Die Novellen Hadlaub, Der Narr auf Manegg und Der Landvogt von Greifensee erschienen zwischen November 1876 und April 1877 als Vorabdruck in der Zeitschrift Deutsche Rundschau und bildeten den ersten Band der 1877 erschienenen Zuricher Novellen. Der zweite Band enthielt das schon 17 Jahre zuvor erstmals veroffentlichte Fahnlein der sieben Aufrechten sowie als Neuerscheinung die Schlussnovelle Ursula. Der Zyklus wurde in den Gesammelten Werken von 1889 in einem Band vereinigt. Die Rahmennovelle bindet in der Erzahlung eines alten Onkels, der seinem gelehrigen Neffen die alte (bessere) Zeit veranschaulichen will, die ersten drei Novellen aneinander. Der heranwachsende Jacques, der Ende der 1820er Jahre in Zurich lebt, ist beschaftigt mit dem Gedanken, wie er ein Original, den Vorfahren gleich, in seiner Zeit werden konne. Da trifft er auf einer besinnlichen Wanderung seinen Onkel in einer Gruppe von Constafflern, die gerade ihr jahrliches Morserschiessen feiern. Der Onkel, der die Bedruckung des Jungen erahnt, widmet ihm sogleich und fortan immer wieder etwas Zeit, um ihm Geschichten aus dem alten Zurich zu erzahlen und die wahren Originalmenschen von den Nachahmern und Angebern zu scheiden. Originaltext
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Züricher Novellen
von Gottfried Keller
Die Novellen Hadlaub, Der Narr auf Manegg und Der Landvogt von Greifensee erschienen zwischen November 1876 und April 1877 als Vorabdruck in der Zeitschrift Deutsche Rundschau und bildeten den ersten Band der 1877 erschienenen Zuricher Novellen. Der zweite Band enthielt das schon 17 Jahre zuvor erstmals veroffentlichte Fahnlein der sieben Aufrechten sowie als Neuerscheinung die Schlussnovelle Ursula. Der Zyklus wurde in den Gesammelten Werken von 1889 in einem Band vereinigt. Die Rahmennovelle bindet in der Erzahlung eines alten Onkels, der seinem gelehrigen Neffen die alte (bessere) Zeit veranschaulichen will, die ersten drei Novellen aneinander. Der heranwachsende Jacques, der Ende der 1820er Jahre in Zurich lebt, ist beschaftigt mit dem Gedanken, wie er ein Original, den Vorfahren gleich, in seiner Zeit werden konne. Da trifft er auf einer besinnlichen Wanderung seinen Onkel in einer Gruppe von Constafflern, die gerade ihr jahrliches Morserschiessen feiern. Der Onkel, der die Bedruckung des Jungen erahnt, widmet ihm sogleich und fortan immer wieder etwas Zeit, um ihm Geschichten aus dem alten Zurich zu erzahlen und die wahren Originalmenschen von den Nachahmern und Angebern zu scheiden. Originaltext
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