We Will Give You Hell
von Lina Frisch
"Spannende Fantasy. Episch. Aufrüttelnd. Mit vielen ernsthaften Punkten zum Nachdenken. Mutmacher gegen Böses."
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We Will Give You Hell
von Lina Frisch
"Spannende Fantasy. Episch. Aufrüttelnd. Mit vielen ernsthaften Punkten zum Nachdenken. Mutmacher gegen Böses."
Aktuelle Rezensionen(4)
ich fand die Prämisse MEGA GEIL, dann gings leider bergab ab der Hälfte, mit dem Plot und den politischen ansichten
https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/12/08/we-will-give-you-hell/ We Will Give You Hell ist ein Fantasyroman, der mit einer starken feministischen Grundstimmung, nordischer Mythologie und einem ungewöhnlichen Setting in den schwedischen Wäldern punktet. Die Geschichte um die 19-jährige Hellea, genannt Hell, und ihre persönliche Entwicklung wird dabei von zahlreichen gesellschaftskritischen Elementen und einem feministisch geprägten Wut-Thema getragen. Stärken: Die größte Stärke des Buches liegt eindeutig im „Drumherum“. Das Setting ist unglaublich atmosphärisch: die urtümlichen Wälder Schwedens, die Naturverbundenheit und die mystische, fast schon mythische Stimmung werden von Lina Frisch sehr bildhaft eingefangen. Die nordische Mythologie wird auf kreative Weise eingebunden, mit Neuinterpretationen und eigenständigen Elementen, die das Buch einzigartig machen. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung weiblicher Wut. Lina Frisch gelingt es, diese Emotion nicht nur zu beschreiben, sondern beim Lesen selbst spürbar zu machen. Als Leserin spürt man die Ohnmacht, die Frustration und die Wut, die Hell und die weiblichen Nebenfiguren empfinden – ein Aspekt, der in vielen modernen Fantasy- oder New-Adult-Romanen oft nur oberflächlich behandelt wird. Hier wird Wut nicht nur thematisiert, sondern als konstruktive Kraft gezeigt, auch wenn dies in Helleas Geschichte teilweise unbefriedigend endet. Die Idee um die Schwestern Hellea und Svea, die feministische Grundhaltung und die gesellschaftskritischen Aspekte – etwa Themen wie Ungerechtigkeit gegenüber Frauen – geben dem Buch ein solides Fundament, das viel Potenzial für einen lauten, starken Fantasyroman bietet. Charaktere: • Hellea (Hell): Leider mein größter Kritikpunkt. In der ersten Hälfte wirkt sie sehr passiv, suhlt sich oft in Selbstmitleid und reflektiert ihr Verhalten kaum. Konflikte werden eher auf andere projiziert, anstatt aktiv angegangen zu werden. Ihre Wut ist nachvollziehbar, doch ihr Handeln ist impulsiv und unüberlegt, sodass ich Schwierigkeiten hatte, mich in sie hineinzuversetzen. Gegen Ende vollzieht sie eine abrupte 180°-Wende, die nicht vorhersehbar oder vorbereitet ist – sowohl in Bezug auf ihre persönliche Entwicklung als auch auf ihre Beziehungen zu anderen Figuren. • Mayvie: Ihre Beziehung zu Hellea entwickelt sich überraschend schnell von „kaum vorhanden“ zu „große Liebe“. Das wirkt stark nach „Insta-Love“ und emotional kaum nachvollziehbar, was das ansonsten interessante feministische und kämpferische Setting ein wenig schwächt. • Astryd: Die mysteriöse Frau, die Hell mit der Kraft der nordischen Magie vertraut macht, bleibt teilweise ein Rätsel. Sie ist faszinierend, aber ihre Entwicklung und Motivation werden nicht immer tiefgehend ausgearbeitet. • Nebenfiguren: Viele Nebenfiguren tragen ebenfalls starke feministische Aspekte, wirken aber teilweise eher funktional und bleiben flach, sodass man als Leser wenig Bindung zu ihnen aufbaut. Kritikpunkte: • Die Handlung wirkt in weiten Teilen unspektakulär und wie ein Auftaktband, obwohl das Buch als Einzelband konzipiert ist. Viele Konflikte, wie die familiären Spannungen, bleiben offen oder ungelöst, was das Lesen etwas frustrierend macht. • Die Magie ist interessant, aber oft nur ein Nebenaspekt. Ihre Verbindung zur Natur ist schön gedacht, wird aber zu wenig in die Handlung integriert. • Die Charakterentwicklung, insbesondere bei Hellea, wirkt ungleichmäßig. Lange Passivität und Selbstmitleid wechseln abrupt mit einer letzten Wendung im finalen Viertel. Ähnlich verhält es sich bei der Liebesgeschichte und den Beziehungen zu Nebenfiguren. • Trotz der starken feministischen Grundhaltung ist das Buch in puncto Handlung vorhersehbar – das mindert die Spannung ein wenig. Fazit: We Will Give You Hell ist ein atmosphärisch starkes, feministisch geprägtes Buch mit einem ungewöhnlichen Setting, nordischer Mythologie und einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit weiblicher Wut. Leider wird dieses Potenzial durch Helleas passive Art, die vorhersehbare Handlung und die abrupten Wendungen bei den Charakteren etwas gedämpft. Das Buch liest sich teilweise wie ein Reihenauftakt, auch wenn es als Einzelband konzipiert ist. 3 von 5 Sternen!
