Witches, Bitches, It-Girls
von Rebekka Endler
In ihrem neuen Buch geht Bestsellerautorin Rebekka Endler den Ursachen des Patriarchats auf den Grund und untersucht misogyne Mythen, die bis heute unser Denken und Handeln bestimmen. Die Erklärung «Männer und Macht» greift aus ihrer Sicht viel zu kurz, und so fragt sie: Was bringt so viele Frauen dazu, auch heute noch von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen?  Was steckt hinter der Mommy-Blogger-Welle und welche Funktion haben Frauenbilder wie Zicken, Witches, Bitches und It-Girls?Indem sie sich mit der Kanonisierung in der Kunst beschäftigt und mit der Epoche der Romantik, mit sogenannten feministischen Wellen, Cancel Culture und Transfeindlichkeit, gelingt es ihr zu zeigen, dass es das Patriarchat wirklich gibt, wie wir alle Tag für Tag daran mitwirken, es am Laufen zu halten - und wie man es überwinden kann.  «Witches, Bitches, It-Girls» ist eine anekdotische Spurensuche, schlagfertig, kämpferisch und voll unerwarteter Erkenntnisse.
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Witches, Bitches, It-Girls
von Rebekka Endler
In ihrem neuen Buch geht Bestsellerautorin Rebekka Endler den Ursachen des Patriarchats auf den Grund und untersucht misogyne Mythen, die bis heute unser Denken und Handeln bestimmen. Die Erklärung «Männer und Macht» greift aus ihrer Sicht viel zu kurz, und so fragt sie: Was bringt so viele Frauen dazu, auch heute noch von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen?  Was steckt hinter der Mommy-Blogger-Welle und welche Funktion haben Frauenbilder wie Zicken, Witches, Bitches und It-Girls?Indem sie sich mit der Kanonisierung in der Kunst beschäftigt und mit der Epoche der Romantik, mit sogenannten feministischen Wellen, Cancel Culture und Transfeindlichkeit, gelingt es ihr zu zeigen, dass es das Patriarchat wirklich gibt, wie wir alle Tag für Tag daran mitwirken, es am Laufen zu halten - und wie man es überwinden kann.  «Witches, Bitches, It-Girls» ist eine anekdotische Spurensuche, schlagfertig, kämpferisch und voll unerwarteter Erkenntnisse.
Aktuelle Rezensionen(27)
Lesen, Verstehen, weiterempfehlen 🥳
Ein ganz schönes Brett muss ich sagen. Viele Dinge kannte ich so noch nicht, und sie waren super spannend! Große Empfehlung für alle, jedoch muss man sich Zeit nehmen
Ich erliege seit Jahrzehnten Irrglauben. Und bin damit nicht allein. Das Buch ist ein wirklich aufschlussreiches Werk zu den Themen Feminismus, Rassismus und generelle Unterdrückung - nicht nur von Minderheiten. Es ist vollgepackt mit Referenzen, Einzel- und Massenschicksalen, mit Berichten über Erfolg und Misserfolg im Wandel und Fortschritt. Was alles schon erreicht wurde und was dafür geopfert werden musste. Es werden Zusammenhänge erläutert und warum wir so ticken wie wir ticken. Aber die wohl wichtigste Aussage des Buches ist jene, dass wir uns weder auf den Erfolgen ausruhen können, noch dass wir diese als gesichert verstehen dürfen, sondern auch viel Kraft in deren Verteidigung stecken müssen. Die Autorin Rebekka Endler bemüht sich sehr, eine objektive Sichtweise an den Tag zu legen und dabei nicht anklagend von oben herab zu belehren. Sie ist sich nicht zu schade, auch über eigene falsche Narrative etc. zu sprechen. Das macht sie sehr menschlich und die ganze Thematik nahbarer - und das ist sehr wichtig. Das Buch soll nicht radikalisieren. Es leistet einen umfassenden Aufklärungsjob und lässt dabei offen, was die Leser:innen mit ihrem neu gewonnenen Wissen machen. Allein weil die Thematiken so unglaublich wichtig sind und essenziell für unseren gesellschafltichen Fortschritt, ist dieses Buch, ein Must-Read. Ich habe das Buch nach dem Beenden direkt wieder auf meinen SuB gelegt, damit ich es nochmal lesen werde, weitere Anmerkungen und Annotations mache und alles erneut aufarbeitet, mich weiter informiere. Und