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By Çetin Gültekin
Rassismus tötet – eine bewegende Geschichte und ein aufrüttelnder Appell!Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven. Gökhan Gültekin war einer von ihnen – einer von denjenigen, die der rassistische Täter nicht in »seinem« Land ertragen konnte. Çetin Gültekin erzählt die berührende Geschichte seines Bruders und zeigt: Wir sind nicht »die Anderen«, wir sind ein Teil der deutschen Gesellschaft.Gökhan wurde 1982 in Hanau geboren, die Eltern stammten aus der Türkei. Vor dem Anschlag war er bereits zweimal knapp dem Tod entkommen, hatte sich immer wieder ins Leben gekämpft und nie seine positive Art verloren. Doch am 19. Februar 2020 überlebt er nicht. Für die Angehörigen beginnt damit ein Albtraum. Die Familie ist zerrissen zwischen Trauer und dem Kampf um Gerechtigkeit, denn immer wieder kommen neue Versäumnisse der Behörden ans Licht. Seither setzt sich Çetin Gültekin dafür ein, dass die Opfer und deren Geschichten nie vergessen werden – und kämpft unermüdlich gegen den tief verwurzelten Rassismus in Deutschland.
By W. E. B. Du Bois
1936 – DER AFROAMERIKANISCHE BÜRGERRECHTLER W. E. B. DUBOIS REIST DURCH DAS NATIONALSOZIALISTISCHE DEUTSCHLAND 1936 reist der afroamerikanische Bürgerrechtler W. E. B. Du Bois nach Deutschland. Als Kritiker des Rassismus in den USA beobachtet er das Leben in der totalitären Diktatur und die Entrechtung der Juden. Seine Reportagen aus diesen Monaten erscheinen hier erstmals auf Deutsch. Als scharfer Kritiker des Rassismus in seinem eigenen Land beobachtet der afroamerikanische Soziologe W. E. B. Du Bois bei seinem mehrmonatigen Forschungsaufenthalt im nationalsozialistischen Deutschland den Antisemitismus und die Entrechtung der Juden im "Dritten Reich". Seine wöchentlichen Reportagen aus diesen Monaten erscheinen hier zum ersten Mal in deutscher Sprache. Du Bois berichtet über die Wagner-Festspiele in Bayreuth und das Deutsche Museum in München, über deutsche Bierlokale und die Olympischen Spiele in Berlin, bei denen auch schwarze Sportler antreten. Mit der Vertrautheit des Deutschlandkenners und dem fremden Blick des schwarzen Amerikaners betrachtet er die totalitäre Diktatur. Du Bois beobachtet entlang der "Farbenlinie", "along the color line", und stellt überrascht fest, dass er persönlich kaum Diskriminierung erfährt. Umso mehr erschüttert ihn die Verfolgung der Juden: "Sie übertrifft an rachsüchtiger Grausamkeit und öffentlicher Herabwürdigung alles, was ich je erlebt habe", fasst er seine Eindrücke zusammen, "und ich habe einiges erlebt". Die Reportagen des berühmten afroamerikanischen Intellektuellen aus dem "Dritten Reich" Ein anderer Blick auf das nationalsozialistische Deutschland Erstmals vollständig in deutscher Übersetzung
By Dietrich Bonhoeffer
Als der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer im April 1943 verhaftet wird, hat er sich gerade mit der achtzehnjährigen Maria von Wedemeyer verlobt. Wegen des großen Altersunterschieds hat Marias Mutter eine Kontaktsperre verhängt, aber nun, in der Haft, beginnt trotz Zensur und familiären Widerständen ein ungewöhnlicher Briefwechsel über das Leben auf dem Pommerschen Gut und im Gefängnis, über Literatur und vor allem über die Liebe, der erst mit Bonhoeffers Hinrichtung im April 1945 endet. Eines der großen Zeugnisse aus dem deutschen Widerstand.
