Wie viele junge Mädchen ist Katriona klug, neugierig und zukunftsfroh. Wie immer mehr Mädchen wächst sie in Armut auf. »Hosenpisserin« wird sie in der Grundschule von ihren Klassenkameradinnen genannt. Weil sie stinkt. Weil es bei ihr zu Hause keine Seife und keine Handtücher gibt. Armut beschämt und macht einsam. Und Armut bedeutet auch Armut an Sicherheit. Mit fünfzehn wird Katrina schwanger und obdachlos. Mit der Hilfe von zwei Lehrerinnen und einem Sozialarbeiter schafft sie dennoch den Aufstieg von ganz unten. Heute ist sie eine vielfach ausgezeichnete Psychologin und Aktivistin. »Working Class Girl« erzählt davon, was es bedeutet, alltäglich in existenzieller Armut zu leben. Und von unbedingter Solidarität und Hoffnung.
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Working Class Girl
von Katriona O'Sullivan, Sylvia Spatz
Wie viele junge Mädchen ist Katriona klug, neugierig und zukunftsfroh. Wie immer mehr Mädchen wächst sie in Armut auf. »Hosenpisserin« wird sie in der Grundschule von ihren Klassenkameradinnen genannt. Weil sie stinkt. Weil es bei ihr zu Hause keine Seife und keine Handtücher gibt. Armut beschämt und macht einsam. Und Armut bedeutet auch Armut an Sicherheit. Mit fünfzehn wird Katrina schwanger und obdachlos. Mit der Hilfe von zwei Lehrerinnen und einem Sozialarbeiter schafft sie dennoch den Aufstieg von ganz unten. Heute ist sie eine vielfach ausgezeichnete Psychologin und Aktivistin. »Working Class Girl« erzählt davon, was es bedeutet, alltäglich in existenzieller Armut zu leben. Und von unbedingter Solidarität und Hoffnung.
Aktuelle Rezensionen(13)
Das Buch ist harter Tobak. Mich ließ es mit der Frage zurück, warum (Achtung Spoiler) sie bis zum Schluss nicht den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen hat. Auch mit Hinblick ihrer Berufswahl als Psychologin. Aber das ist meine Meinung.
Working Class Girl ist keine klassische „vom Tellerwäscher zum Millionär“ Geschichte. Katriona O’Sullivan nimmt uns mit in ihr Leben. Sie erzählt von einer Kindheit, geprägt von Armut, Sucht, Vernachlässigung und sozialer Ausgrenzung - sie öffnet den Blick für die unsichtbaren Folgen von Armut. Dabei zeigt sie eindrücklich, wie tief soziale Ungleichheit in Biografien eingreift und wie schwer es ist, den eigenen Umständen zu entkommen. Sie romantisiert ihren Bildungsaufstieg nicht, sondern macht deutlich, dass Erfolg nie allein das Ergebnis von Fleiß ist. Immer wieder wird sichtbar, welche Rolle Zufälle, unterstützende Menschen und strukturelle Bedingungen spielen. Die geschilderten Erfahrungen von Armut, Gewalt und Scham gehen nahe, machen nachdenklich und manchmal auch wütend, weil sie zeigen, wie oft gesellschaftliche Systeme diejenigen im Stich lassen, die ohnehin mit den schlechtesten Voraussetzungen starten. Und trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen und nimmt, aller Zweifel zum Trotz, eine Hürde nach der anderen. Das Leben von Katriona O’Sullivan erinnert uns daran, dass nicht alle mit denselben Voraussetzungen ins Leben starten. Checkt eure Privilegien! Gibt denen eine Stimme die nicht gehört werden! Hört den Geschichten zuzuhören, die oft übersehen werden!
Eine so wichtige, ehrliche und schonungslose Erzählung der Autorin über ihr eigenes Leben. Der Epilog ist ein Appell an die Gesellschaft, die Politik und das Bildungssystem. Das Buch selbst gibt einen Blick auf Armut und alles was damit zusammenhängt, wie ich es selten erlebt habe. Aber: Triggerwarnung u.a. s*xuelle G*walt (steht nicht im Buch)
Das Buch lässt einen ohne Worte zurück. Ich habe selten ein Buch so schnell gelesen. Ein absolutes Jahres Highlight. Es zeigt sehr schmerzhaft die Probleme bitterer Armut auf und schafft Sichtbarkeit für dieses Thema und Menschen, die in unserer Gesellschaft leider immer noch so sehr benachteiligt und ausgegrenzt werden. Keine leichte Kost, aber so wichtig zu lesen. Eine Empfehlung für absolut jeden.
Puh! Was für euch Buch...sehr berührend, manche Schilderungen haben mich echt sprachlos zurück geleassen...ein großartiges Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann!