In ihrem New Yorker Appartement lauscht die 35-jährige Billie auf Schreie der Panik. Es ist Cassie, ihre beste Freundin seit Kindertagen, die nur eine Etage über ihr wohnt, und sie hat gerade entdeckt, dass ihre kleine Tochter verschwunden ist. Als Billie den Blick senkt, liegt dort das Baby in ihren Armen. Ist sie für die Entführung verantwortlich? Wie konnte es dazu kommen? Psychologisch geschickt und mit viel Empathie entwirrt Carola Lovering in diesem spannungsgeladenen Roman das komplexe, hochemotionale Geflecht einer jahrzehntelangen Frauenfreundschaft.
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Was uns zusammenhält
von Carola Lovering, Silke Jellinghaus, Katharina Naumann
In ihrem New Yorker Appartement lauscht die 35-jährige Billie auf Schreie der Panik. Es ist Cassie, ihre beste Freundin seit Kindertagen, die nur eine Etage über ihr wohnt, und sie hat gerade entdeckt, dass ihre kleine Tochter verschwunden ist. Als Billie den Blick senkt, liegt dort das Baby in ihren Armen. Ist sie für die Entführung verantwortlich? Wie konnte es dazu kommen? Psychologisch geschickt und mit viel Empathie entwirrt Carola Lovering in diesem spannungsgeladenen Roman das komplexe, hochemotionale Geflecht einer jahrzehntelangen Frauenfreundschaft.
Aktuelle Rezensionen(9)
Ziemlich traumatisch, aber an sich sehr packend!
Irgendwie hat mich das Buch gefesselt. Ich mochte das Buch auf persönliche Weise, weil Freundschaften so selten so richtig in Büchern thematisiert werden und weil es mir auf eine Art und Weise nah gekommen ist. Billie und Cassie sind Freundinnen seit ihrer Kindheit. Doch ihre unterschiedlichen Leben und Ansichten lassen sie als Erwachsene immer weiter auseinanderdriften. Desto mehr Abstand Cassie gewinnen will, desto mehr Nähe sucht Billie. Unehrlichkeit, Wut und Frustration sorgen schließlich dafür, dass Billie mit Ella, Cassies Baby, im Arm in der Wohnung unter der ihrer Freundin steht, während die aufgelöste Cassie von der Polizei über das Kidnapping ihres Kindes befragt wird. Der Klappentext lässt den Lesenden einen Thriller erwarten, was das Buch keinesfalls ist. Ich finde, wenn man Billies Obsession mit Cassie weiter ausgebaut hätte, hätte man es vielleicht so gestalten können, beziehungsweise wenn man den Blick auf Billies Verbissenheit, sich an Cassie zu klammern, anders beschrieben hätte. Nichtsdestotrotz: Billie ist im Buch regelrecht besessen von Cassie. Es wird mehrfach beschrieben, dass sie bereits etliche Freundschaften zugunsten Cassie verloren bzw. vernachlässigt hat. Billie ist ein People-Pleaser mit einer schwachen Persönlichkeit. Es hat mich im Buch zwischendurch wahnsinnig gemacht, dass sie sich nicht weiterentwickelt hat; dass sie sogar lang geplante Treffen mit ihrem Freund kurzfristig und geradezu leichtfertig (!) abgesagt hat. Cassie ist ihre Sonne, sie betrachtet sich selbst als einen Planeten, der um sie kreist. In einer anderen Rolle hat Billie sich selbst nie gesehen. Cassie ist die negativ konnotierte, die toxisch dargestellte Freundin (zweifellos ist sie toxisch; nur eben ist sie außerdem noch unlikeable, im Gegensatz zu Billie, die auf ihre Art toxisch, aber eben häufig sympathischer rüberkommt). Sie ist ein Gold-Digger (in der deutschen Übersetzung war es „Goldgräberin“, das fand ich ganz schrecklich), die schon früh wusste, dass sie reich sein will, die ein klares Bild davon hatte, in welchen Kreisen sie sich bewegen will und dabei keine Kompromisse