3.3

Spielverderberin

von Marie Menke

Format:eBook

Über Landmenschen und Stadtkinder und das, was zwischen ihnen liegt Marie Menke schreibt über eine obsessive Freundschaft zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität und über die Kraft, die drei junge Frauen zusammenhält und gleichzeitig zu zerstören droht. Stimmungsvoll und bildreich entwirft die Autorin ein perfektes Zusammenspiel zwischen Zartem und Abgründigem. Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, sie stammen aus derselben Bauerschaft im Süthland. Erst in der Oberstufe stößt Romy dazu: Sie kommt aus der Stadt und ist freier und mutiger – aber auch unzuverlässiger. Die neue Dreierkonstellation ist getragen von gegenseitiger Faszination, die bald Gefahr läuft zu kippen. Beim Versuch, in ihren frühen Zwanzigern ihre Freundschaft nach Köln zu transportieren, hadern die jungen Frauen. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf: Zwischen all den intensiven Momenten der Vergangenheit liegt auch eine harte Nacht vergraben, an die eine der drei niemals erinnert werden darf.  »Was für eine kluge und schöne Sprache, die uns an ihre schwitzige Hand nimmt und mit den Füßen im Baggersee in die Tiefen einer Dreiecksfreundschaft bringt.« Sara Gmuer

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
185 SeiteneBook
Erschienen an: February 12, 2026

Was ist bookie?

  • Gratis Lieferung in Deutschland
  • Finde Bücher die zu dir passen
  • Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
  • Connecte dich mit anderen Leser*innen

Aktuelle Rezensionen(11)

3.3(54 ratings)
AnnaRezension von Anna

In "Spielverderberin" lesen wir die Geschichte von Sophie, Lotte und Romy. Sophie und Lotte wachsen zusammen in Aulbach auf. Einem kleineren Dorf, das von Landwirtschaft geprägt ist. In der Oberstufe kommt Romy aus München dazu und bekommt bereitwillig Raum in dieser Freundschaft. Doch schnell wird klar: drei sind eine zu viel. Auf zwei Zeitebenen wird erzählt, wie sich die Freundschaft der drei mit der Zeit verändert hat, welche toxischen Verhaltensweisen ihre Freundschaft belastete und wo sich ihre Wege trennten. Der Schreibstil der Autorin hat mir ganz gut gefallen. Man kann sich sehr leicht in die Welt hineindenken. Auch wenn mich die Erzählerin Sophie die meiste Zeit sehr angestrengt hat. Ihre Vergangenheit belastet sie sehr, denn dort ist etwas passiert, das sie nie verarbeitet hat. Doch anstatt sich wirklich helfen zu lassen steigert sie sich in die seltsame Beziehung zu Romy hinein. Will so cool, gelassen aber auch irgendwie rücksichtslos sein, wie sie. Dabei merkt sie gar nicht, wie unempathisch und fast schon besessen sie sich verhält. Romy wirkt kalt, manipulativ und berechnend, doch das ist letztlich auch nur die Brille, die Sophie auf hat. Ist ihr Verhalten wirklich so? Sie ist nicht sympathisch aber eben auch noch jung. Auch Romy muss ihren Weg finden, zu sich selbst finden. Und dabei tun sich die Verhaltensweisen von Sophie und Romy nicht gut. Lotte spielt nur eine untergeordnete Rolle, was ich sehr schade fand. Sie kann man gar nicht richtig kennenlernen und so fehlt irgendwie ein Teil der Perspektive. Ich hätte mir auch deutlich mehr Fokus auf die Freundschaft gewünscht. Wie haben sie sich freundschaftlich so entwickelt? Wie eng waren Lotte und Sophie miteinander bevor Romy kam? Wie hat sich ihre Freundschaft dann verändert? Es wurden einige Themen angeschnitten aber nicht weiterverfolgt, was ich schade fand. Vor allem die Thematik mit auf dem Land aufwachsen und in der Großstadt hat sehr viel Raum eingenommen. Diese Diskussion spielte sicherlich auch in der Freundschaft der drei eine Rolle, wurde aber aus meiner Sicht dann nicht richtig in ihre Dynamik eingebunden. Das Ende lässt mich eher unbefriedigt zurück, denn das, was mich von Anfang an an der Geschichte interessiert hat, wird nicht wirklich aufgeklärt. So war ich am Ende genauso schlau wie am Anfang, was mich eher enttäuscht. Sehr schade.

