Empfehlungen basierend auf "Wodurch Bilder wirken. Psychologie der Kunst (NA)"
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von unknown author
Die zahlreichen Briefe Vincent van Goghs, insbesondere an seinen Bruder Theo, aber auch an Künstlerfreunde wie Paul Gauguin, Paul Signac oder Émile Bernard zeigen den Maler als Autor, der wie kaum ein anderer die Besonderheit und eigenwillige Schönheit seiner Gemälde zu beschreiben wusste. Er beschreibt nicht nur seine Arbeit als Künstler, die Suche nach neuen Motiven, sondern auch seine Auffassungen von Kunst und künstlerischen Fragestellungen.Dieser Band versammelt die schönsten Briefpassagen und Bildbeschreibungen, stellt sie den darin beschriebenen Werken gegenüber und präsentiert den wohl prominentesten Maler der Moderne als ebenso begabten Sprachkünstler. Ein kenntnisreiches Nachwort der Herausgeber rundet den Band ab.
von Armin Hofmann
Mit einem Essay von Steven HellerArmin Hofmann ist eine Pionierfigur des Schweizer Grafik Design. 1946 nahm er seine langjährige Lehrtätigkeit an der Basler Gewerbeschule auf und entwickelte - später in vitalem Dialog mit Wolfgang Weingart - eine pädagogische Befähigung, die höchste Anerkennung fand die Landschaft des internationalen Grafik Design nachhaltig veränderte. Poster Collection 07 kann durchaus als längst fällige Monographie Hofmanns Werk verstanden werden. Das Buch enthält alle wichtigen Plakate, sowie einige Beispiele seiner bekanntesten Schüler.
von E.H. Gombrich
Das im Grunde schon über jedes Lob erhabene, 1950 erstmals erschienene Standardwerk zur Kunstgeschichte erscheint in der 16. Ausgabe. Die komplizierte Editionsgerschichte des vielübersetzten Werkes mit Direktübersetzungen der englischen Ausgabe ( BA 1/79, 382) und um deutsche Künstler ergänzte Ausgaben (eine solche wurde zuletzt besprochen: BA 4/87) führte zu einem Bruch in der Auflagenzählung. Hier handelt es sich um die neueste Ausgabe, 1995 im englischen Original erschienen, direkt (von Gombrich selbst) übersetzt, wobei die Ergänzungen der letztbesprochenen Ausgabe zum Teil wegfielen. Dies wird mehr als wettgemacht durch die Erweiterungen und Aktualisierungen im Text und in der Bibliographie und das weiter verbesserte und vergrößerte Bildmaterial (mehrere Ausklapptafeln). Wer es sich nur irgend leisten kann, sollte die Neuausgabe anschaffen, auf jeden Fall gehört eine nicht zu alte Ausgabe des Titels zum Grundbestand. (1 J,S).
von Henri Lefebvre
Die Rückseite unserer Geistes-, Kunst- und Kulturgeschichte, ihr geheimnisvolles Schattenreich wird von all jenen Kunstwerken bevölkert, die absichtlich oder aus Versehen, in Folge von Unfällen, Kriegen oder wegen ganz und gar individueller Krisen verloren oder zerstört wurden. Mit lakonischem Humor und in garantiert unvollständiger Aufzählung führt uns Henri Lefebvre durch die Galerien und Bibliotheken, die Konzert-, Theater- und Kinosäle, in die Arbeitszimmer entlang der Stapel verbrannter Briefe, verworfener Manuskripte, verschollener Werke, und alles Fehlende tritt uns in paradox lebendiger Präsenz vor Augen. Eine Eloge auf das einst Gewesene, nie Erreichte, Zensierte, Ausgemusterte oder brutal Vernichtete.
von Friedrich Dönhoff
»Das Publikum spürt, ob du wahrhaftig bist oder nicht, egal, ob du vor drei Menschen auftrittst oder vor tausend.«
von Aldo Rossi
Aldo Rossi verfolgte in seiner 1966 erschienen Publikation L’Architecttura della Città die städtebauliche Entstehung und Entwicklung der großen europäischen Metropolen und legte damit seine Theorie zum Umgang mit den historisch gewachsenen Strukturen dar. Die 1973 in der Reihe der Bauwelt Fundamente erstmals erschienene deutsche Ausgabe gehört bis heute zur Pflichtlektüre für Studierende, Architekten und an der Architektur Interessierte.