einging. Abgesehen (zunächst!) von Billie. Sie macht Instagram und liebt die Aufmerksamkeit ihrer Follower, während sie ihren Laden promotet, den sie sich mithilfe des Geldes ihres schwerreichen Mannes finanziert. Außerdem hat sie eine Tochter, Ella. Cassie war eine durch und durch unsympathische Figur, aber tatsächlich mochte ich das an ihr. Sie ist sich selbst größtenteils treu geblieben. Von Anfang bis Ende war sie eingebildet und egozentriert. Einen Bruch in ihrer Figur fand ich die Szene, als Ella verschwunden war und sie verkündete, sie brauche unbedingt Billie. Für mich war unersichtlich, weshalb? Falls es begründet wurde oder welche Rolle Billie dann gespielt hat, die kein anderer einnehmen hätte können, hat es mich nicht überzeugt, nicht mal ansatzweise. Auch am Ende, als sie plötzlich das Babyfone „vergessen“ hat und ihre Angst völlig verwunden war, empfand ich sie aus ihrer Rolle gerissen. Die ganze Zeit beschreibt sie, wie wichtig ihr ihr Kind ist und konnte es wochenlang nicht eine Sekunde aus den Augen lassen. Aber plötzlich ist all das weg? Das Trauma, das vorher angesprochen wurde, das sie durchlebt hat, ist plötzlich fort? Generell ist das Buch mit Trauma schlecht umgegangen. Auch Billies Vergangenheit mit sexualisierter Gewalt durch ihren Stiefvater ist viel zu kurz abgewickelt worden. Es wurde so unfassbar viel beschrieben, was bei diesen sexuellen Übergriffen geschehen ist – das habe ich geskippt – doch nachdem die Sache mit dem Stiefvater „beendet“ war, wurde es nur noch kurz erwähnt. Jetzt konnte Billie auf die Uni gehen, an die sie wollte, jetzt besuchte sie Cassie jedes Wochenende etc… Billie hat Entsetzliches durchlebt und bei ihr war nicht ein einziges Mal von einer Therapie die Rede? Was mich in dem Buch auch enorm verstört hat, war der Umgang mit Alkohol. Es wurde nicht getrunken, es wurde regelrecht gesoffen in dem Buch. Jeder wollte mal einen Drink, ein paar Drinks trinken gehen, sich Drinks machen, eine Flasche Wein trinken, Kurze trinken, sich besaufen. Cassies Ehemann trinkt abends dann eben Mal drei Gläser Scotch. Billie trinkt Sangria wie Wasser. Cassie schenkt sich selbst immer wieder Sekt nach. Was in dem Kontext auch seltsam war: Cassie hat gestillt. Vor ihrer Geburtstagsfeier wurde einmal erwähnt, dass sie abgepumpt hat, ansonsten hat sie immer schnell Alkohol gekippt und anschließend Ella andocken lassen. Anstrengend war auch Ella: Nicht weil sie wie ein Säugling auch mal so richtig geschrien und genervt hat, nein; stattdessen wurde 125478963x im Buch ihre blauen Augen erwähnt, wie unfassbar perfekt und süß sie ist und dass sie anscheinend nie anstrengend ist. Cassie betont am Anfang zwar, sie habe soviel mit dem Baby zu tun, aber es gab nicht eine kritische Stelle in dem Buch, in der Cassie auch wirklich mit dem Baby zu tun hatte, außer sie mit dem Kinderwagen durch die Gegend zu kutschieren. Richtiges Elternleben wurde gar nicht rübergebracht. Selbst wenn man argumentiert, dass das bei ihnen etwas anders ist, weil sie eine Nanny haben, hatte Ella nichts Babyhaftes. Es gab auch Dinge, die ich mochte! Jane zum Beispiel und Alex, aber wirklich vor allem Jane. Sie war Billies wahre Freundin. Bei ihr hatte ich nie Angst vor Unehrlichkeit. Sie war auch immer sehr direkt. Das gleiche gilt bei Alex. Ob ich das Ende mit ihm jetzt so gut fand, sei mal so dahingestellt, aber ich mochte, dass er eine gesunde Beziehung zu Billie aufgebaut hat, ihr Zeit gelassen