Olivia FlungerRezension von Olivia Flunger

Schnell und einfach zu lesen, aber vieles ist unklar und verwirrend

RoxaneRezension von Roxane

Gute Idee, aber für mich bleiben zu viele Plots unabgeschlossen Ein Perspectivenwechsel hätte der Geschichte auch mehr Tiefe verliehen.

Almut Rezension von Almut

Hat mich nicht völlig abgeholt. Leider, obwohl ich die Charaktere mochte. Allerdings wirkte es eher konstruiert am Ende. Schade

KatrinRezension von Katrin

Jahreshighlight ❣️ Das Buch handelt von Sophie, Lotte und Romy, die zusammen auf dem Dorf groß geworden sind, wobei der Roman aus Sophies Perspektive geschrieben ist. Ein Erzählstrang handelt von der Phase kurz vor und nach dem Abitur, in der es vor allem um die Zukunftspläne, die damit verbundenen Ängste und die Freundschaft der dreien, die dadurch auf die Probe gestellt wird, geht. Der zweite Erzählstrang, mit dem das Buch auch beginnt, spielt vier Jahre später. Lotte und Sophie sind beide in die Großstadt gezogen, haben studiert und werden plötzlich von Romy für ein Wiedersehen aufs Dorf eingeladen. Es wird schnell klar, dass vor vier Jahren etwas vorgefallen sein muss, was die Freundschaft der dreien für immer verändert hat… Dadurch wird direkt zu Beginn eine gewisse Spannung aufgebaut, die über das gesamte Buch hinweg aufrechterhalten wird, während immer mehr Details über den Sommer nach dem Abitur zutage kommen. Neben dieser erzeugten Spannung hat mir der Roman auch ansonsten so gut gefallen, dass ich ihn in einem Stück durchlesen wollte. Mit Sophies Sorgen und Gedanken nach dem Abitur konnte ich mich sehr gut identifizieren. Wer wie Sophie auf dem Land groß geworden ist, kennt es bestimmt: Es gibt auf dem Dorf keine Lebensvorstellungen / -entwürfe, die über die Dorfgrenzen hinausgehen. Wie soll man also Entscheidungen über die eigene Zukunft treffen, wenn man nicht mal alle Optionen kennt? Während Sophie nicht sicher ist, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte, scheint Lotte genau zu wissen, was sie macht und machen will. Und so entsteht eine immer (toxischere) Beziehung der Abhängigkeit zwischen den beiden, in denen Sophie sich immer mehr versucht an Lotte zu orientieren. Auch diese ungesunde Freundinnenschaft kam mir aus meiner eigenen Schulzeit sehr bekannt vor. Dadurch, dass das Buch aus Sophies Perspektive geschrieben ist, konnte man sehr mit ihr mit fühlen und ihre Handlungen gut nachvollziehen, auch wenn sie vielleicht keine grundsätzlich sympathische Hauptfigur ist. All die behandelten Themen – der Dorf-Stadt-Unterschied, die Privilegien, die entstehen, je nachdem wo und wie man aufwächst, die toxische Freundinnenschaft, von der man sich trotzdem nicht ganz lösen kann – waren es, was das Buch für mich besonders und zu einem Highlight gemacht hat. Ich konnte mich sehr gut damit identifizieren und kann es jedem empfehlen, der selbst den Sprung vom Land in die Großstadt gewagt hat, oder ebenso keine genauen Zukunftsvorstellungen hat. Aber auch für alle anderen, die einfach nach einer spannenden Geschichte mit mehreren Erzählsträngen suchen, ist dieses Buch empfehlenswert. Für mich jetzt schon ein Jahreshighlight! 💛

Ähnliche Bücher

Nora Haddada

Elina Penner

Sophia Como

Anne Freytag

Kiran Millwood Hargrave

Louise K. Böhm