3.1

Ruf der Leere

von Daniel Alvarenga

Format:Softcover
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Seit Wochen fiebert Felix dem Wochenende mit Ben und Laura in der Waldhütte entgegen und ist nicht begeistert, dass seine Freunde ungebeten weitere Gäste mitbringen. Die Stimmung ist spürbar angespannt. Als ein alter Mann vor der Tür steht und die Gruppe auffordert, bis zum Abend eine Person auszuwählen, die es verdient weiterzuleben, während alle anderen sterben, gerät die Gruppendynamik aus den Fugen und offenbart, wer sich am Ende selbst der Nächste ist.Während sich die Situation im Wald immer weiter zuspitzt, beginnt Felix‘ Vater sich um seinen Sohn zu sorgen. Sie haben kein besonders inniges Verhältnis zueinander, doch Felix‘ plötzliches Verschwinden bewegt ihn dazu, sich mit dessen Leben auseinanderzusetzen. Dabei eröffnet sich ihm ein Bild, das ihn zutiefst beunruhigt.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
400 SeitenSoftcover
Erschienen an: December 23, 2025

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Aktuelle Rezensionen(6)

3.1(9 ratings)
LenaRezension von Lena

Ich habe noch nie einen Roman mit einem so irreführenden Titel und Klappentext gelesen. Der Hauptcharakter war von Anfang an unsympathisch, die anderen Charaktere teils sehr klischeehaft. Ich hatte das Gefühl, den Plot von Anfang an zu durchschauen, wurde dann aber natürlich doch - zum Teil zumindest - in die Irre geführt. Naja, aber einiges war schon sehr vorhersehbar. Nach dem Ende bleibe ich unbefriedigt zurück. Ich glaube, überkonstruiert ist hier das richtige Wort. Ein paar Perspektiven-Fehler gibt es meiner Meinung nach auch.

TinaRezension von Tina

Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch von Daniel Alvarenga gefreut - nicht zuletzt, weil die Leseprobe direkt fesselnd war und ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt. Allerdings entwickelte sich bis gut über die Hälfte des Buches und damit fast 200 Seiten lang nichts, außer in Ansätzen die Charaktere. Der eigentliche Aufhänger der Story wurde erst sehr spät und für mein Verständnis auch nur sehr am Rande thematisiert. Die Story basiert hauptsächlich auf Rückblicken auf die einzelnen Charaktere und auch das leider nicht so tiefgehend wie ich es mir gewünscht hätte. Ich konnte trotz der vielen verschiedenen Persönlichkeiten keine richtige Bindung zu auch nur einer einzigen aufbauen. Sie wurden alle eher fragmentiert beschrieben und es blieb zu viel offen (für meinen Geschmack) - das hätte man durchaus tiefer erzählen können. Tatsächlich - und zu meiner eigenen Überrraschung - haben mich auch der Erzählstil und die Sprache eher enttäuscht. Platt, mit wenig Tiefgang, vorhersehbar und klischeehaft. Schade, aber ich kann nicht mehr aus der Leseerfahrung herausholen und habe auch nur deshalb nicht abgebrochen, weil ich bis zuletzt gehofft hatte, dass noch ein Plottwist kommt, der alles in den Schatten rückt. Gesamtbewertung daher leider nur 2,5.

