Empfehlungen basierend auf "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst Bd. 2"
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von Fred Uhlman
Ein Klassiker: ein schmales Buch, das viele Geschichtswälzer über den Nationalsozialismus aufwiegt Mehr als 200?000 verkaufte Exemplare
von Selahattin Demirtaş
»Mit seinen Kurzgeschichten hat sich Demirtaş jedenfalls in die erste Reihe der türkischen Gegenwartsliteratur katapultiert.« ― FAZ über »Morgengrauen«Wenn ein Vater das Gesetz schützen soll, doch stattdessen das größte Unrecht geschehen lässt. Wenn sich ein Mann bei dem Versuch, sein Leben zu bestreiten, durch sein Schweigen schuldig macht. Wenn ein Kind in einer Gesellschaft aufwächst, in der Mitgefühl bestraft wird. Die beinahe märchenhaft anmutenden Kurzgeschichten in »Kaltfront« blicken tief in die Seele der Türkei. Mitfühlend und liebevoll erzählt Demirtaş von den Ärmsten der Gesellschaft: den Hilfsarbeitern, den Busfahrern, den Straßendieben – sie alle eint der Wunsch nach einem glücklichen Leben und die schiere Ausweglosigkeit ihrer Situation.Selahattin Demirtaş gehört zu den wichtigsten politischen Denkern der Türkei. Er wurde für den Friedensnobelpreis nominiert und erhielt den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar.
von Ehm Welk
1. Aufl. der Neuauflage, Hinstorff, Rostock, 2012. 445 S. mit zahlreichen Illustrationen von Egbert Herfurth, 22 cm, Pappband mit Lesebndchen u. Schutzumschlag, (Umschlag etwas fleckig)
von Anton Cechov
Lachmatov, ein ehemaliger Beamter saß daheim am Tisch beim sechsten Glas Vodka und dachte an die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Als hinter der Lampe ein Teufel hervorschaute, begann Lachmatov denselben übers moderne Leben und Wirken der Teufel zu befragen. Der Teufel gab alle Geheimnisse der Hölle zum besten, schüttete sein Herz aus, weinte und gefiel Lachmatov so gut, dass er ihn bei sich übernachten ließ. Der Teufel schlief im Ofen und phantasierte die ganze Nacht. Am Morgen war er verschwunden.
von Nicole Streitler-Kastberger
Der Roman Ein Kind unserer Zeit, der im Sommer 1938 im Amsterdamer Exil-Verlag Allert de Lange erschienen ist, stellt Horváths literarisches Vermächtnis dar. Unmittelbar nach seiner Drucklegung verunglückte der Autor auf den Champs Elysées. Nach dem Erfolgsroman Jugend ohne Gott, der ein Jahr früher erschienen war, sicherte dieses Buch Horváths Rang als antifaschistischer Autor innerhalb der Exilliteratur. Das genetische Konvolut zu dem Roman ist mit über 270 Blatt eines der umfangreichsten in seinem Nachlass. Der Band macht die Genese des Romans aus den beiden Vorarbeiten Die stille Revolution und Krieg ohne Kriegserklärung und den drei Konzeptionen Ein Soldat seiner Zeit, Ein Soldat der Diktatur und Ein Kind unserer Zeit nachvollziehbar. Er liefert einen umfassenden Einblick in die komplexe Werkgenese des Romans, in der handschriftliche Entwürfe und Typoskripte oft parallel entstanden sind. Da das Einreichmanuskript des Romans nicht überliefert ist, basiert die Endfassung auf dem von Horváth autorisierten Erstdruck. Alle Abweichungen dazu finden sich im kritischen Apparat verzeichnet. So wird der Roman erstmals in seiner ganzen Entstehungsgeschichte und in seiner ursprünglichen Fassung lesbar.
