Empfehlungen basierend auf "Westwärts 1 & 2 Gedichte"
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von Simone Lappert
die zeit ist reifer als juliaprikosen, ihr kern schmeckt bitter und geht schon lange jeden mund etwas an.
von Selma Meerbaum-Eisinger
Nur wenige Dutzend Gedichte sind von Selma Meerbaum-Eisinger handschriftlich in ihrem Album »Blütenlese« überliefert. Was das jüdische Mädchen aus Czernowitz bedichtete, war die Liebe zu einem jungen Mann. Herausgekommen ist nicht weniger als ein Stück Weltliteratur. »Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so bedroht«, urteilte Hilde Domin. Unter ihr letztes Gedicht schrieb Selma Meerbaum-Eisinger: »Ich habe keine Zeit gehabt zuendezuschreiben«. Sie starb 1942 im Alter von 18 Jahren im Arbeitslager Michailowka am Bug an Typhus.
von undefined Catull
Catull lebte in einer Zeit des Übergangs (etwa 84-54 v. Chr.), am Ende der römischen Republik. Er stand unter dem Einfluss hellenistischer Dichtung, aber trotz mannigfacher inhaltlicher und formaler Anklänge ist seine charakteristische Individualität, sein respektlos-zarter, »moderner« Ton in allen bedeutenden Gedichten vernehmbar. Und es ist kein Wunder, dass er in der europäischen Literatur viele (heimliche) Nachahmer fand - und seit über 2000 Jahren immer wieder neue (junge) Leser. Sprachen: Deutsch, Latein
von E. E. Cummings
"Cummings ist ein Verführer, dem man sich weder entziehen mag noch soll." Thomas Ballhausen, Falter Dieser Band enthält 45 ausgewählte Gedichte des amerikanischen Lyrikers und Malers E.E. Cummings (1894-1962), sowohl formal eher traditionelle als auch experimentelle, die das ganze Spektrum von Cummings' bildstarker und sprachspielerischer Lyrik zeigen. Sinnlich und klug, lustvoll und zart nutzen diese Gedichte das ganze sprachliche Material, Buchstaben und Zeichen, Gestalt und Fläche, um die ewigen Themen der Lyrik, Liebe und Tod, auf eine ganze neue Weise behandeln zu können. Überraschend und bezaubernd, verspielt und einladend öffnen Cummings' Gedichte Augen und Herz für einen neuen Blick auf das Leben und die Sprache.
von Johann Wolfgang Goethe
Ob »Edel sei der Mensch, Hülfreich und gut!«, »Füllest wieder Busch und Tal / Still mit Nebelglanz« oder »Zum Sehen geboren, / Zum Schauen bestellt« – unzählige Verse aus Goethes lyrischem Werk sind auch heute noch gern verwendete Bonmots. Mehr als dreitausend Gedichte schrieb Goethe, in unterschiedlichsten Formen, Traditionen und zu den verschiedensten Themen. Mit diesem an Umfang und Bedeutung außergewöhnlichen Werk hat er das deutschsprachige Gedicht der Neuzeit erst eigentlich ermöglicht: »Prometheus«, »Erlkönig« oder die Sammlung »West-östlicher Divan« sind Klassiker im besten Sinne des Wortes. Die 50 schönsten und bekanntesten Gedichte des Dichterfürsten laden dazu ein, sein großes lyrisches Werk (wieder) zu entdecken! – Mit einer kompakten Biographie des Autors.
