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Subversiv, ihrer Zeit voraus, sich allen Konventionen verweigernd. Allem voran stellte Tove Jansson die Kunst, die Suche nach neuen Ausdrucksformen. Aber sie war auch Familienmensch, zuverlässig, besonnen, genügsam, reich an Liebe und Empathie. In Tuula Karjalainens einfühlsamer und reich bebilderter Biografie tritt uns diese außergewöhnliche Künstlerin lebendig entgegen.

Biografien & Memoiren
352 SeitenUnknown
Erschienen an: 07.2014

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.4(2 ratings)
JuliaRezension von Julia

Einmal abgesehen davon, dass ich eine schlechte Sachtextleserin bin, war dieses Buch so lala unterhaltsam. Diverse inhaltliche Wiederholungen zB führten zu einer zähen Lektüre. Zudem hatte ich mir mehr Input über die literarische Tove erhofft, doch die Autorin ist Professorin der Kunsthistorik und legt daher ihren Fokus anders. Leider führte dies aber auch nicht dazu, dass ich einen tieferen Einblick in die Bildende Kunst von Jansson erhalten habe. Die Beschreibungen blieben oberflächlich. Aber: Tove Jansson ist eine wunderbare, inspirierende Frau mit vielen Talenten, großem Verstand und offenem Herzen. Und diese Biografie macht Lust auf noch mehr von ihren zahlreichen Projekten. Tove Jansson über ihre Gefühle während des zweiten Weltkriegs: „Krieg überall, die ganze Welt im Krieg... manchmal habe ich das Gefühl, dass die aufgestauten Ängste des ganzen Landes auf mir lasten und mich zu zersprengen drohen. Nie war Mitgefühl so vermischt mit Bitterkeit, Liebe mit Hass und der Lebenswille - also der Wunsch, trotz allem richtig und würdevoll zu leben - mit dem Bestreben, sich einfach zu verkriechen und loszulassen.“ „Als junges Mädchen hatte Tove Jansson im Sommerort Pellinge ihre erste, einem Mumintroll ähnliche Gestalt an die Wand des Toilettenhäuschens gezeichnet, und diese Gestalt stellte Immanuel Lanz dar. Daneben hatte sie den Satz geschrieben: „Freiheit ist das Beste von allem.““ „Die Autorin hatte eindeutig keine pädagogischen Absichten: „Ich schreibe, um Freude zu bereiten - und nicht, um zu erziehen...“ und sie verfolgte laut eigener Aussage auch keinerlei Anschauungen oder Philosophie. Es sei ihr einzig darum gegangen, Dinge zu schildern, die sie selbst fasziniert oder geängstigt hätten, und alles „um eine Familie herum [geschehen zu lassen], die sich in erster Linie durch freundliches Staunen und Akzeptanz gegenüber der Welt auszeichnet und deren Mitglieder sich miteinander außergewöhnlich wohlfühlen.““ Tove auf die Frage ob sie über das Leben nach dem Tod nachgedacht habe: „ja, ich warte gespannt auf das, was kommt - und hoffe, dass es eine fröhliche Überraschung sein wird.“

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