Empfehlungen basierend auf "Schuberts Winterreise"
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von Selma Meerbaum-Eisinger
Nur wenige Dutzend Gedichte sind von Selma Meerbaum-Eisinger handschriftlich in ihrem Album »Blütenlese« überliefert. Was das jüdische Mädchen aus Czernowitz bedichtete, war die Liebe zu einem jungen Mann. Herausgekommen ist nicht weniger als ein Stück Weltliteratur. »Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so bedroht«, urteilte Hilde Domin. Unter ihr letztes Gedicht schrieb Selma Meerbaum-Eisinger: »Ich habe keine Zeit gehabt zuendezuschreiben«. Sie starb 1942 im Alter von 18 Jahren im Arbeitslager Michailowka am Bug an Typhus.
von Jörg Fauser
»Nicht jeder Autor taugt dafür, dass man sich noch einmal und mit zeitlichem Abstand seine Texte vornimmt. Bei Fauser lohnt es sich.« (Jürgen Ploog)
von Eugen Gomringer
1972 erstmals erschienen, ist der Band »konkrete poesie« längst selbst ein maßgebender Bestandteil der Geschichte dieser avantgardistischen Lyrikform nach dem Zweiten Weltkrieg geworden. Eugen Gomringer, Mitbegründer der Konkreten Poesie und Herausgeber der Anthologie, legt nun eine erheblich erweiterte Neuausgabe vor. Sie macht augenfällig, dass diese Form der Poesie, die mit der Sprache spielt, auch im 21. Jahrhundert höchst lebendig ist. Neu aufgenommene Autorinnen und Autoren sind: Hannes Bajohr, Ute Bernhard, Friedrich W. Block, Ingrid Isermann, Michael Lentz, Cia Rinne, Axel Rohlfs, Volker Seitz.
von Holm-Uwe Burgemann, Tanasgol Sabbagh, Heike Geißler, Enis Maci, Eva von Redecker, Moshtari Hilal, Sinthujan Varatharajah, Judith Schalansky
»Es ist möglich, liebe Leserin, die du dieses Buch zum ersten Mal beginnst, schreibe ich, bevor ich hier anfange, sich die Welt als eine gläserne Vase vorzustellen, für die es zwei Zustände gibt: zuerst den intakten, in der sie noch Blumen hält und in dem sich das durch sie hindurchgehende Licht sanft zum Regenbogen bricht; und dann jenen zersprengten, in dem Scherben den Boden übersäen wie die Überreste kleiner Muscheln den Strand. Eine Literatur, die aus der Geschichte kommt, um unsere Gegenwart zu beschreiben, müsste beantworten, was hier geschehen ist. Ihre Aufgabe bestünde in einer Scherbenlese; während es nun in deinen Händen liegt, die Scherben neu zusammenzusetzen.« Denn wohin wir in diesen Tagen auch schauen, die Verhältnisse sind längst ermattet. Die Vase, die eben noch Blumen hielt, ist nicht mehr, das Licht hat sich zerstreut. Beständig scheinen wir unter dem Eindruck jener endlosen Krise zu leben, die mit dem Anthropozän gleichbedeutend geworden ist: Der Mensch leidet unter seiner eigenen Gegenwart. Und doch erzählen die Neuen Erschöpfungsgeschichten nicht zuerst von jener planetaren, moralischen oder seelischen Erschöpfung, die wir landläufig damit verbinden. Sie handeln davon, was es braucht, um zu erzählen von dieser Welt, die nicht mehr ist, was sie nie war und niemals jemals sein wird. Dieses Buch entstand anlässlich von TEXT MATTERS. MATTERS OF TEXT, einem Literaturfestival, das ein Mal im Jahr von PRÄPOSITION und dem Klingspor Museum in Offenbach am Main veranstaltet wird. Das Format, der Farbraum, die Materialität und die strenge Mittelachse seiner Texte erinnern an Taschenbibel und ästhetisches Manifest gleichermaßen. So hinterlassen uns die Neuen Erschöpfungsgeschichten nicht nur eine melancholische Beschreibung dieser unruhigen Zeit, sondern auch eine hoffnungmach- ende Aussicht: »Man wird daraus einmal alle Konsequenzen ziehen.« 224 Seiten, 12 x 18 cm fadengeheftete Klappenbroschur Salzer EOS blauweiß 1,75-fach 90 g/m² Peyer Peydur Feinleinen 220 g/m² Sonderfarben Pantone Neon-Orange und Bronze-Metallic Artwork: Ruth Roxane Eckrich Custom Type Design: Laucke Siebein Schriften: Oracle Triple (ABC Dinamo), Shinka Mono (Aeiou Tools)
von Rose Ausländer
