3.7

Sechzehn Wörter

von Nava Ebrahimi

Format:Hardcover

Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2021Es gibt Wörter, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als wären sie immer schon hier gewesen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden.Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben zwischen Coworking und Clubszene ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Und Monas Mutter schließt sich den beiden an. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist. Aber manchmal wird uns das Fremde zum heimlichen Vertrauten. Und über das, was uns vertraut schien, wissen wir so gut wie nichts.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: March 27, 2017

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.7(13 ratings)
nessaboRezension von nessabo

Das Buch liest sich wirklich gut und schnell, auch wenn ich zu den Figuren keine richtige Bindung aufbauen konnte. Verschiedene persische Wörter werden geschickt in den Text eingebunden und in einem der nächsten Kapitel übersetzt. Das alles passiert sprachlich total elegant und organisch im Laufe der Handlung. Die Geschichte bekommt am Ende einen derartigen Twist, dass es sich eigentlich lohnen würde, das Buch mit dem Wissen gleich nochmal von vorn zu lesen. Ich denke, ich hätte mir für die Charaktere noch etwas mehr Glück/Liebe gewünscht, andererseits soll es vielleicht auch einfach nicht darum gehen, sondern um die Komplexität des Lebens der Protagonistin als Deutsch-Iranerin.

JulianeRezension von Juliane

Die gesamte Rezension gibts hier: https://iamjane.de/rezension-sechzehn-woerter-von-nava-ebrahimi/ „Sechzehn Wörter“ bietet eine melancholische, witzige und bittersüße Geschichte. Völlig offen ging ich an die Geschichte heran und wurde so positiv überrascht. Nicht nur über den Iran als Land habe ich viel gelernt, auch über die dortige Kultur und die Gepflogenheiten. Der Schreibstil ist locker, der Roman lässt sich super leicht lesen. Während der Inhalt ebenso leicht beginnt, entwickelt sich hier eine tiefgründige und so berührende Geschichte. Definitiv ein Lesetipp!

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