzentriert dafür, dass sie in so einem hochsensiblen Posten "arbeitet". Im Buch werden verschiedene Schicksale von Frauen beschrieben, sei es psychische, körperlich, oder s*xualisierte Gewalt, Gen!talverstümmelungen, oder soziale Ausgrenzung bei LGBTQ+ Personen (Repräsentation ist an sich sehr gut), aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Themen nur kurz angeschnitten werden, aber in späteren Abschnitten teilweise verurteilt (z.B. wie einige Frauen sich aus ihrer Not prostituierten, aber der einen Person im Buch wäre es "lieber zu betteln, als sich für ein Bett und einen Kaffee zu prostituierten", S.231 - weil sie stärker ist - oder dass eine "falsche Entscheidung bei der Partnerwahl" dann halt zu häuslicher Gewalt führen kann). So zieht es sich durchs gabze Buch, immer kleine Bemerkungen, sei es auch über mentale Gesundheit, vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber irgendwie waren da öfters Stellen, wo ich etwas verwundert war. An sich spannendes Konzept, aber irgendwie hat es für mich nicht ganz hingehauen. Ein Buch von einer Weißen, für Weiße. Solène will jemanden "retten", nicht weil Menschen sich generell mehr unterstützen und weniger stigmagisieren sollten, sondern weil sie eine "Wiedergutmachung" (S.233) für einen Suiz!d braucht. Naja.

Similar Books

Leonie Schöler

Dörte Hansen

Candice Carty-Williams

Laetitia Colombani

Katharina Köller

Anne Freytag