allem voran: mich weiter themenübergreifend sensibilisiere. Mein Review ist an und für sich hier bereits zu Ende. Im folgenden möchte ich tatsächlich meine ganz persönlichen Ansichten und Erlebnisse beim Lesen dieses Buches teilen. Ich erachtete mich als weitestgehend aufgeklärt, respektvoll und offen für (fast) alle Ideologien - und ich wurde auch anscheinend von vielen Narrativen verschont, da ich mein ganzes Leben schon quasi keine Unterhaltung (Filme, Serien, etc.) konsumiere und seit Jahren absichtlich wenige Medien verfolge (nennt es meinetwegen „Diät“ vom Klickbait, Sensationsgeilheit und gefährlichem Halbwissen). Mein Fokus liegt schon lange darauf, meine Meinung nur dann kund zu tun, wenn ich mich mit dem Thema ausreichend auskenne, d.h. Ich mache mich mit Themen im Eigenstudium bekannt, um mir objektiv eine Meinung bilden zu können. Ich vertrete den Standpunkt, dass Aussagen und Meinungen aus dem Bauch heraus getroffen, gefährlich sein können. Wie auch immer, durch meine Abwesenheit in der medialen Blase habe ich natürlich auch alles andere verpasst und nicht nur die Sensationsmedien und den 5-minute-fame. Normalerweise kann ich damit ganz gut leben, aber Dank „Witches, Bitches, It-Girls“ wird mir schmerzhaft bewusst, wovor ich unwissentlich, aber dennoch absichtlich, die Augen verschlossen habe. Ganz besonders schockte es mich, wie stark die Patriachatpropaganda immer noch in der Wissenschaft vertreten ist - und damit meine ich vor allem in unseren „emanzipierten Ländern“, was ich in diesem Ausmaß nicht erwartet habe. Nicht falsch verstehen, ich bin (hoffentlich) nicht naiv. Allein, dass den meisten innerhalb von 2 Sekunden/spontan nur Marie Curie einfällt, wenn (bedeutende) Wissenschaftlerinnen genannt werden sollen, spricht schon Bände. Ich glaube, das schockierendste Beispiel ist die griechische Mythologie - bei der ich dachte, mich recht gut auszukennen. Die Misogynie ist offensichtlich, aber Beschönigungen und Verharmlosungen in den Übersetzungen haben mich unerwartet überrascht. Z.B. dass von „unfreien Menschen“ anstatt von „Sklaven“ gesprochen wird. Ersteres lässt sich auch als „Diener“ interpretieren, was natürlich eine ganz andere Ausstrahlung als „Sklave“ hat. Oder dass der griechischen Sagenfigur Medea Gräueltaten angedichtet wurden, die im Original keine Erwähnung finden. Irgendwie ging ich davon aus, dass mehr oder weniger regelmäßig die Übersetzungen überprüft und in moderne Worte umgesetzt werden - und damit meine ich, dass wirklich das Original neu übersetzt wird und nicht eine bereits vorhandene Übersetzung nur überarbeitet. Wieder was gelernt. Auch spannend fand ich den Abschnitt mit den Homo Sapiens und Neandertalern - insbesondere die stark verbreiteten, aber wissenschaftlich völlig falschen Bilder bei den Rollenverteilungen: Das Jagen sei den Männern vorbehalten gewesen, etc. Es ist der Wahnsinn wie doch die Rollenvorstellungen der damaligen Forscher ihre Ergebnisse beeinflusst haben (gut, das Konzept und die Problematik von Projektionen sind per se in der Forschung nicht neu) und was es eigentlich für ein Kraftakt ist, einen bereits vorhandenen „Schaden“ wieder zu beheben, weil Richtigstellungen sich selten wirtschaftlich vermarkten lassen… Außerdem war mir nicht der anscheinende Zusammenhang zwischen dem Rechtsruck/der allgemeinen rechten Radikalisierung, den/die wir national und international derzeit erleben, und dem Bedienen der Bestrebung bzw. dem Wunsch nach „Normalität“ und „Sicherheit“. Also, vielleicht habe ich das schon im Ansatz vorher erkannt, aber das Ausmaß ließ mich dann doch schlucken.
Das Buch ist toll geschrieben und gut unterteilt. Durch die vielen Fachausdrücke und unzähligen Beispiele ist es manches Mal etwas anstrengend zu lesen und schwierig sich alles zu merken. Aber alles in allem lohnt es sich es zu lesen!
Alle müssen das Lesen!!