von Franz Fühmann
Der eine Expressionist, dessen schmales Werk in den Kanon der deutschsprachigen Literatur gehört: ein Lyriker und Dramatiker, der an den Erlebnissen während des Ersten Weltkrieges zerbricht. Der andere, ebenfalls ein großer unter den Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, der den Zweiten Weltkrieg erlebt, gläubig den Propagandisten des Herrenmenschentums folgend. Jener, verpönt im Dritten Reich und lange danach noch ins Abseits gestellt, dieser, der trotzdem nicht von ihm lassen kann – Georg Trakl undFranz Fühmann. Als Fühmann kurz vor der Kapitulation Deutschlands ein Bändchen mit Gedichten von Trakl ersteht, beginnt eine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Werk des Österreichers, die schließlich im autobiografisch-essayistischen Buch Vor Feuerschlünden (in Westdeutschland Der Sturz des Engels) kulminiert. In der Begegnung mit Trakls Gedichten versucht Franz Fühmann, einen zentralen Konflikt seines Lebens auszuloten, den zwischen Dichtung und Doktrin [.]; beide waren in mir verwurzelt, und beide nahm ich existentiell. Die Beschäftigung mit Trakl, so bekennt Fühmann, deckt eigene Widersprüche auf, die ihn schließlich nicht nur zu einem anderen Verständnis für dessen Dichtung führen, sondern auch seinen eigenen Standort als Schriftsteller neu bestimmen lassen.
von Fred Uhlman
Zwei 16jährige Jungen besuchen die gleiche exklusive Schule. Der eine, Hans Schwarz, ist der Sohn eines Arztes, der andere, Konradin von Hohenfels, entstammt einer reichen Adelsfamilie. Zwischen den beiden entspinnt sich eine innige Freundschaft. Bis ein Jahr später die Beziehung zerbricht. Die Geschichte spielt 1933 in Deutschland. (Buchdeckel verso).
von Erich Kästner
In seinem von der zeitgenössischen Kritik als bis dato besten Lyrikband gefeierten Buch bezeugt Erich Kästner das Endspiel der Weimarer Republik mit unbestechlichem Blick: »Kästner hat scharfe Augen, er sieht die Lüge, die Attrappe, die Kulisse, die Imitation, die die Gegenwart beherrschen. Uns lehrt er sie sehen.« (Der Gegner)
von Friedrich Dürrenmatt
Alfredo Traps, Zyniker und herzloser Profiteur, findet bei einer Gruppe von pensionierten Richtern Zuschlupf. Eine aussergewöhnliche Nacht steht ihm bevor.
von Wolfgang Borchert
"Die Hundeblume. Erzählungen aus unseren Tagen" ist der Titel von Borcherts erster Prosasammlung, eingeleitet von der gleichnamigen Erzählung vom 24. Januar 1946, die erstmals am 30. April und 4. Mai 1946 in der "Hamburger Freien Presse" veröffentlicht wurde. Die Erzählung handelt von einem jungen Gefangenen, der beim täglichen Hofgang eine Hundeblume auf dem Gefängnishof entdeckt. In seinem tristen Alltag wird die Blume zum Objekt seiner Sehnsucht und Begierde. Borchert verarbeitete in der Geschichte autobiografische Erinnerungen an seine eigene Inhaftierung in einem Militärgefängnis zur Zeit des Nationalsozialismus. Entstanden während eines Krankenhausaufenthalts des bereits schwer kranken Schriftstellers ist "Die Hundeblume" Borcherts erste umfangreichere Prosaarbeit. Sie markiert einen einschneidenden Wendepunkt in seinem Werk von den frühen Gedichten zu den Kurzgeschichten aus seinen letzten beiden Lebensjahren, die neben dem Drama "Draußen vor der Tür" den Grundstein für seine Popularität legten. Inhaltsverzeichnis: - Die Hundeblume - Die Krähen fliegen abends nach Hause - Stimmen sind da in der Luft - in der Nacht - Gespräch über den Dächern - Generation ohne Abschied - Eisenbahnen, nachmittags und nachts - Bleib doch, Giraffe - Vorbei vorbei - Die Stadt - Hamburg - Billbrook - Die Elbe - Blick von Blankenese