3.0

Solartopia - bis zum Ende der Zeit

von Victoria Hume, Katrin Segerer, Yvonne Eglinger

Format:Hardcover
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Fazit: dieser Zweiteiler [...] ist ein Meisterwerk des Genres und dürfte nicht nur junge Leser ab 12 Jahren begeistern.

Science-Fiction & Fantasy
320 SeitenHardcover
Erschienen an: May 29, 2024

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.0(2 ratings)
JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/08/15/solartopia-2-bis-zum-ende-der-zeit/ Der zweite und abschließende Band von Victoria Humes Future-Fiction-Dilogie knüpft direkt an die Ereignisse des ersten Teils an. Nova, zurück in ihrem Garten hoch über Turris, ist nicht mehr allein. Mit Jett, seinem Vater Harlin und der Rebellin Euly steht ihr ein kleines, eingeschworenes Team zur Seite. Doch die Idylle währt nicht lange: Das Quartett muss nach Solartopia zurück, um dessen Bewohner vor den wahren Absichten des „Gärtners“ zu warnen – einem charismatischen Anführer, der in Wahrheit plant, große Teile der Bevölkerung dem giftigen Nebel zu opfern. Die Mission ist klar: Beweise finden, bevor es zu spät ist. Was auf dem Papier nach einem spannungsgeladenen Finale klingt, gerät in der Umsetzung allerdings ins Straucheln. Charaktere und Figurenzeichnung • Nova Ihre im zweiten Band erweiterten Fähigkeiten – insbesondere die Kontrolle und Einbindung von Pflanzen in Kämpfe – sind ein kreatives Element, das der Handlung visuell und ideenreich zugutekommt. Problematisch ist jedoch ihre Übermacht: Nova kann fast jede Situation allein bewältigen, wodurch die Bedrohungslage an Dramatik verliert. Zudem wirken ihre Handlungen und Gedankengänge oft deutlich kindlicher als ihr Alter von 16 Jahren vermuten lässt, was der Glaubwürdigkeit ihrer Figur schadet. • Jett Der junge Pilot, der im ersten Band Potenzial zur eigenständigen Figur hatte, bleibt hier vor allem Statist. Seine Rolle beschränkt sich größtenteils auf die Unterstützung Novas und einige emotionale Momente, die aber nicht ausreichen, um Tiefe zu entwickeln. • Harlin & Euly Beide bringen interessante Ansätze mit – Harlin als väterliche Figur mit Erfahrung, Euly als rebellische Kämpferin – werden jedoch nur oberflächlich genutzt. Wichtige Entscheidungen gehen fast immer von Nova aus, wodurch die Nebenfiguren kaum Relevanz entfalten. Stärken • Atmosphäre und Weltbau Die Kulisse von Solartopia bleibt bildreich und detailverliebt beschrieben. Die Mischung aus futuristischen Elementen und organischen Naturstrukturen ist originell und bietet ein interessantes Setting. • Schneller Handlungseinstieg Im Gegensatz zu manch anderem Jugendroman gibt es hier kaum eine lange Exposition – die Handlung setzt unmittelbar ein und kommt ohne Umwege zum zentralen Konflikt. • Kreative Fähigkeiten Novas Pflanzenkräfte sind ungewöhnlich und visuell reizvoll, was den Action-Szenen einen gewissen Wiedererkennungswert gibt. Schwächen • Jugendbuch-Ton und sprachliche Schlichtheit Im Vergleich zum ersten Band ist die Sprache deutlich einfacher und stärker auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Dies nimmt der Geschichte an Komplexität und lässt anspruchsvollere Leser schnell aussteigen. • Vorhersehbarkeit Viele Wendungen sind früh erkennbar, der Ausgang der Handlung zeichnet sich schon im ersten Drittel ab. Überraschungen bleiben aus. • Klischeehafte Handlungselemente Bestimmte Konflikte, Dialoge und Figurenentwicklungen folgen bekannten Mustern, die in Jugenddystopien bereits häufig zu finden sind. • Unglaubwürdige Altersdarstellung Insbesondere Nova handelt und denkt oft nicht wie eine 16-Jährige, sondern wirkt jünger und naiver. Das steht im Kontrast zu den Gefahren und moralischen Dilemmata, mit denen sie konfrontiert wird. • Ungleichgewicht in der Figurenbedeutung Die Nebenfiguren haben kaum Entscheidungsgewalt und bleiben im Schatten der übermächtigen Hauptfigur, was das Teamgefühl schwächt und Konfliktpotenzial ungenutzt lässt. Fazit Solartopia – Bis zum Ende der Zeit will ein packendes Finale bieten, doch trotz atmosphärischer Welt und interessanter Grundidee wirkt die Ausführung formelhaft und wenig fordernd. Die überstarken Fähigkeiten der Hauptfigur nehmen der Handlung Spannung, die Nebenfiguren bleiben blass, und der einfachere, jugendliterarische Stil schmälert die Tiefe, die der erste Band zumindest in Ansätzen bot. Mir hat dieses Buch leider gar nicht gefallen. 1 von 5 Sternen!

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