The Watchers - Wissen kann tödlich sein
von John Marrs
Im digitalen Zeitalter sind Informationen wertvoller als Gold. Doch Computer können gehackt und Files gestohlen werden. Nach einem massiven Cyberangriff fürchtet die britische Regierung um ihre Staatsgeheimnisse und entwickelt einen ebenso riskanten wie genialen Plan: die brisantesten Informationen werden offline genommen, in einen genetischen Code umgewandelt und fünf Zivilisten implantiert. Dafür bekommen diese so genannten Wächter die Chance auf ein neues Leben, eine neue Identität und finanzielle Unabhängigkeit. Auf keinen Fall aber dürfen sie Kontakt zueinander aufnehmen, denn gemeinsam kennen sie jede noch so schmutzige Parteiaffäre, die Wahrheit über Lady Di's Tod und die intimsten Geheimnisse der Queen. Doch jeder der Wächter verfolgt eine eigene Agenda, und schon bald entwickelt das Regierungsprojekt eine Dynamik, in der niemand mehr weiß, wem er eigentlich noch trauen kann ...
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The Watchers - Wissen kann tödlich sein
von John Marrs
Im digitalen Zeitalter sind Informationen wertvoller als Gold. Doch Computer können gehackt und Files gestohlen werden. Nach einem massiven Cyberangriff fürchtet die britische Regierung um ihre Staatsgeheimnisse und entwickelt einen ebenso riskanten wie genialen Plan: die brisantesten Informationen werden offline genommen, in einen genetischen Code umgewandelt und fünf Zivilisten implantiert. Dafür bekommen diese so genannten Wächter die Chance auf ein neues Leben, eine neue Identität und finanzielle Unabhängigkeit. Auf keinen Fall aber dürfen sie Kontakt zueinander aufnehmen, denn gemeinsam kennen sie jede noch so schmutzige Parteiaffäre, die Wahrheit über Lady Di's Tod und die intimsten Geheimnisse der Queen. Doch jeder der Wächter verfolgt eine eigene Agenda, und schon bald entwickelt das Regierungsprojekt eine Dynamik, in der niemand mehr weiß, wem er eigentlich noch trauen kann ...
Aktuelle Rezensionen(5)
Wie immer sehr spannend, auch wenn manche Tropes (das kaputte Handy in einer wichtigen Situation, eigentlich unmögliche Zufälle) etwas ausgelutscht waren. Ich finde es schön, dass sich durch die Bücher des Autors, die ich bis jetzt gelesen habe, Elemente ziehen, die die Welt, in der die Handlung spielt, vertraut wirken lassen.
In der erzählten Zukunft reagiert die Regierung ihrer britischen Majestät auf die Bedrohung durch Cyberangriffe, indem sie Staatsgeheimnisse in die Gehirne ausgewählter Personen implantiert. Dieses Konzept scheitert jedoch nicht nur technisch, sondern vor allem psychisch. Die Geschichte zeigt, dass der Versuch, technologische Möglichkeiten immer weiter auszudehnen, an die fundamentalen Grenzen menschlicher Belastbarkeit stößt. Der Roman greift des Weiteren damit ein Grundmotiv moderner digitaler Gesellschaften auf: Nichts, was einmal in einem Netzwerk gespeichert wurde, verschwindet wirklich. Der digitale Fußabdruck ist unauslöschlich – und in der Welt des Romans materialisiert sich dieses Prinzip buchstäblich im menschlichen Körper. Die Idee, staatliche Geheimnisse „in Menschen“ zu speichern, wird zur extremen Zuspitzung dessen, was wir bereits kennen: absolute Datenpersistenz und die Unmöglichkeit, sich von den Spuren der eigenen digitalen Existenz zu lösen.
