Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht
von Andrea Petković
»Die hochbegabte Tennisspielerin Andrea Petković wechselt ins Autorenfach [...]. Entstanden sind berührende Geschichten aus der Welt des Leistungssports, die davon leben, dass die 33-Jährige von außen auf sich selbst schauen kann.«
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Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht
von Andrea Petković
»Die hochbegabte Tennisspielerin Andrea Petković wechselt ins Autorenfach [...]. Entstanden sind berührende Geschichten aus der Welt des Leistungssports, die davon leben, dass die 33-Jährige von außen auf sich selbst schauen kann.«
Aktuelle Rezensionen(3)
Interessant von Petko selbst zu hören und ihren Erfahrungen. Besonders die Parallelen und Lektionen, die sie zwischen Tennis und dem Leben als Ganzes zieht, finde ich spannend. Die restlichen Geschichten sind teils auch ganz amüsant. Insgesamt flüssig zu lesen. Kein "ich kann's nicht weglegen", aber trotzdem schön zum Lesen. Auch ihre Art zu schreiben ist irgendwie originell und ähnlich zu ihrer lustigen Art in Interviews :)
Andrea Pektović ist in Bosnien geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie war Tennisprofi und 2011 in den Top 10 der Welt. Verletzungen warfen sie immer wieder zurück und zwangen sie in die Reha, 2014 kämpfte sie sich entgegen aller Erwartungen nochmal unter die Top 10 und spielte die beste Saison ihrer Karriere. Seit 2018 schreibt sie für das SZ-Magazin Kolumnen, seit 2019 ist sie Sport Moderatorin beim ZDF. “Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht” ist eine Sammlung autobiografischer Erzählung. Die Kapitel folgen keiner Chronologie oder inhaltlichem roten Faden, in ihnen reflektiert Andrea ihr Leben als professionelle Tennisspielerin und den Profisport als solchen, schreibt aber auch über Freundschaft, ihre Kindheit in Deutschland, ihren Beginn als Schriftstellerin, über ihre Liebe zur Literatur, von Konzerten und den Banalitäten des Lebens. Ganz ehrlich: ich war skeptisch, denn viele Biografien, von Menschen, die vor ihrem Autor:innen-sein anders berühmt waren, sind oft nicht gut geschrieben oder sehr egozentrisch oder sehr unreflektiert (im schlimmsten Fall alles zusammen). Hier ist dem nicht so. Pektović hat ein großes Talent zu schreiben. Ihre Beobachtungen sind feinfühlig, klug und unterhaltsam. Sie ist unglaublich selbst-reflektiert, ironisch und witzig und nimmt sich auch mal gerne selbst aufs Korn. Sie findet oft wunderschöne Worte und Perspektiven auf den Tennis aber auch auf das alltägliche Leben und Gefühle, die wir alle kennen. Ihre Beschreibungen von Tennis und was der Sport ihr abverlangt waren interessant, spannend und auch tragisch zu lesen. Ihre Beschreibungen von Freundschaften (zb im Kapitel “Danica”) oder das Kapitel “Best Day ever”, wo es ausschließlich um ihre Beziehung zu Literatur und ihre liebsten Autor:innen geht, haben mir wahnsinnig viel Freude bereitet. Ich bin an Tennis interessiert, aber dieses Buch ist kein Buch nur für Tennisfans. Ganz und gar nicht. Normalerweise mag ich Sammlungen von x (Erzählungen, Essays, Kurzgeschichten) nicht so gerne, aber hier hat es super funktioniert. Andreas Erzählungen sind voneinander losgelöst schon klasse, zusammen ergeben sie ein Mosaik eines ja, sehr einzigartigen Lebens, das aber dennoch geleitet wird von Gefühlen, Wünschen, Ängsten und geprägt ist von Erfolg, Verlust, Liebe, Einsamkeit und Freundschaft auf die Art und Weise, wie wir es alle kennen. Eine Leseempfehlung!
Ich bin tatsächlich über den Podcast Sunset Club auf die aufmerksam geworden. Ich war beeindruckt, wie besonders sie mit Worten umgehen kann und welche klugen Gedanken sie teilt. Deswegen war ich motiviert das Buch zu lesen und wurde nicht enttäuscht. Das ist viel mehr als eine Autobiographie und hat auf jeden Fall Freude gemacht.