„Viele Frauen mögen ihre Wut nicht, erkennen sie noch nicht einmal, weil uns von Geburt an beigebracht wird, sie zu unterdrücken. Sie wird uns abgesprochen, indem man uns hysterisch nennt, gestört, empfindlich, verrückt.“ Hellea, genannt Hell, und ihre Freund_innen wollen im Sommer die geheimnisvollen Wälder Schwedens entdecken. Hell bekommt immer wieder Fieber, das sie nicht erklären kann. Als sie vor einem Grab steht, trifft sie auf eine mysteriöse Frau namens Astryd. Sie bringt Hell bei, dass ihr unerklärliches Fieber eine uralte Kraft ist. Sie ist also nicht krank, sondern trägt ein Feuer in sich, das insbesondere Frauen haben. Für Hell beginnt die Reise erst, als sie den Clan und die andere Seite der Welt kennenlernt. Wird sie jemals zurückkehren? Ein gelungener queerer, feministischer Urban-Fantasy Roman, der mich auf verschiedenen Ebenen überzeugt hat. Dies ist mein erster Urban-Fantasy Roman überhaupt. Durch die queere und feministische Handlung war ich neugierig geworden und wollte mich diesem Genre widmen. Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher, worauf es bei einem Urban-Fantasy-Roman ankommt. Ich weiß nur, dass dieser gut war. Denn die Sprache und der Schreibstil der Autorin Lina Frisch haben mich von Anfang an mitgenommen, und die Atmosphäre war sehr bildhaft beschrieben, sodass man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Auch die skandinavische Mythologie war mir vorher nicht bekannt, deshalb blieb ich dran, um mehr zu erfahren. Ich konnte das Buch teilweise nicht aus der Hand legen und habe deshalb mit dem Hörbuch weitergemacht, das von Corinna Dorenkamp gelesen wird. Lina Frisch hat es geschafft, mich in die Welt der Urban-Fantasy hineinzuziehen, und ich bin bereit, neue Bücher in diesem Genre zu entdecken! Any recommendations (auch mit Hörbuch)?
Spannung, Liebe, Zusammenhalt und Zorn prägen dieses Buch von Anfang an. Hellea und ihre Freunde beschließen ihren Sommer in Schweden zu verbringen. Das Abitur ist geschafft und jetzt erwartet sie ein entspannter Sommer in Schweden. Falsch gedacht. Hellea wird in zu einer Schwesternschaft gelockt und entfesselt erstaunliche Kräfte. Ich bin ein großer Fan der nordischen Mythologie, auch wenn nicht sehr viel davon in diesem Buch vorhanden ist, so hat es mir dennoch gefallen. Der Fokus ist auf die Ungerechtigkeit in unserer Welt gelegt und wie wir mit ihr Umgehen können. Lina Frisch zeigt uns auch, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen sollten und uns nicht klein machen lassen sollten. Doch ich habe mir ein anderes Ende erwartet und bin irgendwie enttäuscht von der Weise wie es endete.