von Aldo Rossi
Aldo Rossi verfolgte in seiner 1966 erschienen Publikation L’Architecttura della Città die städtebauliche Entstehung und Entwicklung der großen europäischen Metropolen und legte damit seine Theorie zum Umgang mit den historisch gewachsenen Strukturen dar. Die 1973 in der Reihe der Bauwelt Fundamente erstmals erschienene deutsche Ausgabe gehört bis heute zur Pflichtlektüre für Studierende, Architekten und an der Architektur Interessierte.
von Hans Belting
Wo immer der Mensch im Bild erscheint, steht das Gesicht im Mittelpunkt. Gleichzeitig trotzt das Gesicht allen Versuchen, es auf Bilder festzulegen. Im Bild erstarrt es zur Maske, gegen die das lebendige Gesicht als Gegenspieler auftritt. Hans Belting erkundet diese Spannung in seiner grandiosen Geschichte des Gesichts - der ersten, die je geschrieben wurde. Sie beginnt bei den Masken der Steinzeit und endet bei den Gesichtern, die die modernen Massenmedien produzieren. In Theatermasken und der Mimik des Schauspielers, im europäischen Porträt und in der Fotografie, im Film und in der Gegenwartskunst entdeckt Belting die vielfältigen Versuche, sich des Gesichts zu bemächtigen, und deren permanentes Scheitern am Leben des Gesichts und des Selbst. Dieses Leben ist undarstellbar, bleibt gegen alle Normen und Klischees resistent und drängt doch immer wieder ins Bild. Selbst die Porträtkunst der europäischen Neuzeit hat am Ende oft nur Masken produziert. Und auch der Film, der das menschliche Gesicht in unvergleichlicher Intimität vorführte, scheiterte an seinem Anspruch, den Menschen zum ersten Mal wirklich ins Bild zu bringen. Beltings Buch ist voll von funkelnden Einsichten, mit denen es unsere gängigen Vorstellungen durchbricht. Es ist eine brillante Erkundung der Bilder, die sich die Menschen im Laufe der Geschichte von sich selbst gemacht haben.
von Philip Ursprung
Die Architektur der Gegenwart (1970 bis heute) lässt sich weder in Perioden einteilen noch unterschiedlichen nationalen Schulen zuordnen. Stattdessen geht Architekturfachmann Philip Ursprung ausgehend von einzelnen exemplarischen Bauten versiert und kenntnisreich auf die aktuellen Themen, Diskussionen und Herausforderungen ein. So entsteht ein faszinierendes Panorama der wichtigsten Positionen und Tendenzen, die sich in unserer gebauten Umwelt manifestieren – etwa in Werken von Herzog & de Meuron, Zaha Hadid, Renzo Piano oder Rem Kohlhaas.
von Hans Prinzhorn
Das erstmals 1922 im Verlag Julius Springer, Berlin, erschienene Werk "Bildnerei der Geisteskranken" von Hans Prinzhorn ist heute lAngst ein Klassiker. Entstanden sind diese Werke zwischen 1890 und 1920. Generell galten damals Bilder von Geisteskranken als erstaunliche, aber im Grunde unverstAndliche Hervorbringungen eines geistigen Totenreiches. FA1/4r Prinzhorn waren sie DurchbrA1/4che eines allgemein menschlichen Gestaltungsdranges, der den autistischen Abkapselungstendenzen der Geisteskrankheit entgegenwirkt. Prinzhorn war vor allem an den in den Bildwerken wirksamen formalen Gestaltungsprinzipien interessiert, z.B. an dem elementar sich durchsetzenden, A1/4berwuchernden SymbolbedA1/4rfnis der Kranken oder an ihren ornamentalen, iterierenden Ordnungstendenzen. Die unbestreitbare Kunstleistung mancher dieser Kranken hat ihn besonders beeindruckt und er hat es verstanden, ihre Leistungen durch seine vergleichende Methode dem Leser nahezubringen.