von Klaus Dohnanyi
Die schönsten deutschen Gedichte aus acht Jahrhunderten, in wunderschöner bibliophiler Neuausstattung.In »Gedichte fürs Gedächtnis« versammelt die vielfach ausgezeichnete Lyrikerin Ulla Hahn gut einhundert Gedichte aus acht Jahrhunderten, ausgewählt speziell zum Auswendiglernen. Die Auswahl schließt nicht nur Höhepunkte deutscher Dichtung ein, sondern auch vergessene Kostbarkeiten. Von den Klassikern bis in unsere Zeit reicht die Sammlung aller Genres, Lieder und Balladen, Sonette, Gedankenlyrik und Meditationen, die die Leserinnen und Leser nicht nur erfreuen, sondern auch verlocken soll, ihre Freude am Gedicht mit anderen zu teilen.Enthalten sind Gedichte von: Ingeborg Bachmann - Gottfried Benn - Dietrich Bonhoeffer - Bertolt Brecht - Clemens Brentano - Paul Celan - Matthias Claudius - Simon Dach - Annette von Droste-Hülshoff - Joseph von Eichendorff - Paul Fleming - Theodor Fontane - Stefan George - Paul Gerhardt - Johann Wolfgang von Goethe - Franz Grillparzer - Andreas Gryphius - Albrecht Haushofer - Friedrich Hebbel - Heinrich Heine - Hermann Hesse - Friedrich Hölderlin - Hugo von Hofmannsthal - Erich Kästner - Gottfried Keller - Getrud Kolmar - Else Lasker-Schüler - Nikolaus Lenau - Gotthold Ephraim Lessing - Friedrich von Logau - Conrad Ferdinand Meyer - Eduard Mörike - Wilhelm Müller - Friedrich Nietzsche - Novalis - August von Platen - Prediger Salomo - Rainer Maria Rilke - Friedrich Rückert - Nelly Sachs - Friedrich Schiller - Theodor Storm - Georg Trakl - Ludwig Uhland - Walther von der Vogelweide
von Julia Cameron
Cameron, Julia: Es ist nie zu spät, neu anzufangen: Der Weg des Künstlers ab 60. Knaur MensSana HC, 2017. 21 x 14 cm. 384 S. Broschiert. xxx Kaum gelesenes TOP Exemplar xxx
von Selma Meerbaum-Eisinger
58 Gedichte (darunter sechs Übersetzungen) enthielt ihr handschriftlich überliefertes Album mit dem Titel »Blütenlese«, als Selma Meerbaum-Eisinger am 16. Dezember 1942 mit achtzehn Jahren am Flecktyphus im Arbeitslager Michailowka am Bug starb, wohin sie mit ihrer Familie und einem Großteil der jüdischen Bevölkerung ihrer Heimatstadt Czernowitz im Zuge der Räumung des Ghettos im Juni 1942 deportiert worden war. Als Dokument für das Verbrechen der Shoa bezeugen diese Gedichte dennoch die Unauslöschlichkeit eines Individuums, sind frühe Werke einer offenkundig zur Dichtung Begabten. Neu ediert nach der Tel Aviver Ausgabe und mit einem ausführlichen Nachwort versehen von Markus May, der das Werk u.a. in den Kontext der Lyrik der Bukowina stellt.
von Dschelaladdin Rumi
Jahrhundertealte Inspirationen neu entdeckenIn seinem imposanten Prosawerk Von Allem und vom Einen zeigt sich Rumi, der große Mystiker des Islam, in einem neuen Licht: nicht nur als Meister der Poesie, sondern auch als geistiger Lehrer, als intellektuelle Autorität in der Auslegung des Koran – und als weiser Kenner menschlicher Lebensnöte. Es ist eine Sammlung zahlreicher Gespräche, in denen wir Rumi unmittelbar erleben und ihn als historische Figur begreifen. „Rumi lebte durchaus nicht immer auf den höchsten Wolken mystischer Kontemplation. Im Gegenteil, kein anderer persisch schreibender Dichter hat dem Volk so aufs Maul geschaut wie er.“ (Annemarie Schimmel)
von Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke, geborenam 4. Dezember 1875 in Prag. Nach dem Besuch der Piaristen-Schule in Prag, der Kadettenschule in St. Pölten, der Militäroberrealschule in Mährisch-Weißkirchen und der Handelsakademie in Linz Studium in Prag und München; 1897 Übersiedlung nach Berlin. 1900 Anschluss an die Worpsweder Malerkolonie und Heirat mit der Bildhauerin Clara Westhoff. Fortsetzung seiner ausgedehnten Reisen u. a. nach Paris, Rom, Capri, Tunis und Spanien sowie Aufenthalt auf Schloss Duino als Gast der Fürstin Marie von Thurn und Taxis. Während des Ersten Weltkriegs lebte Rilke vor allem in München und ab 1919 in der Schweiz, wo ihm Freunde den Turm des Schlosses Muzot als Wohnung zur Verfügung stellten. Er starb am 29. Dezember 1926 in einem Sanatorium in Valmont bei Montreux. Ulrich Häussermann, geboren 1928, langjährige Tätigkeit in der Lehrerausbildung des Goethe-Instituts, zahlreiche Fachpublikationen und Lehrbücher zur deutschen Sprache und Literatur. Daneben Veröffentlichungen auf literaturgeschichtlichem und kunstwissenschaftlichem Gebiet. Im Aufbau-Verlag erschien 2000 der von ihm herausgegebene Band "Rainer Maria Rilke: Hundert Gedichte".