By Ingrid Carlberg
Die umfassende Biografie eines ungewöhnlichen HeldenRaoul Wallenberg ist eine der schillerndsten und rätselhaftesten Figuren, wenn es um den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Europa geht. Bereits die Geschichte, wie er 1944 zu seiner Berufung als schwedischer Sondergesandter nach Budapest kam, liest sich wie aus einem Spionagethriller. Wallenberg rettete während seiner kurzen Zeit als Sondergesandter Schwedens in Budapest Tausende ungarischer Juden vor dem Holocaust. Und als nach Kriegsende die sowjetischen Truppen in die Stadt einmarschierten, wurde er als Spion verhaftet und nie wieder gesehen, was Anlass zu zahlreichen Spekulationen über seinen Verbleib gab. Die schwedische Historikerin Ingrid Carlberg schafft es in dieser einzigartigen Biografie, das Leben eines herausragend mutigen und außergewöhnlich beharrlichen Menschen zu erzählen, der schon bald nach seinem unerklärlichen Verschwinden zum Ehrenbürger der USA ernannt und als »Gerechter unter den Völkern« geehrt wurde.Ausstattung: Bildteil mit ca. 100 Abbildungen und Fotos in s/w
By Gerhard Zeillinger
Walter Fantl ist vierzehn, als Hitler in Österreich einmarschiert, mit 18 wird er nach Theresienstadt, mit 20 nach Auschwitz deportiert. Gemeinsam mit seinem Vater geht er am 29. September 1944 über die Rampe von Birkenau, ahnungslos, was geschehen wird. Als der 21-Jährige im Juli 1945 nach Wien zurückkommt, ist ihm nichts von seinem Leben geblieben als ein breiter Ledergürtel: das Einzige, was er nach der Selektion behalten durfte. Bis zur Befreiung ist der Gürtel für ihn ein Überlebenssymbol, an das er sich jeden Tag klammert. Und bis heute ein Stück Erinnerung an die dunkelste Zeit seines Lebens: als er seine gesamte Familie verlor.Heute ist Walter Fantl einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen in Österreich. Basierend auf jahrelangen Gesprächen und zahlreichen Originaldokumenten zeichnet der Historiker und Journalist Gerhard Zeillinger den bewegenden Lebensweg nach, der von der behüteten Kindheit in Bischofstetten in Niederösterreich direkt in den Horror der NS-Zeit und in die Stunde null nach der Befreiung mündet. Zeillingers dokumentarisch-erzählender Stil macht diese berührende Geschichte achtzig Jahre später noch einmal lebendig und schildert sehr eindringlich das Bild einer Zeit, die uns bis heute beschäftigt.
By Carola Stern, Ingke Brodersen
Verschieden Autoren, U.a. H. Mommsen, M. Pressler, U. Wölfel, Erzählen Geschichten Aus Der Zeit Des Nationalsozialismus.
By Jürgen Todenhöfer
Die erschütternde Geschichte des 22-jährigen Irakers Zaid, der vom Studenten zum Widerstandskämpfer gegen die US-Streitkräfte wurde Jürgen Todenhöfer traf Menschen im Irak, über die wir kaum etwas wissen: Menschen wie den jungen Zaid, der in seinem Leben vor allem Not und Krieg kennengelernt hat. In bewegenden Worten erzählt er seine Geschichte, wie er und seine Mitstreiter sowohl gegen die alliierten Besatzungstruppen als auch gegen den Terror von Al Qaida im eigenen Land kämpfen. Im Krieg hat er fast alles verloren. Seine Brüder wurden von GIs erschossen. Dann schloss sich der junge Student einer Widerstandsgruppe an und hat selbst Menschen getötet. Jürgen Todenhöfer zeichnet ein lebendiges, authentisches Bild des Irak und der islamischen Welt wie wir es aus der Berichterstattung nicht kennen.
