3.8

Wenn Männer mir die Welt erklären

von Rebecca Solnit

Format:Hardcover

Rebecca Solnit ist eine der wichtigsten feministischen Denkerinnen unserer Zeit. Ihr Essay Wenn Männer mir die Welt erklären hat weltweit für Furore gesorgt: Scharfsinnig analysiert Solnit männliche Arroganz, die die Kommunikation zwischen Männern und Frauen erschwert. Voller Biss, Komik und stilistischer Eleganz widmet sie sich in ihren Essays dem augenblicklichen Zustand der Geschlechterverhältnisse.Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat - jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht dieses Phänomen und weitere Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Dabei befasst sich die Autorin mit der Kernfamilie als Institution genauso wie mit Gewalt gegen Frauen, französischen Sex-Skandalen, Virginia Woolf oder postkolonialen Machtverhältnissen. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.

History, Humanities & Society
Hardcover
Erschienen an: August 5, 2015

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Aktuelle Rezensionen(5)

3.8(69 ratings)
IsabelleRezension von Isabelle

„Männer, die begreifen, worum es geht, verstehen auch, dass der Feminismus keine Verschwörung mit dem Ziel ist, Männern etwas wegzunehmen. Sondern eine Kampagne zu unserer aller Befreiung.“ Ein Zitat von vielen, die das Buch auch Jahre nach seinem Erscheinen (sowie der einzelnen Essays) relevant machen. Ich empfehle dieses Buch besonders denjenigen, die sagen, interkulturellen Feminismus brauchen wir nicht (mehr), die beim Lesen des Titels vielleicht schon die Augen verdreht haben und denen, die sich in kleinen Häppchen damit auseinandersetzen möchten. Mich haben die relativ abgehakten Kapitel etwas gestört, hätte mir hier (Essays hin oder her) eine homogenere Zusammenstellung samt Übergängen gewünscht oder mehrere Teile innerhalb des Buchs. Gut gefallen haben mir die vielen Denkanstöße, Quellennachweise und möglichen Forschungsansätze, von denen vielleicht einige bereits aufgenommen wurden.

FallendreamsRezension von Fallendreams

Grundsätzlich sage ich: Lesenswert! Die Autorin greift hier viele Themen auf, womit Frauen immer noch und vermutlich für immer mit zu kämpfen haben. Es macht schon regelrecht aggressiv, wie weit wir noch zurückliegen. Das Buch war anfangs fesselnd und ich konnte es nicht zur Seite legen, jedoch wurde es irgendwann etwas mühselig. Die Autorin verstrickt sich in Wiederholungen und bietet leider keine Lösungsansätze, wie man zB mit "Mansplaining" umgehen kann. Schade, am Ende habe ich dann auch realisiert, dass es eine Zusammenfassung mehrerer Essays war.

LydiaRezension von Lydia

Rebecca Solnits Essayband Wenn Männer mir die Welt erklären thematisiert Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen, insbesondere im Hinblick auf Sprache, gesellschaftliche Strukturen und Gewalt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Darstellung von Gewalt gegen Frauen. Solnit beschreibt unterschiedliche Formen von Misshandlung und Übergriffen, die überwiegend von Männern ausgehen. Sie legt dar, wie solche Taten häufig relativiert, ignoriert oder gesellschaftlich unsichtbar gemacht werden. Dabei analysiert sie auch, wie Sprache und öffentliche Diskurse genutzt werden, um Täter zu schützen und die Perspektiven der Betroffenen zu untergraben.

LeniRezension von Leni

Das Essay “wenn Männer mir die Welt erklären” war wirklich unglaublich gut, die anderen haben mir aber wiederum garnicht gefallen. Besonders erstaunlich fand ich als sie vier Seiten lang den Inhalt eines anderen Essays nur rezitiert hat und kaum eigenen Inhalt mit reingebracht hat, da hab ich mich schon wirklich gefragt wieso dieses Buch so gefeiert wird…

LeonieRezension von Leonie

Das Buch wurde vor mehr als zehn Jahren geschrieben – ein Punkt, den ich mir beim Lesen immer wieder ins Gedächtnis rufen musste. In verschiedenen Essays beleuchtet Solnit Themen wie Feminismus, Geschlechterungleichheit und geschlechtsspezifische Diskriminierung auf unterschiedliche Weise. Allerdings bleibt sie dabei innerhalb einer binären Geschlechterordnung. Die ersten Essays haben mich ehrlich gesagt nicht wirklich überzeugt. Solnit berichtet von persönlichen Erfahrungen mit Diskriminierung, Mansplaining und Rape Culture. Sie bringt viele Fallbeispiele und schildert zahlreiche Fälle sexueller Übergriffe, wobei Männer stets als das Problem dargestellt werden. Mir hat dabei die Analyse gefehlt, die das Verhalten von Männern auf gesellschaftliche Strukturen und die Sozialisierung zurückführt. Auch ein zukunftsgerichteter Blick, der mögliche Lösungen oder Perspektiven aufzeigt, kam für meinen Geschmack zu kurz. In den späteren Essays setzt sich Solnit intensiv mit Virginia Woolf auseinander, was ich sehr spannend fand. Dieser Teil hat mir gut gefallen und könnte mir auch für meine zukünftige Lektüre weiterhelfen. Trotzdem hat es meiner Meinung nach zu lange gedauert, bis sie einen klaren roten Faden zwischen den ersten Essays und ihrer Woolf-Analyse gezogen hat. Zwischenzeitlich war ich etwas ratlos, was bestimmte Essays zur Gesamtaussage des Buches beitragen sollten. Das Fazit am Ende ist im Vergleich zu den vorherigen Kapiteln relativ komplex. Insgesamt würde ich jedoch sagen, dass das Buch keine wesentliche Bereicherung für mein feministisches Denken war. Hier sei allerdings nochmal erwähnt, dass es bereits über zehn Jahre alt ist. Trotzdem eine interessante Lektüre.

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