Bukowina II - Niagara Falls III - Jerusalem - Mein Venedig - Auf der Sichel reite ich - Alte Zigeunerin - Sibirisch - Schwüre tauschen - Neue Zeichen brennen am Firmament - Einsamkeit II - Schutzengel - Die Auferstandenen - Denn - Der Seher - Wo sich verbergen - Dennoch Rosen sommerhoch - Biographische Notiz - Sprache - Befehl - Bitte II - Luftschlösser - Gib mir - Treffen - Mutterland - Hoffnung IV - Stammeln - Papier - Wehrlos - Unbeschriebenes Blatt - Wege - Hoffnung II - Verlieren - Regenwörter - Chance - Worte - Ich bin schon lange verschollen - Hab alle Gesetze gebrochen - Keine Gedichte im Augenblick - Rad aus Wolkenherz - Raum II - Wer bin ich - Nie - Es bleibt noch - Löwenzahn - Schwüre - Wabe - Freund du warst - Ich gehe im Bett spazieren - Alles war schon - Frost - Im Regen - Nachtzauber - Im Augenblick - Meine Tochter - Trauer II - Und - Utopia - Unverläßlich - Geburtstag im Mai - Spinoza II - Mein Kind - Selbstporträt - Himbeerwald - Allee - Ganz bleiben - Almosen - Mein Atem - Schweigen II - Ich war ein Vogel - Ich lausche dem Monolog des Mondes - Sünder - Einverleibt - Brüder - Frühling I - Gemeinsam - Teilen II - Vertrag - Wachsen dürfen - Als gäbe es - Wort an Wort - Liebe V - Du bist die Stimme - Das Schönste - Altenheim - Porträt eines Greises - Spiegelbild - Weiß nicht - Ich denke - Noch bist du da - Zu kurz - Ich verzichte nicht - Auch deine Trauer - Alter - Zähl nicht II - Nur die Pause - Wer - Trennung - Verwandter Träumer - Wieder - Gib auf
von Dilek Mayatürk
Dilek Mayatürk ist eine neue weibliche Stimme in der türkischsprachigen Lyrik – stark, verletzlich, wütend. „An unser Herz werden wir uns erst dann erinnern, / Wenn es aufhört zu schlagen“. Die Gedichte von Dilek Mayatürk sind Aufforderungen, nicht in Coolness zu erstarren. In ihren Texten fließt rotes Blut, manche pochen vor Schmerz, Wut und Liebe – ungebrochen und ungeschützt, aber in Worten gebändigt. Trennung, Verlust, die eigene Herkunft werden hier verhandelt, aber auch das aktuelle politische Geschehen in der Türkei, mit all seinen Implikationen für die eigene Biographie.
von Jan Wagner
Neue Gedichte des Büchnerpreisträgers Jan Wagner – „Traumwandlerisch sicher, schafft dieser Dichter federleichte Gedichte, die schwer nachwirken.“ (Matthias Ehlers, WDR 5)Zweiundzwanzig Jahre nach der „Probebohrung im Himmel“ lässt sich Jan Wagner von der schnöden Scholle inspirieren: „Steine & Erden“. Aus dem lehmigsten, kalkigsten Boden der Tatsachen fördert sein Blick mit Lust das Erstaunliche zutage und verwandelt es in Gedichte, deren Leichtigkeit und Klangmagie immer wieder verblüffend sind. Alles lebt und erzählt Geschichten in diesem neuen beeindruckenden lyrischen Kosmos – von der Karottenrakete auf ihrem Weg zum Erdmittelpunkt über die schleichend wachsende Gummiakropolis ausgedienter Reifen bis zu Dürers „Rhinozeros“.
von Dylan Thomas
"Von diesem grandiosen Klassiker des Wortweltmeisters Dylan Thomas waren sie alle begeistert- die Stones, die Beatles, Anthony Hopkins, Richard Burton, Igor Strawinsky – und ich auch!" Elke Heidenreich Das legendäre Werk des walisischen Dichters Dylan Thomas in einer neuen, funkelnden Übersetzung von Jan Wagner, der ‚Unterm Milchwald‘ als das schönste Stück Literatur bezeichnet, „das jemals über den Äther lief“. Der Morgen beginnt in dem kleinen Fischerdorf Llareggub an der walisischen Küste. Wir folgen den Bewohnern in ihre Träume, wir sitzen in den Stuben, hören die Gespräche in einer Schenke, lugen in die Brautkammern unverheirateter Mädchen, erfahren von den Wünschen des blinden Kapitäns Cat und folgen insbesondere den heimlichen Liebespaaren hinauf in den Milchwald. Eine einzigartige „Prosa mit Blutdruck“, die von Bildern, Lautmalereien, Wortspielen schier zu bersten scheint.
von Dorothy Parker
Dorothy Parker verkörpert alles, was man gemeinhin mit New York in Verbindung bringt: Rastlosigkeit und Moderne, Esprit und Erfolg, aber auch Härte, Grausamkeit und Einsamkeit. Dorothy Parker ist die New Yorker Schriftstellerin schlechthin. Dorothy Parkers Gedichte sind stets ein Zusammenspiel aus Witz und Melancholie, aus Trauer und Scherz, aus Pathos und Spott. Ebenso wie ihre Erzählungen zeichnet sich ihre Lyrik durch einen charakteristischen Mix aus Selbstmitleid und Zynismus aus. Ein Abgleiten in Kitsch vermeidet sie durch Schnoddrigkeit und Ironie.