3.3

Sieben Tage Sommer

von Thommie Bayer

Format:Hardcover

Max Torberg ist ein wohlhabender Mann und besitzt in den Hügeln an der Côte d'Azur ein großzügiges Ferienhaus. Dorthin lädt er fünf alte Bekannte ein, die ihm 30 Jahre zuvor bei einem Überfall das Leben gerettet haben. Seither sind sie sich nicht mehr begegnet, nun sollen sie eine Woche in seinem Haus verbringen, wo sich seine Angestellte Anja um sie kümmert. Er selbst ist noch verhindert. Bei Rotwein, Gesprächen und gutem Essen beginnen sich seine Gäste zu fragen, worin der Grund ihres Besuchs liegt. Tatsächlich verfolgt der kluge, aufmerksame Torberg ein Ziel - das auch Anja mit einschließt. -- publisher's note.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
151 SeitenHardcover
Erschienen an: 2022

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.3(17 ratings)
Christian Steinberger Rezension von Christian Steinberger

Grundsätzlich ist die Idee, das Genre des Briefromans mal wiederzubeleben, nicht verkehrt und ein interessanter Ansatz - verlegt in die heutige Zeit natürlich in Form von Emails, die zwischen dem reichen und einflussreichen Max Torberg und Anja, die auf seinen Auftrag hin Strippenzieherin und Organisatorin eines Urlaubs in Südfrankreich ist, erfolgt. Anja nimmt die Rolle einer Haushälterin für Max' Landhaus in Südfrankreich ein, in das Max eine Reihe von fünf Gästen geladen hat, die vor 30 Jahren sein Leben gerettet haben. Diese fünf Bekannte haben sich auch untereinander seit diesem Ereignis nicht mehr gesehen und kommen nun nach so langer Zeit wieder zusammen - Anja erstattet Max regelmäßig Bericht, wie sich die Dynamik zwischen den Figuren verändert, während sie mit zunehmender Ungeduld auf das Eintreffen ihres Gastgebers warten. Eine Gruppe Leute kommt in einem Haus im schönen sommerlichen Frankreich zusammen - wie oft haben wir diesen Plot schon gehabt? Dieser Roman wäre aber verschenkter Platz im Reisegepäck für den Urlaub - schon nach den ersten Seiten stellt man sich die Frage, wieso Anja sich von diesem manieristischen und gönnerhaften Max, der von seinem Wohlstandsthron aus Anweisungen erteilt, alles ausführt, was der Herr will - was sie den Gästen kocht und serviert, lässt natürlich nichts aus, was eine provenzalische Speisekarte ausmacht, wertet aber die Handlung damit keineswegs auf. Auch die fünf Bekannten, die nach und nach anreisen, sind aus der Klischeekiste geholt worden - der selbstbewusste Draufgänger, der stille in sich Gekehrte, die hedonistische Erfolgreiche und so weiter...gähn. Da überrascht es einen nicht, dass in diesen lauen Sommernächten bald jemand miteinander in der Kiste landet - natürlich nicht, ohne auf das Grillengezirpe und wie weißen Laken, die sich im Wind bauschen, hinzuweisen. Und man geht natürlich nachts nackt schwimmen. Dass die fünf Eingeladenen so bereitwillig der rätselhaften Einladung nach Südfrankreich folgen, selbstverständlich auch eigene Geheimnisse haben, die nach und nach zu Tage gefördert werden und sich erst sehr spät die Frage stellen, was das alles hier soll - es ist kaum auszuhalten. Die mit Dankbarkeit verargumentierte Selbstgefälligkeit des Max nervt und sehr bald kann man sich denken, wer am Ende von Max noch ein besonderes Geschenk erhalten wird. Dieses Buch kann man sich getrost sparen.

raspberreenRezension von raspberreen

Ein schöner Sommerroman für kurze Lesemomente zwischendurch. Anja, erledigt einen kleinen Auftrag, eine kleine geheime Spionage für den älteren Herrn Max und hält ihn mit ihren E-Mails ständig auf dem Laufenden. Gemütlich, einfach und sehr sehr angenehem geschrieben. Ein leichtes, entspanntes Buch zum abschalten und schmunzeln. ✨☀️🍳🤫

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