3,5 Sterne
Eher 3,5 Die Idee dahinter finde ich erstmal gut. Man fragt sich ja schon was passiert, wenn genau so ein Hackerkollektiv wie in John Marrs Romanen die Möglichkeit hätte Staaten mit Daten zu erpressen... Und ich hinterfrage hier einfach mal nicht, das es möglich wäre Daten so zu sichern, wie es im Roman dann geschieht^^ Das Problem für mich war, das die Handlung an einigen Stellen doch sehr vor sich hin plätschert und man sich schon fragt, was wird denn jetzt noch passieren. Nervig fand ich dann, allerdings, das der Autor mal wieder einige Entscheidungen bezüglich Leben und Tot seiner Figuren trifft, die dazu führten das ich mich fragte, weshalb hab ich über sie dann überhaupt gelesen... Nun gut, eigentlich war es auch wieder recht vorhersehbar. Vor allem wenn man mal die Entscheidungen einer der Figuren genauer betrachtet, weiß man wie der Hase läuft. Trotzdem, es hat eben auch Spaß gemacht und ich hatte richtig Lust weiter zu lesen. Schwierig zu erklären, aber durch die unterschiedlichen Perspektiven wird man schon immer wieder dazu gebracht, wissen zu wollen was mit ihnen zur Zeit so passiert. Dabei hatte ich dieses Mal insgesamt das Problem das ich diese manchmal etwas durcheinander brachte. Ich glaube weil sie alle mit ziemlich viel Altlasten aus ihrer Vergangenheit in das Projekt kommen. In The Wachters gefiel mir dieses mal die Verbindung zu The One und auch The Passengers besser als in Band 2 der (losen) Reihe. Es fühlte sich passend an und wirkte nicht so konstruiert. Das sorgt aber auch wieder dafür, das man definitiv die Reihenfolge einhalte sollte, obwohl die Geschichten selbst eigentlich eigenständig wären, gibt es schon massive Spoiler. Insgesamt hätte ich hie und da gerne etwas mehr Spannung gehabt und ich fand die Auflösung wurde mir nicht so präsentiert, das ich sie überzeugend fand. Ja, es machte alles seinen Sinn, aber ich fand es war an ein paar Stellen zu drüber. Das ist ja ein Problem das Marrs gerne mal hat. Aber hier hat es mir persönlich irgendwie die Spannung geklaut. Mir fehlte wohl vor allem ein richtiger Knalleffekt. Alles in allem solide, aber an The One kommt auch The Watchers nicht heran.
Endlich wieder ein neues Buch von John Marrs. Darauf habe ich nur gewartet, denn „The One“ und „The Passenger“ wurden direkt von mir verschlungen, als sie erschienen. Da war es klar, dass auch „The Watchers“ sofort gelesen werden musste. Zukunftsnahe Themen mit ethischen Fragen John Marrs schafft es immer wieder, brandheiße Themen in Bücher zu verpacken. Was sich wie ferne Zukunft anhört, könnt eigentlich auch zeitnah schon Realität sein und macht die Geschichten daher so besonders. Auch in „The Watchers“ geht es wieder um einen Bereich der Digitalisierung, bei dem man während des Lesens und auch nach dem Beenden noch ein paar Male drüber nachdenkt. Ich weiß absolut nicht, wie Marrs es schafft, sich solche Geschichten auszudenken, aber er fasziniert mich immer wieder. Die Ausarbeitung ist immer sehr gut und informativ. Außerdem dreht es sich teilweise auch um ethische Fragen, auf die es meist keine eindeutige Lösung gibt. Das macht die Bücher so spannend und hat mich auch bei „The Watchers“ wieder überzeugen können. Verschiedene Handlungsstränge Wie bereits in den anderen Büchern von Marrs verfolgt auch „The Watchers“ den Aufbau der Kapitel aus verschiedenen Sichten. Die Überschrift deutet immer darauf hin, welche Handlung welcher Person nun folgt, sodass man den Überblick nicht verliert. Das Buch bekommt dadurch mehr Perspektiven und teilweise auch unterschiedliche Ansichten, sodass es spannend ist und bleibt. Stück für Stück erfährt man zuerst einiges über die Person und deren Vergangenheit. Dabei werden auch immer wieder Informationen oder Handlungen aus „The One“ und „The Passenger“ eingewoben, sodass es insgesamt spaßiger ist, wenn man die vorherigen Bücher bereits kennt. Das ist allerdings kein Muss, denn die Bücher lassen sich auch unabhängig voneinander lesen. Spannende Wendungen Marrs schafft es wieder, Spannung aufzubauen und lässt immer nur kleine Informationen durchrieseln, die an die Handlung binden. Denn man möchte ja schon wissen, wie es letztendlich ausgehen wird. Schade fand ich dieses Mal aber, dass es mir insgesamt zu lange gedauert hat und dadurch teilweise langatmig wirkte. Der Mittelteil hätte in meinen Augen etwas kürzer ausfallen können. Erst gegen Ende, wo sich die Handlungsstränge immer mehr verweben, kam die Spannung wieder so richtig zurück für den „Showdown“. An dieser Stelle war ich deutlich mehr an das Buch gefesselt und wieder tief in der Geschichte drin. Fazit Insgesamt wieder ein tolles Buch von John Marrs, das mit einem spannenden Thema überzeugt und tolle Sidekicks eingebaut hat. Leider für mich stellenweise etwas langatmig, sodass es mich nicht vollends begeistern konnte. Aber trotzdem immer noch ein sehr gutes Buch, das ich weiterempfehlen kann.