By Sebastian Haffner
Ein Gespräch mit Jutta Krug über das ExilIst es nicht hübsch, wenn im Leben die Richtigen gewinnen? Wenn -- plopp! -- zu rechter Zeit Dokumente auftauchen, die Neider und Missgünstige Lügen strafen? Vor Jahresfrist hatten zwei weitgehend unbekannte deutsche Professoren in der FAZ einen Verdacht gesät: Sebastian Haffners Geschichte eines Deutschen sei gar nicht in der Emigration entstanden, sondern eine Mogelpackung, seine hellsichtige Voraussage von Hitlers Untergang sei Prophetie nach gelaufenem Rennen.Das vorliegende Buch tritt in die Reihen der zahlreichen Ehrenrettungen, die Haffner (bis hin zum Spiegel) seither erfahren hat. Aber es trägt etwas wesentlich Neues bei: Jutta Krug hat Haffner 1989 ausführlich interviewt. Der Autor äußert sich ausführlich über sein Schubladenbuch. Lesenswert für alle, die Geschichte eines Deutschen verschlungen haben.Was noch? Einblicke in eine erstaunliche Erfolgsgeschichte, eine der wenigen des literarischen Exils: Junger, unbekannter Mann kommt nach England und schafft es aus dem Stand, Autor einer der führenden Zeitungen des Landes zu werden, nämlich des Observers. Ein Großer unter Deutschlands Journalisten führt die -- hier einmal positiven -- Zufälle einer Exilanten-Existenz vor. Und auch die Atmosphäre von Nachkriegs-Europa, einer mittlerweile untergegangenen Welt, atmet einem aus den Sätzen entgegen.Uwe Soukop hat in einem Nachwort noch einmal die Vita und vor allem auch die -- zahlreichen -- Debatten um Haffner zusammengestellt. Sehr lesenswert. --Michael Winteroll
By David Halberstam
In "Chronik aktuell - Der 11. September 2001" (BA 2/02) standen Bild- und Textbeiträge gleichrangig nebeneinander. Dieser Band setzt ganz auf die Macht der großformatigen Farbbilder, die nur von kurzen Zitaten von Augenzeugen begleitet werden. In öffentlichen Bibliotheken kann er neben Sachtiteln mit knappem Bildteil wie "11. September - Geschichte eines Terrorangriffs" (zur Besprechung vorgesehen) oder Textbänden wie "Dienstag, 11. September 2001", einer Sammlung analysierender und eher subjektiv-reflektierender Texte (BA 2/02), zur Dokumentation des schrecklichen Geschehens bereitgehalten werden. Umfassende Informationen über die Zwillingstürme bietet "World Trade Center" (in dieser Nr.). (2) (Wei)
By Dietrich Eckart
Dietrich Eckart (* 23. März 1868 in Neumarkt in der Oberpfalz; + 26. Dezember 1923 in Berchtesgaden) war ein Publizist, Verleger, früher Anhänger des Nationalsozialismus und Ideengeber Adolf Hitlers. Obwohl Eckart zu den frühesten Gestalten der Deutschen Arbeiterpartei bzw. Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei gehörte, war er nie formales Partei-Mitglied. Er prägte 1919 als Mitbegründer der NSDAP den nationalsozialistischen Kampfbegriff "Drittes Reich", womit vor allem eine Verbindung von chiliastischer Esoterik und politischem Ziel gemeint war: "Im deutschen Wesen ist Christ zu Gast - drum ist es dem Antichristen verhaßt." Im August 1921 wurde Eckart Chefredakteur des Völkischen Beobachters, nachdem er das Geld für dessen Übernahme im Dezember 1920 beschafft und Hitler gegen innerparteiliche Kritiker in Schutz genommen hatte. Gegen Eckarts Haftbefehl wegen Beleidigung des Reichspräsidenten Friedrich Ebert schrieb Hitler sofort an den bayerischen Ministerpräsidenten Ritter von Knilling die Forderung, "den Haftbefehl zu inhibieren, da andernfalls die Kampforganisation Widerstand gegen die Verhaftung leisten würde." Eine Woche nach dem Hitlerputsch in München verhaftet, wurde er nach schweren Herzanfällen am 20. Dezember 1923 aus dem Gefängnis entlassen und erlag am 26. Dezember in Berchtesgaden im Alter von 55 Jahren einem weiteren Herzschlag.