Empfehlungen basierend auf "Wir Kinder Vom Bahnhof Zoo"

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von Janet Frame

Autobiografischer Roman über Kindheit und Jugend der neuseeländischen Autorin (1924-2004), die von tragischen Familienereignissen und einem jahrelangen Aufenthalt in der Psychiatrie geprägt war.

von Martin Pistorius

Gefangen im eigenen KörperMartin Pistorius war gerade zwölf geworden, als eine rätselhafte Erkrankung ihn seines bisherigen Lebens beraubte. Elf Jahre blieb er vollständig gelähmt, und seine Umwelt ging davon aus, dass er praktisch hirntot war. Er konnte sich in keiner Weise verständlich machen - und war doch innerlich hellwach.Elf Jahre lang blieb er Gefangener seines gelähmten Körpers, bis eine Therapeutin erstmals eine Reaktion wahrnahm und ihn endlich befreite. Martin entpuppte sich als wahres Computergenie, konnte schnell mittels neuer Programme kommunizieren und endlich ausdrücken, dass er als stiller Beobachter alles mitbekommen hatte, was um ihn herum geschehen war.Sein Buch ist der faszinierende Einblick in ein scheinbar finsteres Dasein und ist tief berührend mit seiner Weisheit, seinem Humor und seiner Dankbarkeit dem Leben gegenüber.

von William Somerset Maugham

Schon in jungen Jahren lernt der früh verwaiste, körperlich behinderte Philip Carey aufgrund verletzender Erfahrungen seine Gefühle und Empfindungen vor der Umwelt zu verbergen, sieht er sich weitgehend auf sich selbst verwiesen. Sein Entwicklungsgang spiegelt seine innere Unsicherheit, die ihn verschiedene Berufe und Studien beginnen lässt. Doch entdeck er schliesslich die eigene Mittelmässigkeit und lernt es, seine Unfähigkeit zu akzeptieren, das Wunschbild, das er von sich hat, zu verwirklichen. Durch Lebens- und Liebeserfahrungen desillusioniert, findet er den Weg in die Ehe und in eine bürgerliche Existenz als Landarzt.

von Terrie O'Brian

Terrie ist erst zehn, als der Tod ihres Vaters ihre Mutter in eine tiefe Krise stürzt. Sie kommt in eine Pflegefamilie, doch die kümmert sich nicht um sie. Stattdessen wird sie immer öfter alleingelassen mit einem Babysitter, einem über dreißigjährigen Mann, der ihre Sehnsucht nach Nähe gewissenlos ausnutzt. Mit zehn missbraucht er sie zum ersten Mal, mit dreizehn bekommt sie ein Kind von ihm. Verzweifelt sucht Terrie immer wieder Hilfe, doch niemand schenkt ihr Glauben. Bis Terrie mit sechzehn endlich ihr Leben selbst in die Hand nimmt.

von Clarissa Vogel

Als Clarissa wegen ihrer kranken Mutter häufig zur Oma muss, wird das Leben der Dreijährigen zur Hölle. Im Schlafzimmer der Großeltern passieren furchtbare Dinge. Vor laufender Kamera und im Beisein weiterer Männer wird Clarissa missbraucht. Weil der Opa behauptet, ihr einen Sender in den Rücken operiert zu haben, vertraut sie sich keinem an. Als sie sich wehrt, schlägt er ihren Kopf auf eine Stuhllehne, bricht ihr die Nase. Zehn Jahre geht das so. Dann hat Clarissa die Chance, sich zu befreien.

