Wolke Sieben ganz nah
von Kirsty Greenwood
Mit 27 Jahren in ihrem leicht peinlichen Nachthemd an einem Mikrowellen-Burger zu ersticken, stand definitiv nicht auf Delphi Bookhams To-do-Liste. Trotzdem findet sich die Londonerin genau auf diese Weise im Nachleben wieder – das leider ganz und gar nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt hatte.Nichts scheint im Jenseits so richtig zu funktionieren, angefangen bei der verkratzten VHS-Kassette, auf der Delphi sich die High- und Lowlights ihres Lebens anschauen soll. Doch dann steht sie plötzlich dem attraktivsten Mann gegenüber, dem sie je begegnet ist. Als sein umwerfendes Lächeln sie gerade für alles zu entschädigen scheint, wird der Fremde jedoch mit dem Kommentar »großer Fehler« auf die Erde zurückgeschickt! Anders als in ihrem irdischen Dasein ist Delphi diesmal aber nicht bereit, sich einfach so mit ihrem Pech abzufinden …
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Wolke Sieben ganz nah
von Kirsty Greenwood
Mit 27 Jahren in ihrem leicht peinlichen Nachthemd an einem Mikrowellen-Burger zu ersticken, stand definitiv nicht auf Delphi Bookhams To-do-Liste. Trotzdem findet sich die Londonerin genau auf diese Weise im Nachleben wieder – das leider ganz und gar nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt hatte.Nichts scheint im Jenseits so richtig zu funktionieren, angefangen bei der verkratzten VHS-Kassette, auf der Delphi sich die High- und Lowlights ihres Lebens anschauen soll. Doch dann steht sie plötzlich dem attraktivsten Mann gegenüber, dem sie je begegnet ist. Als sein umwerfendes Lächeln sie gerade für alles zu entschädigen scheint, wird der Fremde jedoch mit dem Kommentar »großer Fehler« auf die Erde zurückgeschickt! Anders als in ihrem irdischen Dasein ist Delphi diesmal aber nicht bereit, sich einfach so mit ihrem Pech abzufinden …
Aktuelle Rezensionen(15)
Wenn ein Mikrowellen-Burger dich daran erinnert, was du im Leben versäumt hast Mit 27 Jahren in einem leicht peinlichen Nachthemd an einem Mikrowellen-Burger zu ersticken, stand definitiv nicht auf Delphi Bookhams Plan. Trotzdem findet sich die Londonerin genau auf diese Weise plötzlich im Jenseits wieder – das leider ganz und gar nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt hatte. Nichts funktioniert hier richtig. Angefangen bei der verkratzten VHS-Kassette, auf der Delphi sich die High- und Lowlights ihres Lebens anschauen soll, bis zu den seltsamen himmlischen Bürokratien, die alles komplizierter machen, als es sein müsste. Doch dann steht Delphi plötzlich dem attraktivsten Mann gegenüber, dem sie je begegnet ist. Sein umwerfendes Lächeln scheint sie für alles zu entschädigen, was sie hier oben durchmachen muss. Da kommt der Schock: Der Fremde wird mit dem Kommentar „großer Fehler“ auf die Erde zurückgeschickt. Ist das wirklich das Ende? Nicht mit Delphi! Anders als in ihrem irdischen Dasein ist sie diesmal nicht bereit, sich einfach so mit ihrem Pech abzufinden. Sie macht sich auf die wahnwitzige Mission, die Liebe ihres Lebens wiederzufinden, auch wenn sie selbst gar nicht mehr am Leben ist. Das ist für mich das absolute Herzstück dieses Buches und der Grund, warum ich es so hoch bewerte: die tiefere Botschaft. „Wolke Sieben ganz nah“ sieht auf den ersten Blick aus wie eine leichte, witzige RomCom mit einem skurrilen Jenseits-Setting. Aber unter der humorvollen Oberfläche steckt eine wirklich kluge Reflexion über das Leben, das wir führen, und darüber, was wir alles versäumen, weil wir glauben, später noch genug Zeit zu haben. Delphi sitzt im Jenseits vor ihrer verkratzten VHS-Kassette mit den High- und Lowlights ihres Lebens und muss erkennen, dass dieses Leben anders war, als sie es sich erträumt hat. Sie hat sich klein gemacht, hat Chancen verpasst, hat sich nicht getraut, hat die wirklich wichtigen Momente verschoben. Genau das ist der Stachel des Buches. Kirsty Greenwood stellt uns als Leser:innen die Frage: Wenn du jetzt sterben würdest, was bliebst du dir schuldig? Was hättest du gerne anders gemacht? Wonach lohnt es sich, im Leben zu suchen? Was Kirsty Greenwood besonders gut macht: Sie verpackt diese Botschaft nicht in einen