hat und sich vor allem selbst treu geblieben ist. Meiner Meinung nach hätte er ihr weniger verzeihen sollen, aber nun gut. Zur Handlung: Viel Handlung gab es in dem Buch tatsächlich nicht. Es ist unsagbar viel geredet worden, wirklich sehr viel. Auch viel geschwatzt, man hätte einiges streichen können und es hätte keinen Unterschied gemacht. Dass es kein Thriller war, habe ich oben schon angesprochen, auch wenn der Klappentext das zunächst vermuten ließ. Die meiste Zeit haben die Figuren irgendwo gesessen und sich unterhalten; ansonsten wurde auf Instagram gescrollt. Achja und einmal hat Billie Ella mitgehen lassen Eijeijei. Der Twist und weshalb Billie und Cassie so miteinander verbunden sind, war relativ vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört. Die Dynamik zwischen Billie und Cassie hat mich gefesselt und trotzdem manchmal genervt. Es ist sehr real, wenn man sich selbst an Freundschaften erinnert, die auseinandergedriftet sind, bei der man schon mal auf beiden Seiten war; die Person, die sich entfernen wollte und die Person, von der sich entfernt wird. Ich habe trotzdem mehr mit Billie mitgefühlt (wie gesagt: Am Ende war sie dann doch sympathischer). Insgesamt hat mir Vieles im Buch nicht gefallen, aber es hat mich sehr gefesselt. Kann man lesen, muss man nicht.
Ich habe das Buch nur gekauft, weil ich das Cover schön fand. & mir dachte das sieht bestimmt gut aus wenn ich es lese. Boom. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen & hab es überall mit hingenommen. Die Geschichte hat mir so gut gefallen & die Charakter fand ich auch gut.
Langatmig, keinerlei wirkliche Spannung vorhanden, die zugrundeliegende Geschichte über die angeblich hoch emotionale Frauenfreundschaft ist meines Erachtens nach eher krankhaft und missbräuchlich… Muss man nicht gelesen haben.
Rezi „Was uns zusammenhält“ Titel: Was uns zusammenhält Autor*in: Carola Lovering Verlag: pola [ unbezahlte Werbung | ReziEx von NetGalley ] Klappentext In ihrem New Yorker Appartement lauscht die 35-jährige Billie auf Schreie der Panik. Es ist Cassie, ihre beste Freundin seit Kindertagen, die nur eine Etage über ihr wohnt, und sie hat gerade entdeckt, dass ihre kleine Tochter verschwunden ist. Als Billie den Blick senkt, liegt dort das Baby in ihren Armen. Ist sie für die Entführung verantwortlich? Wie konnte es dazu kommen? Meine Meinung „Was uns zusammenhält“ ist mein fünftes Buch des pola-Verlags und wie schon „No hard Feelings“ von Genevieve Novak und „Das Comeback“ von Ella Berman hat es mMn wahnsinniges Highlight-Potenzial. Zunächst einmal finde ich, dass das Cover sehr gut zum Inhalt passt. Dieser beschäftigt sich immerhin mit der Freundschaft zweier Frauen, die so viel zusammen erlebt und auch durchlebt haben. Die Entwicklung dieser Freundschaft verfolgen zu können, war für mich wahnsinnig interessant. Sie war so komplex und schwierig und gleichzeitig wunderschön; ich bewundere die Autorin dafür, wie gut sie die Beziehung zwischen Billie und Cassie dargestellt hat. Auch bewundere ich Carola Lovering für die Art, wie sie die Protagonistin gezeichnet hat. Obwohl ich mit vielen ihrer Entscheidungen nicht übereingestimmt habe, fiel es mir leicht, mich in Billie hineinzuversetzen und mit ihr mitzufühlen. Ihr Innenleben wurde so gut erklärt und die ganze Geschichte, die Handlung, die Figuren haben mich wirklich berührt. Das Buch bekommt von mir 5 Stern; es ist wirklich einzigartig und super spannend!