Lässt sich Feminismus mit der Erziehung von Söhnen vereinen? „Ein wichtiges Buch, das wir jetzt brauchen. Weil es ein Türöffner ist.“ Mithu Sanyal Ihren Feminismus hat Shila Behjat durch unzählige Erfahrungen erlernt und sie kämpft für eine Welt, in der Männer nicht länger das Maß aller Dinge sind. Nun ist sie Mutter zweier Söhne – die im Alltag so manches Rollenmuster ins Wanken bringen. Persönlich und ungemein berührend erzählt Behjat anhand ganz alltäglicher Situationen, wie das Leben mit zwei heranwachsenden Jungs ihre feministische Haltung verändert hat – und verortet ihre Erfahrungen und Gedanken in den Debatten unserer Zeit. Auf diese Weise stellt sie sich lange vernachlässigten Fragen der Gleichberechtigung, die nicht nur Eltern, sondern die Gesellschaft als Ganze angehen. Ein konstruktives, selbstkritisches und sehr bewegendes Debüt, das zeigt: Es ist Zeit für ein Streitgespräch – mit uns selbst!
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Söhne großziehen als Feministin
von Shila Behjat
Lässt sich Feminismus mit der Erziehung von Söhnen vereinen? „Ein wichtiges Buch, das wir jetzt brauchen. Weil es ein Türöffner ist.“ Mithu Sanyal Ihren Feminismus hat Shila Behjat durch unzählige Erfahrungen erlernt und sie kämpft für eine Welt, in der Männer nicht länger das Maß aller Dinge sind. Nun ist sie Mutter zweier Söhne – die im Alltag so manches Rollenmuster ins Wanken bringen. Persönlich und ungemein berührend erzählt Behjat anhand ganz alltäglicher Situationen, wie das Leben mit zwei heranwachsenden Jungs ihre feministische Haltung verändert hat – und verortet ihre Erfahrungen und Gedanken in den Debatten unserer Zeit. Auf diese Weise stellt sie sich lange vernachlässigten Fragen der Gleichberechtigung, die nicht nur Eltern, sondern die Gesellschaft als Ganze angehen. Ein konstruktives, selbstkritisches und sehr bewegendes Debüt, das zeigt: Es ist Zeit für ein Streitgespräch – mit uns selbst!
Aktuelle Rezensionen(2)
Ein kluges Buch über Feminismus und auch über das Leben mit (noch kleineren) Söhnen. (Ich finde ja, ab der Pubertät wird es richtig interessant). Es ist kein Erziehungsratgeber, es leitet an, durch viele Geschichten und Wissen der Autorin, sich eigene Ideen zu machen, wie die Erziehung einer neuen Generation Jungen aussehen kann. Es macht Mut und gibt Zuversicht für die Zukunft.
Wer sich hier konkrete Ratschläge für die Kindererziehung erhofft, wird eher enttäuscht. Das Buch ist – wie der Untertitel schon sagt – ein Streitgespräch der Autorin mit sich selbst, darüber wie sie es mit ihrer feministischen Einstellung vereinbaren kann zwei Söhne – und damit den „Feind“ – großzuziehen. Es ist somit eine Ansammlung von persönlichen Gedanken Behjats gespickt mit zahlreichen Referenzen, mit denen ich mich mehr oder weniger identifizieren konnte. Schade fand ich jedoch, dass vieles nur angerissen und nicht zu Ende gedacht wird bzw. auch widersprüchlich ist. Einerseits spiegelt das gut den Zwiespalt der Autorin wider, andererseits ist es mir dadurch schwer gefallen, eine Message aus dem Text herauszulesen. Auch inhaltlich hatte ich persönlich mit einigen Punkten Schwierigkeiten: Obwohl die Autorin selbst Migrationshintergrund hat und diesen auch immer wieder anspricht, sind ihre Argumentationen großteils die eines Feminismus, der vor allem weiße Frauen der oberen Mittelschicht im Blick hat. Während sie zu Beginn ein für meinen Geschmack etwas überspitzes Bild von Männern als „Feinden“ zeichnet, verleiht sie gegen Ende ihrer Sorge darüber Ausdruck, dass sich ihre beiden weißen Söhne später einmal in einer Gesellschaft behaupten werden müssen, in der mehr Platz für Frauen und Diversität ist.