mrs.may.readsRezension von mrs.may.reads

Eine Gruppe junger Menschen verbringt ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte und veranstalten ein Party. Als ein alter, geheimnisvoller Mann erscheint und behauptet, der Tod zu sein, müssen sie entscheiden, wer von ihnen leben darf, denn alle anderen müssen sterben. Wen wählen sie und nach welchen Maßstäbe? Angst, Schuld und dunkle Geheimnisse kommen ans Licht. Im Kern geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, um Moral und Ethik, um Werte und Loyalität. Freundschaften werden auf die Probe gestellt, während Begehren und Eifersucht unterschwellig wachsen. Lügen und Intrigen ziehen sich durch die Geschichte und treffen auf unerfüllte Erwartungen, die tiefe Risse in den Beziehungen hinterlassen. Das Buch zeigt eindringlich, wie fragil menschliche Bindungen sind, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, die niemand treffen möchte. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und bewegt sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dieses Spiel verleiht dem Roman Tiefe, während die Figuren zunehmend von alten Entscheidungen eingeholt werden. Neue Wahrheiten verschieben immer wieder die moralischen Grenzen. Eindeutige Antworten gibt es nicht – und Unschuld schon gar nicht. Fazit: Dieses Buch hat mich vollständig in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist klar und direkt, dabei eindringlich und ohne Schonung. Die Spannung entsteht nicht durch rasante Ereignisse, sondern wächst leise – aus Gesprächen, inneren Zerrissenheiten und der unheilvollen Dynamik zwischen den Partygästen. Vieles bleibt lange im Dunkeln und überrascht gerade dadurch. Wer auf eindeutige Antworten hofft, wird enttäuscht, denn das bewusst offen gehaltene Ende hallt nach.

Nancy SchmidtRezension von Nancy Schmidt

„Ruf der Leere“ hat meinen moralischen Kompass spürbar ins Wanken gebracht. Im Kern geht es um zwischenmenschliche Beziehungen in all ihren Schattierungen: Loyalität, Begehren, Eifersucht, Schuld. Alvarenga nimmt diese Dynamiken und treibt sie konsequent auf die Spitze. Die Ausgangssituation klingt zunächst fast harmlos:
Der beste Freund kehrt aus dem Auslandssemester zurück, gefeiert wird mit einer Party in einer abgelegenen Waldhütte. Doch schnell kippt die Stimmung. Die große Liebe erscheint mit neuem Partner, der Freund bringt einen völlig Fremden aus Australien mit und dann betritt ein alter Mann die Bühne, der sich als der Tod vorstellt. Was folgt, ist keine symbolische Spielerei, sondern absolut brutal:
Nur eine Person darf überleben. Alle anderen müssen sterben.
Wen wählen sie? Und nach welchen Maßstäben? Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven der Partygäste erzählt und bewegt sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Gerade diese Struktur macht den Roman so wirkungsvoll. Die Figuren verstricken sich immer tiefer, alte Entscheidungen werfen lange Schatten, und jede neue Enthüllung verschiebt die moralische Gewichtung erneut. Nichts ist eindeutig. Niemand ist komplett unschuldig. 
Und genau das macht dieses Buch so spannend. Das Ende hat mich dann endgültig überzeugt. Absolut überraschend und stark! Fazit:
Ein Roman, der herausfordert. Wer klare Antworten sucht, ist hier falsch. Wer bereit ist, die eigenen moralischen Maßstäbe infrage zu stellen, sollte dieses Buch lesen.

Büchermotte Rezension von Büchermotte

Das Cover zu "Ruf der Leere" von Daniel Alvarenga ist passend zum Inhalt des Buches gestaltet: düster,mystisch. Felix lädt seine Freunde zu einer Wochend-Party in einer abgelegenen Hütte im Wald ein. Plötzlich taucht ein alter Mann auf und prophezeit, dass es bis Mitternacht nur einen Überlebenden geben wird und die Gruppe diesen auserwählen muss. Felix hat hier die Fäden in der Hand, verrennt sich aber immer in seinem Labyrinth aus Lügen und Intrigen. Für mich war es spannend zu lesen, bis der alte Mann erscheint. Ich hatte mir hier mehr Diskussionen zwischen den Partygästen erhofft. Eher beginnt hier ein Rückblick auf das was in der Vergangeneit zwischen den Personen geschehen ist. Und das Ende bleibt offen wie der Buchtitel "Ruf der Leere", der sich sicherlich auch auf die unerfüllten Erwartungen der Personen bezieht. Ich empfehle das Buch allen Lesenden, die mit psychologischen Texten vertraut sind. Ich kannte den Autor bisher nicht und möchte jetzt auch "Hundswut" lesen.

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