moralischen Zeigefinger. Sie lässt Delphi die Erkenntnisse selbst durchleben – chaotisch, mit Humor, mit kleinen und großen Pannen, mit echten Gefühlen. Genau dadurch wirkt die Botschaft umso stärker. Du lachst auf einer Seite über eine absurde Jenseits-Szene, und im nächsten Moment trifft dich ein Satz mitten ins Herz, weil du erkennst: So sehe ich es auch in meinem Leben. Diese Balance aus Komödie und ernsthafter Reflexion ist hochgradig kunstvoll. Greenwood schafft es, dass man als Leser:in nie das Gefühl hat, belehrt zu werden, und gleichzeitig nach dem Zuklappen des Buches eine Weile braucht, um sich zu sammeln. Wer schon „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig oder „Vielleicht solltest du mit jemandem reden“ von Lori Gottlieb gelesen hat: „Wolke Sieben ganz nah“ trifft eine ähnliche Note, nur eingebettet in eine leichte, charmante RomCom. Delphi Bookham ist eine wirklich liebenswerte, nahbare Hauptfigur. Sie ist keine perfekte Romance-Heldin, kein glänzender, durchstrukturierter Karriere-Charakter, sondern eine ganz normale Frau Ende 20, die mit dem Leben hadert. Sie hat sich klein gemacht. Sie hat sich anderen Menschen unterworfen. Sie hat sich nicht getraut, das zu fordern, was sie eigentlich wollte. Genau diese Verletzlichkeit macht sie so realistisch. Was ich besonders schätze: Delphi entwickelt sich. Sie wächst durch ihr Erlebnis im Jenseits, wird mutiger, klarer, selbstbewusster. Diese Charakterentwicklung ist das, was viele RomComs nicht haben – einen echten Bogen, der die Hauptfigur nicht nur in eine Beziehung führt, sondern auch zu sich selbst. Greenwood zeigt: Romantische Komödie muss nicht oberflächlich sein. Sie kann gleichzeitig eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über Selbstfindung und Selbstwert sein. Das ist Kirsty Greenwoods großer Coup: ein Jenseits, das alles andere als perfekt ist. Vergiss die wolkigen Idyllen, die strahlenden Engel, die heilige Ruhe. Greenwoods Jenseits ist absurder Behörden-Wahnsinn mit VHS-Kassetten, kafkaesken Strukturen und überforderten Sachbearbeiter:innen. Diese Idee ist genial, denn sie spiegelt unser irdisches Leben auf humorvolle Weise – nichts läuft je so glatt, wie wir es erwarten. Die VHS-Kassette als zentrales Symbol ist besonders schön gewählt. Sie steht für das verzerrte, unvollkommene Bild, das wir von unserem eigenen Leben haben – mal scharf, mal verzerrt, mal zerkratzt, mit Aussetzern an wichtigen Stellen. Dass Delphi sich ihr Leben in dieser Form ansehen muss, ist erzählerisch und symbolisch eine wunderbare Idee. Es macht das Buch zu mehr als nur einer Romance, nämlich zu einer Reflexion darüber, wie wir unsere eigene Geschichte sehen und welche Teile davon wir vermutlich anders erinnern würden. Natürlich ist „Wolke Sieben ganz nah“ auch eine Liebesgeschichte, und zwar eine charmante. Der Liebesinteresse, mit dem Delphi im Jenseits zusammentrifft und der dann „aus Versehen“ zurück auf die Erde geschickt wird, ist liebenswert gezeichnet. Die Spannung zwischen den beiden – sie tot, er lebendig, eine Liebe, die so eigentlich nicht möglich sein sollte – ist eine clevere Variante des Forbidden-Love-Tropes. Was besonders schön ist: Die Liebesgeschichte ist nicht der einzige Inhalt des Buches. Greenwood baut sie organisch in Delphis größere Suche nach dem, was im Leben zählt, ein. Die Liebe ist ein Teil davon, aber nicht alles. Genau diese Balance macht das Buch zu mehr als nur einer 08/15-Romance. Es ist eine Geschichte über die ganze Bandbreite dessen, was menschliche Erfahrung ausmacht – Freundschaft, Familie, Selbstfindung, Verlust und ja, auch Liebe. Kirsty Greenwood schreibt witzig, warm und mit einem feinen Gespür für Dialoge. Ihr Humor ist clever, nicht plump – er kommt aus den Situationen und den Persönlichkeiten der Figuren, nicht aus billigen Witzen. Man merkt, dass Greenwood eine erfahrene Autorin ist (sie war Lektorin, bevor sie selbst zu schreiben begann). Die Sätze sitzen, die Pointen treffen, das Tempo stimmt. Was mich besonders berührt hat: Greenwoods Fähigkeit, ohne Übergang von Komödie zu echter Emotion zu wechseln. Eine Seite lachst du laut, die nächste Seite hast du Tränen in den Augen. Das ist eine Kunst, die nur wenige Autor:innen wirklich beherrschen. Mhairi McFarlanes Lob „Kirstys Roman ist wie ein kluger und witziger Traum“ trifft es perfekt. Die deutsche Übersetzung von Maike Hallmann fängt diese Tonalität sehr gut ein. Auf dem Cover steht ein Lob von Colleen Hoover („Dieses Buch hat alles. Kirsty Greenwood hat einen neuen Fan.