Sprache und Sein
von Kübra Gümüşay
Kübra Gümüşay beschreibt wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. „Ein beeindruckendes Buch, poetisch und politisch zugleich.“ Margarete Stokowski Dieses Buch folgt einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse – anders miteinander kommunizieren?
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Sprache und Sein
von Kübra Gümüşay
Kübra Gümüşay beschreibt wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. „Ein beeindruckendes Buch, poetisch und politisch zugleich.“ Margarete Stokowski Dieses Buch folgt einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse – anders miteinander kommunizieren?
Aktuelle Rezensionen(19)
Manche Bücher trifft man zur falschen Zeit. Ich habe „Sprache und Sein” vor einigen Jahren begonnen und weggeleggt – nicht weil es schlecht war, sondern weil ich noch nicht bereit dafür war. Das sagt vielleicht mehr über das Buch aus als jedes Lob. Gümüşay schreibt keine bequeme Lektüre. Sie schreibt eine notwendige. In klarer Sprache legt sie frei, wie sehr die Worte, die wir benutzen, unser Denken formen – und wessen Denken dabei auf der Strecke bleibt. Das zieht einem leise den Boden weg. Wer sich darauf einlässt, wird das eigene Sprechen, Urteilen und Schweigen danach mit anderen Augen sehen (und evtl. mit anderen diskutieren). Über die literarische Form des Sachbuchs bin ich inzwischen hinweggekommen. Das Buch verhandelt seine eigene Kategorie sowieso souverän aus – es ist Essay, Manifest und Einladung zugleich. Sehr empfehlenswert. Aber nur, wenn man sich wirklich darauf einlassen möchte – und bereit ist, dabei unangenehme Begegnungen mit sich selbst in Kauf zu nehmen.
So so wichtig
An sich ein unfassbar tolles und wichtiges Buch. Aber leider zu akademisch - es fiel teilweise schwer dem Argumentationsstrang zu folgen. Teilweise hat sich die Autorin auch in ergänzenden Anekdoten verloren, wodurch es zäh wurde.
Super gut geschrieben und viele spannende Aspekte drin. In der Mitte zieht es sich leicht, aber das machen die anderen Kapitel wett
Ich fühle mich seit jeher gefangen in mehreren Welten und Gümüsay gab mir das Gefühl, verstanden zu werden. Sie zeigte mir Systematiken auf, über die ich zuvor nie nachgedacht habe, die als Ursprung dieses ewigen Dranges dienen, sich positionieren zu müssen in den Augen der Mehrheitsgesellschaft und der Mächtigen. Ich habe verstanden, dass es nicht normal ist, sich selbst in einer Art Ambiguität zu verstehen und dass ich mein ganzes Leben lang versuche, herauszufinden, in welche Schublade ich gehöre. Ich muss niemandem erklären, wie meine Eigenschaften als Gesamtidentität zusammenpassen. Mit dem Versuch einer Erklärung, stelle ich es selbst als erklärenswert dar und unterstütze damit den Glauben daran, dass meinem Wesen ein Widerspruch innewohnt. Diesen gibt es jedoch nicht. Und mit der Erklärungsnot positioniere ich mich selbst als einen „Sonderfall“, der ich nicht bin. Um zu erklären, warum ein Mensch so ist wie er ist, braucht es hunderte Stunden der Psychoanalyse, um auch nur an der Oberfläche zu kratzen. In wenigen Sätzen erklären: „Warum bist du so?“ spricht mir Individualität ab, Komplexität ab. Das ist eine Entmenschlichung. Ich werde mich nicht länger der Bequemlichkeit beugen, es allen möglichst einfach zu machen. Sie müssen damit leben, dass es für sie schwer ist, mich und alle anderen in ihrer Gesamtheit zu begreifen. Und wenn sie etwas lernen möchten, dann gilt es, wie Gümüsay sagt, Räume des Wohlwollens zu schaffen, in denen gleichberechtigt diskutiert wird.