Empfehlungen basierend auf "Schweizerspiegel"

Based on your reading history, we think you will also enjoy the following books.

von Heimito Doderer

Die Dämonen sind einer der bedeutendsten Großstadtromane diese Jahrhunderts. Gestalten des Wiener Großbürgertums und des Adels, Arbeiter und Intellektuelle, aber auch Typen der Halb- und Unterwelt sind zu einem schillernden gesellschaftlichen Gewebe verflochten. Hinter dem eleganten Charme der Fünfuhrtees und Tennisturniere werden Unsicherheit, politische Fragwürdigkeiten und sexuelle Ausschweifung sichtbar. Die Handlung läuft von Anfang an auf den Brand des Wiener Justizpalastes am 15. Juli 1927 zu, den Doderer als „Cannae der österreichischen Freiheit“ begreift: Im Verlauf der Auseinandersetzungen zwischen „Frontkämpfern“ und Republikanischem Schutzbund waren mehrere Arbeiter umgebracht worden. Nach dem Freispruch der Mörder durch die Justiz brachen Arbeiterunruhen aus, die von der Polizei blutig niedergeschlagen wurden. Obwohl die Schicksale der Figuren meist nur indirekt mit diesem historischen Ereignis verknüpft sind, gehört es zu Doderers kunstvoller Komposition, daß sich zahlreiche ihrer Lebensprobleme an diesem Tag klären.

von Erich Hackl

Zivilcourage in Zeiten der Unmenschlichkeit, damals wie heute – eine Erinnerung

von Mickaël Brun-Arnaud

"Demenz ist eine grausame Krankheit – dieses zauberhafte Märchen nimmt ihr ein wenig den Schrecken und weckt Verständnis." - Beate Schräder, Westfälische Nachrichten

von Hans Fallada

Neues von Hans Fallada entdecken: Die hier versammelten Anekdoten, Berichte, Erzählungen und Reden, die von der Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod 1947 reichen, sind zum Teil wenig bekannt oder noch gänzlich unveröffentlicht. Sie offenbaren, in welchem Maße der Autor ein einzigartiges Gespür für soziale Problemlagen entwickelt, sensibel Wirklichkeit beobachtet und künstlerische Mittel findet, um mit wenigen Strichen welthaltige Geschichten zu entwerfen – humorig, ironisch, manchmal auch sarkastisch. Falladas Glaube an die »Anständigkeit des Menschen« zeigt sich dabei jedoch stets unerschütterlich.

von Heimito Doderer

Schauplatz der Geschehnisse ist die alte Donaumonarchie um die Jahrhundertwende. Es ist die Zeit der "Väter". Es gibt Ordnung, keine Ideologien. Die Wohlanständigkeit drückt sich im Dekor aus. Probleme sind tabu. Donald Clayton, einziger Sohn eines englischen Maschinenfabrikanten in Wien, lebt sein "geordnetes" Leben an der Seite seines Vaters und scheint mit ihm wie ein Bruder verbunden. Aber innerhalb jener Welt ist solche Brüderlichkeit von Vater und Sohn trügerisch: Wo der Vater seinen Lebensanspruch durchsetzt, geht der Sohn am Vater zugrunde. "Die Wasserfälle von Slunj" sind der erste "Satz" des (unvollendeten), nach dem Vorbild einer Symphonie in vier Sätzen aufgebauten "Roman No. 7" Heimito von Doderers, dessen Einheit allein in seinen Formelementen liegen sollte. Der zweite "Satz" hat den Titel "Der Grenzwald".

von Erich Kästner

Eine sarkastische und messerscharfe, erschütterte und erschütternde Schilderung der letzten Monate der NS-Zeit und des Alltags in den Zeiten des schwierigen Neubeginns: ein einzigartiges Dokument und ein zeitloser Aufruf zu Mitmenschlichkeit.

von Gaito Gasdanow

Tagsüber studiert er, nachts arbeitet der Erzähler als Taxichauffeur. Er verkehrt mit Dieben und Zuhältern, Selbstmördern und Clochards, Verrückten und Alkoholikern. Drei Halbweltdamen haben ihn zu ihrem Vertrauten gemacht: Raldy, die ehemalige Luxusprostituierte, Alice, ihre untreue Schülerin, und Suzanne mit dem Goldzahn. Sie hat den Sprung ins bürgerliche Leben geschafft und hätte mit Fedortschenko fast ihr Glück gefunden. Gasdanow, der im Exil sein Geld als Taxifahrer verdiente, erzählt vom Leben der Emigranten im Paris der dreißiger Jahre, zwischen brennender Nostalgie und einer heillosen Gegenwart. "Nächtliche Wege" ist ein Meisterwerk der literarischen Moderne.

von Ehm Welk

1. Aufl. der Neuauflage, Hinstorff, Rostock, 2012. 445 S. mit zahlreichen Illustrationen von Egbert Herfurth, 22 cm, Pappband mit Lesebndchen u. Schutzumschlag, (Umschlag etwas fleckig)

von Hans Kruppa

Ein zutiefst weiser Roman China im 3. Jahrhundert vor unserer Zeit: Als der bedeutende Philosoph Tschuang Tse von einem Spaziergang nach Hause kommt, erwartet ihn ein junger Mann mit dem Befehl, ihn zu töten. Doch Tschuang Tse zeigt nicht die geringste Angst vor dem Tod. Die schicksalhafte Begegnung mit dem Weisen verwandelt den vermeintlichen Attentäter von Grund auf und ebnet ihm den Weg zu seinem wahren Selbst - und zu der Liebe, die eine junge Frau mit einer geheimnisvollen Gabe in ihm erweckt. Die beiden Männer begeben sich auf eine ereignisreiche Reise, in deren Verlauf wesentliche Lebensfragen gestellt und mit faszinierender Klarheit beantwortet werden. Dieser fesselnd geschriebene Roman voller Weisheit, Spannung und Poesie, der vor Jahrtausenden spielt, doch mit einer Fülle von Bezügen zur Gegenwart überrascht, ist ein tiefes und inspirierendes Buch, das zum Nachdenken über die eigene Lebenseinstellung und Weltanschauung anregt. Ein wunderschönes Geschenkbuch in hochwertiger Halbleinenausstattung mit Lesebändchen und Innenillustrationen. Hans Kruppa, geboren 1952 in Marl, studierte Anglistik und Sport in Freiburg und unterrichtete zwei Jahre an einem Gymnasium, bevor er sich 1981 ganz dem Schreiben widmete. Er lebt als freier Schriftsteller in Bremen. Seine Gedichte und Aphorismen, Romane und Kunstmärchen, Erzählungen und Kurzgeschichten hat er in zahlreichen Büchern veröffentlicht.

von Anton Cechov

Lachmatov, ein ehemaliger Beamter saß daheim am Tisch beim sechsten Glas Vodka und dachte an die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Als hinter der Lampe ein Teufel hervorschaute, begann Lachmatov denselben übers moderne Leben und Wirken der Teufel zu befragen. Der Teufel gab alle Geheimnisse der Hölle zum besten, schüttete sein Herz aus, weinte und gefiel Lachmatov so gut, dass er ihn bei sich übernachten ließ. Der Teufel schlief im Ofen und phantasierte die ganze Nacht. Am Morgen war er verschwunden.