3.4

Schöne Welt, wo bist du

von Sally Rooney, Zoe Beck

Format:Hardcover

»Schöne Welt, wo bist du hat die karge, intensive Melancholie eines Hopper-Gemäldes. Ihr bester Roman.«Brandon Taylor, The New York TimesAlice trifft Felix. Sie ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, er arbeitet entfremdet in einer Lagerhalle. Sie begehren einander, doch können sie einander auch trauen? Alice' beste Freundin Eileen hat eine schmerzvolle Trennung hinter sich und fühlt sich aufs Neue zu Simon hingezogen, mit dem sie seit ihrer Kindheit eng verbunden ist. Sie lieben sich, doch ist der Versuch der Liebe den möglichen Verlust ihrer Freundschaft wert? Zwischen Dublin und einem kleinen Ort an der irischen Küste entfaltet Sally Rooney eine Geschichte von vier jungen Menschen, die sich nahe sind, die einander verletzen, die sich austauschen: über Sex, über Ungleichheit und was sie mit Beziehungen macht, über die Welt, in der sie leben. Schöne Welt, wo bist du ist eine universelle Geschichte über den Raum zwischen Alleinsein und Einsamkeit und über die Freiheit, sein Leben mit anderen zu teilen – überwältigend klug, voller Klarheit und Trost. 

Romance
352 SeitenHardcover
Erschienen an: September 7, 2021

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Aktuelle Rezensionen(29)

3.4(225 ratings)
NadiraRezension von Nadira

„Kurz gefasst, wen würde es interessieren, was die Romanfigur erlebt, wenn sich dieses Erleben im Kontext einer zunehmend schnelleren, zunehmend brutaleren Ausbeutung des größten Teils der menschlichen Spezies ereignet? Trennen sich die Protagonis-ten, oder bleiben sie zusammen? Es würde keine Rolle spielen in dieser Welt. Deshalb funktioniert der Roman, indem er die Wahrheit der Welt verdrängt - sie verschnürt und unter die glänzende Oberfläche des Textes schiebt. Und wie im echten Leben können wir uns wieder dafür interessieren, ob sich Leute trennen oder zusammenbleiben - falls, und nur falls, wir erfolgreich all das vergessen haben, was wichtiger ist: also tatsächlich alles.“ (104) „Gesichter, das Wetter, der Verkehr. Der Benzingeruch einer Tankstelle, das Gefühl, in den Regen zu geraten, vollkommen normale Dinge. Und so waren selbst die schlechten Tage gut, weil ich sie spürte und mich daran erinnerte, sie zu spüren. Auf diese Weise zu leben, hatte etwas Zartes - als wäre ich ein instrument, und die Welt würde mich berühren und in mir nachhallen. Nach ein paar Monaten ließ ich einzelne Tage aus. Manchmal schlief ich ein, ohne daran zu denken, etwas zu notieren, an anderen Abenden öffnete ich das Buch und wusste nicht, was ich schreiben sollte - mir fiel einfach nichts ein. Wenn ich Einträge machte, waren sie meist viel abstrakter, nicht mehr unmittelbar sinnlich: Songtitel oder Zitate aus Romanen oder Textnachrichten von Freunden. Im Frühjahr hielt ich es gar nicht mehr durch. Ich legte das Tagebuch manchmal wochenlang weg - es war nur ein billiges schwarzes Notizbuch von der Arbeit - und holte es schließlich doch wieder hervor, um mir die Einträge des Vorjahres anzusehen. Mittlerweile erschien es mir unmöglich, mir vorzustellen, jemals wieder so über Regen oder Blumen zu empfinden, wie ich es offenbar getan hatte. Ich verlor nicht einfach nur die Freude an sinnlichen Erfahrungen - es war, als würde ich sie einfach nicht mehr machen. Wenn ich zur Arbeit ging oder einkaufen oder sonst wohin und dann nach Hause kam, konnte ich mich nicht mehr erinnern, irgendetwas Besonderes gesehen oder gehört zu haben. Wahrscheinlich sah ich, aber nahm nicht wahr - die visuelle Welt erschien mir flach, wie ein Katalog aus Informationen. Ich sah die Dinge nicht mehr an, wie ich es zuvor gemacht hatte.“ (170-171)

SusannaRezension von Susanna

SusannRezension von Susann

Puh ja. Also es ist schwierig. Ich hab so viel von der Autorin gehört. Gutes. Und hatte gewisse Erwartungen, die leider nicht erfüllt worden sind. Es war zäh. Die Email-Kapitel haben mich zwischendrin genervt. Der Schreibstil ist anders, flüssig aber anspruchsvoll. Das gefällt mir. An sich war es trotzdem zäh für mich..

MelliRezension von Melli

ich mochte die geschichte aus zwei perspektiven. die e-mails waren mir aber teilweise doch zu langatmig. es fiel mir schwer eine emotionale bindung zu den charakteren aufzubauen.

Lena Rezension von Lena

Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Liebe. Dennoch bin ich mit den Liebesgeschichten und Felix als Charakter nicht wirklich warm geworden, auch wenn ich es zum Ende des Buchs deutlich angenehmer fand. Die Mails zwischen der Hauptstory haben den Lesefluss leider auch sehr aufgehalten, da diese - mMn - überflüssig waren.

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