“). Diese Empfehlung passt, und gleichzeitig nicht ganz. Wer Hoover-Fans nach hochemotionalen Drama-Romances sucht, wird hier eine wesentlich leichtere, witzigere Variante finden. Wer Hoover-Bücher liebt, weil sie zum Nachdenken anregen und echte Themen behandeln, ist hier richtig. Greenwood ist Hoover light, aber mit eigener, sehr britischer Note. Der Vergleich mit Emily Henry, Elena Armas, Ali Hazelwood und Mhairi McFarlane (laut Klappentext) ist da treffender. Diese vier Stimmen schreiben witzige RomComs mit emotionaler Substanz – genau in diese Liga gehört auch Greenwood. Volle 5 Sterne von mir, und das aus mehreren Gründen. Erstens: Die Botschaft des Buches hat mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich in meinem eigenen Leben aufschiebe, welche Träume ich verschwende, weil ich glaube, später noch genug Zeit zu haben. Wenn ein Buch das schafft, ist es viel mehr als nur Unterhaltung, es wirkt nach. Zweitens: Die Balance aus Humor und Tiefe ist meisterhaft. Drittens: Delphi ist eine Hauptfigur, die ich nicht so schnell vergessen werde. Und viertens: Greenwoods Stimme ist erfrischend, modern und gleichzeitig zeitlos. Das ist ein Buch, das man verschenken kann, das man weiterempfehlen will, das man auch in fünf Jahren noch gerne in die Hand nimmt. Mein Fazit: „Wolke Sieben ganz nah“ ist genau die Art Roman, die ich am liebsten lese – einer, der unterhaltend ist und gleichzeitig etwas Wichtiges zu sagen hat. Kirsty Greenwood schafft mit ihrer Mischung aus Komödie, Romance und ernsthafter Reflexion ein Buch, das man nicht nur verschlingt, sondern auch noch lange im Kopf trägt. Wer denkt, RomComs seien oberflächlich, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen – Greenwood beweist das Gegenteil. „Wolke Sieben ganz nah“ ist mehr als eine RomCom. Es ist ein Buch über die Frage, was im Leben wirklich zählt. Ein Buch zum Verschenken, zum Wiederlesen und für Momente, in denen man eine tröstliche, kluge, humorvolle Stimme braucht.
Ein Mega Buch, toll geschrieben. Unerwartete Wendungen. Hat eine Menge Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und zum Nachdenken angeregt.
Wirklich süße Story Ich war angetan vom Rückseitentext und dachte “ hey das klingt ganz witzig und wird dir den einen oder anderen Schmunzler sorgen” und genau so war es auch… die Charakter sind wirklich sympathisch und man fiebert direkt mit Delphie mit. Am Ende losen sich noch so ein paar kleine Unvorhergesehene Dinge auf und man erwischt sich beim schmunzeln, lachen und mitfiebern. Alles in allem eine wirklich tolle Geschichte, die nicht zu langgezogen wird aber es hätte fast noch sein dürfen. 5/5 ⭐️
Super lustiges, romantisches Buch, welches aber auch mitfühlen lässt.🥰
Das Buch ist von vorne bis hinten sehr unterhaltsam. Es beginnt direkt damit, dass Delphi an einem Biss ihres Mikrowellenburgers erstickt. Tja und nach einem kurzen Abstecher im Jenseits darf sie zurück ins Leben, hat jedoch eine Aufgabe zu bewältigen, die sie mehr als einmal aus ihrer Komfortzone zieht. Was ich sehr mag ist, dass es in der Geschichte immer vorangeht, was auch daran liegt, das Delphi nur zehn Tage hat, um quasi zu überleben. So steht sie ständig unter Strom und erlebt Dinge, die sie noch nie erlebt hat und tritt auch in das ein odere andere Fettnäpchen. Sie macht eine charakterliche Entwicklung durch und ich mochte sie unglaublich gerne. Denn obwohl sie immer recht zurückhaltend war und ihr eigenes Ding gemacht hat, ist sie nicht auf den Mund gefallen. In manchen Situationen und Gedankengängen habe ich mich sehr stark wiedergefunden. Aber natürlich darf die Romanze nicht fehlen, schließlich ist sie auf der Suche nach dem EINEN! Auch das hat sich toll entwickelt. Es war romantisch, witzig und die Wendung am Ende hat mich zum Luft anhalten und Weinen gebracht.