Saša Stanišićs erstes Kinderbuch erzählt von der Angst und macht Mut Ein Ferienlager tief im Wald. Das ewige Wandern, das Braten von Folienkartoffeln, das Sirren von Mücken. Heranwachsende, ein paar Tage aufeinander und auf die Natur losgelassen, lose von einigen mehr oder weniger motivierten Betreuern begleitet. Zwei Klassenkameraden, Außenseiter, versuchen die unliebsamen Aktivitäten und Gruppenzwänge auszuhalten. Einen der beiden, Jörg, trifft es hart - er wird unter Druck gesetzt, erniedrigt, wird andersiger gemacht. Der andere beobachtet die Übergriffe bloß, aus Angst, selbst Opfer zu werden. Als die Situation zu eskalieren droht, taucht auch noch der Wolf auf. Ein Alptraum bloß? Oder eine Aufforderung, sich dem Alptraum der Wirklichkeit zu stellen und mutig zu sein: für sich und andere? WOLF ist ein meisterhaft beobachtender Kinderroman darüber, wie schmal der Grat zwischen Anderssein und Ausgrenzung ist. thematisiert Mobbing unter Jugendlichen ein Buch über Freundschaft, Empathie und Charakterbildung grandios erzählt vom vielfach preisgekrönten Bestseller-Autor Saša Stanišić Die digitale Ausgabe von »Wolf« ist ausschließlich als Fixed Format verfügbar und eignet sich deshalb nur für Tablets und Smartphone-Apps.
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Wolf
von Saša Stanišić
Saša Stanišićs erstes Kinderbuch erzählt von der Angst und macht Mut Ein Ferienlager tief im Wald. Das ewige Wandern, das Braten von Folienkartoffeln, das Sirren von Mücken. Heranwachsende, ein paar Tage aufeinander und auf die Natur losgelassen, lose von einigen mehr oder weniger motivierten Betreuern begleitet. Zwei Klassenkameraden, Außenseiter, versuchen die unliebsamen Aktivitäten und Gruppenzwänge auszuhalten. Einen der beiden, Jörg, trifft es hart - er wird unter Druck gesetzt, erniedrigt, wird andersiger gemacht. Der andere beobachtet die Übergriffe bloß, aus Angst, selbst Opfer zu werden. Als die Situation zu eskalieren droht, taucht auch noch der Wolf auf. Ein Alptraum bloß? Oder eine Aufforderung, sich dem Alptraum der Wirklichkeit zu stellen und mutig zu sein: für sich und andere? WOLF ist ein meisterhaft beobachtender Kinderroman darüber, wie schmal der Grat zwischen Anderssein und Ausgrenzung ist. thematisiert Mobbing unter Jugendlichen ein Buch über Freundschaft, Empathie und Charakterbildung grandios erzählt vom vielfach preisgekrönten Bestseller-Autor Saša Stanišić Die digitale Ausgabe von »Wolf« ist ausschließlich als Fixed Format verfügbar und eignet sich deshalb nur für Tablets und Smartphone-Apps.
Aktuelle Rezensionen(3)
Eine Freundin hatte mir das Buch empfohlen und so bin ich relativ blind in die Geschichte eingetaucht. Es geht um einen Jungen, der gezwungen ist, auf ein Ferienlager zu fahren. Er hat eigentlich null Bock, muss jetzt aber irgendwie diese eine Woche überleben. Die Charaktere, auf die er trifft, sich richtige Typen; sehr dreidimensional und bleiben im Kopf. Der Schreibstil ist erfrischend kindlich, aber auf seine Art und Weise auch schon erwachsen und super lustig. Und die Zeichnungen machen das Erlebnis komplett und helfen, sich in das Ferienlager reinzudenken. Es geht um Selbstfindung, Angst und den Mut, über sich hinauszuwachsen. Ich empfehle das Buch ab 10/11 Jahren – aber ganz ehrlich: auch Erwachsene kommen hier auf ihre Kosten! Und wer oder was der Wolf ist, müsst ihr selbst herausfinden...
In gewohnter Fabulierfreude gelingt Stanišić ein toller Roman für Tweens über Mobbing, sich „andersig“ fühlen und die Tendenz von Erwachsenen, es gut zu meinen, es aber nicht gut zu machen. (Lieblingsstelle: wenn Jörg berichtet, wie die Ferienlagererwachsenen auf sein Problem reagiert haben). Der Text ist lustig, verständnisvoll, liebenswert. Die Worte glitzern, die Bilder glänzen. „Hallo, Koch“, sage ich. „Hallo, Dickkopf“‘ sagt der Koch. „Ist es sehr schlimm?“, frage ich. „Was verstehst du unter sehr schlimm?“, antwortet der Koch. „Dass du nicht kochen kannst?“ „Nicht Arbeiten können ist nicht schlimm“, sagt der Koch. „Schlimm ist, arbeiten zu müssen, obwohl etwas schlimm ist. Abhängig sein von der Arbeit, verstehst du?“ „Kapitalismus“, sage ich, weil ich weiß, dass Erwachsene das gerne sagen, wenn sie nicht einverstanden sind, wie Dinge laufen. „Kapitalismus“, sagt der Koch und kotzt.
Eine Sommerfreizeit im Wald; ein Protagonist, der keine Lust darauf hat; eine Gruppe Vorpubertierender - und eine klassische Mobbingsituation. Weil Jörg einfach anders ist, oder eben „anderssig“ gemacht wird von den anderen. Saša Stanišić hat ein Jugendbuch geschrieben, dessen Plot schon in vielen anderen Jugendbüchern so oder so ähnlich geschieht. Gleichzeitig ist es ein einziges, ganz besonderes und besonders anrührendes Buch: Weil es mit dem unvergleichlichen Sprachgefühl des Autors gesegnet ist, weil es von dessen eigenen Erfahrungen geprägt ist und sich dem Thema ernsthaft annimmt, ohne dabei erdrückend zu sein. In der Leserin rührt es unweigerlich auch an eigene Erinnerungen und Erfahrungen aus dieser Zeit: Die Erfahrung, bei Mobbing tatenlos danebenzustehen, ist wohl noch häufiger als die des Täter- oder Opferseins. Für eine Leserin, die im Erwachsenenleben Vorpubertierende auf Sommerfreizeiten begleitet, ist diese Geschichte gleich doppelt relevant. Zukünftige Pflichtlektüre in der JuLeiCa-Ausbildung? Ich habe das Buch übrigens gehört statt es zu lesen - es hätte sicher auch anders Spaß gemacht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine schönere Art gibt als sich das Buch von Stanišić selbst vorlesen zu lassen.