von Angela Lembo-Achtnich

Als schwarzes Schaf der Familie bezeichnet Jonny Fischer den Jungen, der er einst gewesen ist. Auf den Namen Jonathan getauft, wuchs er in einem streng christlichen Elternhaus auf. Für bedingungslose Liebe war kein Platz. Als Jonathan zehn war, gründete sein Vater eine radikale Glaubensgemeinschaft und teilte die Welt noch mehr als zuvor in Gut und Böse ein. Obwohl Jonny Fischer als Teenager dem Sektenjungen Jonathan den Rücken kehrte, seinen Namen änderte und am Lehrerseminar in Zug ein neues Leben begann, konnte er sich der Prägung, die er in seiner Kindheit erfahren hatte, nie ganz entziehen. Erst recht nicht, als er sich einzugestehen begann, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt. Sosehr er sich auch bemühte, er fand nicht, wonach er suchte. Jonny Fischer verausgabte sich bis zur Erschöpfung. Verletzungen, Schlaflosigkeit, Alkohol in rauen Mengen und 2012 der Zusammenbruch, der in einer Klinik endete. Der Weg aus der Krise führte ihn in die dunkelsten Winkel seiner Vergangenheit und zur Erkenntnis, dass er Anerkennung und Liebe zuallererst bei sich selbst suchen musste. In diesem Buch schildert er die Versöhnung mit seiner Geschichte, die Versöhnung mit Jonathan.

von Elizabeth Glaser, Laura Palmer

Kein Engel an meiner Seite - Aus der Serie: Erfahrungen - bk2065; Bastei Lübbe Verlag; Elizabeth Glaser; pocket_book; 1991

von Andrew Solomon, Carl Freytag

Inhaltsübersicht: Vorbemerkung, 1. Depression, 2. Zusammenbrüche, 3. Therapien, 4. Alternativen, 5. Populationen, 6. Sucht, 7. Selbstmord, 8. Historisches, 9. Armut, 10. Politik, 11. Evolution, 12. Hoffnung, Anmerkungen, Medikamentenliste, Bibliographie, Danksagung, Register.

von Marie-France Hirigoyen

von Miriam Zaunbrecher

Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 1,3, Universität Siegen, Sprache: Deutsch, Abstract: "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist ein nach Tonbandprotokollen entstandenes einzigartiges und ungeschöntes Dokument über Drogenabhängigkeit im Jugendalter, das dem Leser aufzeigt, welche gesellschaftlichen Strukturen zu einem Weg in die Sucht beitragen und welche physischen und psychischen Folgen dieses Leben mit sich bringt. Das Gespräch zwischen den Journalisten Kai Hermann und Horst Rieck mit Christiane F. war ursprünglich für zwei Stunden angesetzt, aus denen nach und nach zwei Monate wurden. Was Christiane in diesen Interviews erzählt hat, haben die Journalisten aufgezeichnet und niedergeschrieben mit der Begründung, "daß die Geschichte von Christiane mehr über die Situation eines großen Teils der Jugendlichen aussagt, als es ein noch so sorgfältig recherchierter Bericht könnte" (Hermann/Rieck 1980). In der Schule stand Christiane F.s Buch nicht auf dem Lehrplan und abgesehen von einer Suchtpräventionsveranstaltung in der 9. Klasse hatte ich keinen Bezug zu Christiane F. oder Drogen im Allgemeinen. Der Vorsatz, das Buch zu lesen, stand vor Beginn des Lektüreprojekts jedoch seit einiger Zeit. Nach Entschluss "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" zu behandeln, erschien am nächsten Tag in meinem Newsfeed auf dem Handy ein Artikel der Bild Zeitung mit dem Titel "Das Junkie-Elend an der Hauptstadt-U-Bahn", in dem Anwohner von öffentlichem Drogenkonsum und aufdringlichen Dealern berichten. Dort geht es zwar nicht um den Bahnhof Zoo, er zeigt aber, dass es auch rund vierzig Jahre später noch Drogenschwerpunkte und öffentlicher Konsum in Deutschlands Hauptstadt gibt. Für mich war dieser Artikel gleichzeitig sowohl spannend als auch erschreckend wenn man bedenkt, dass so viel Zeit seit Christiane F. vergangen ist und es mittlerweile deutlich mehr Angebote zur Prävention und Therapie gibt. G