4.4

Rabenherz und Eismund

von Nina Blazon

Format:Hardcover

Das Land über dem gefrorenen Himmel hat Mailin bisher für ein schönes Märchen gehalten, mehr nicht. Als eines Tages ihre Freundin Silja angeblich ins Reich des Winterkönigs entführt wird, macht die unerschrockene Mailin sich auf einen gefährlichen Weg. Toma aus dem Clan der Elchreiter und Birgida, selbst eine Gefangene des Winterkönigs, helfen ihr, sich in dessen Schloss einzuschleichen – doch was hat es mit dem rätselhaften Eisprinzen auf sich, den sie in einem geheimen Trakt entdecken und den sie alle drei aus ihren Träumen kennen?

Science-Fiction & Fantasy
500 SeitenHardcover
Erschienen an: 2019-11-25

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.4(7 ratings)
IsabellaRezension von Isabella

„Federleichte Küsse schmolzen auf ihrem Gesicht und linderten die Hitze, die sie bis ins Mark aushöhlte und nichts von ihr übrig ließ als die Asche wirrer Erinnerungen.“ - Nina Blazon • Nach „Der Winter der schwarzen Rosen“ ist das nun mein zweites Buch von Nina Blazon. Es ist und bleibt der magische Schreibstil, der ihre Bücher einzigartig macht. Ich persönlich liebe Fantasy und Poesie, das ist etwas, was ich bisher nur in ihren Büchern so gut kombiniert finden konnte. Man folgt Mailín auf eine spannende Reise, auf der sie nicht nur die Liebe, sondern auch sich selbst findet. Ich mochte es sehr, wie viele Einblicke man in ihr Seelenleben bekommt und wie sie immer wieder ihre Strategien abwägt. Es macht sie zu einem besonderen Protagonisten, der eben nicht nur in schwarz und weiß denkt. Das Besondere an den Büchern ist es auch, dass man nichts vorhersehen kann und immer wieder von der Kreativität überrascht und von den Ideen mitgerissen wird. Aber auch, wenn man grade denkt, eine Ahnung zu haben, führt Blazon einen, im wahrsten Sinne des Wortes, gerne auch mal wieder auf’s Glatteis. Insgesamt ist „Rabenherz und Eismund“ ein packendes und bezauberndes Fantasy-Buch, dass ich jedem nur wärmstens empfehlen kann.

Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Zugebenermaßen so richtig objektiv bin ich nicht. Jedes Buch, welches ich von Nina Blazon bisher gelesen habe, hat mich bezaubert. Daher waren meine Erwartungen einerseits hoch gesteckt... andererseits hatte ich keine all zu große Angst, das die Autorin es nicht schaffen würde, diesen gerecht zu werden. Mich ziehen Romane gerade zu magisch an, die Märchenmotive in ihre Handlung einbinden und gerade das Märchen der Schneekönigin hat es mir sehr angetan. Blazon gelingt es so wunderbar, die einzelnen Motive erkennbar einzubauen und trotzdem eine ganz eigene, neue Geschichte daraus zu machen. Aber wer wie ich auch eine große Schwäche für das Meer und die Sagen und Mythen die sich hierum Ranken hat, wird auch nicht enttäuscht werden. Mir persönlich hat dabei die Vermischung von Märchen und Wirklichkeit der Figuren im Roman auf der einen Seite und Märchenmotiven, dir als Leser*innen kennen sehr gefallen. Das Spiel mit der Frage, welchen wahren Kern Märchen so in sich tragen können, fand ich sehr gelungen. Doch eigentlich macht noch etwas ganz anderes, den Roman zu etwas besonderem. Der Fokus auf der Freundschaft der drei Frauen, Mailinn, Toma und Brigida hat mich besonders überzeugt. So unterschiedlich sie auch sind, sie werden nicht allein durch ihr Aussehen definiert oder durch eine Konkurenzsituation, die für Konflikte sorgen würde. Das glaubwürdig zu beschreiben, ihre Ängste und auch andere Gefühle der drei, das ist für mich definitiv eine große Stärke des Romans. Es ist toll, das der Fokus so ganz auf den Fragen liegt, die Mailinn sich beantworten möchte. Auf dem Abenteuer das sie sich erhofft, aber auch auf Fragen, von denen sie gar nicht wusste, das sie sie Antwort danach gesucht hatte. Und der geheimnisvolle Eismund bringt dann ebenfalls so seine Eigenheiten mit in die Geschichte, aber trotzdem bleibt er eigentlich eher am Rande. Auch wenn er schon eine wichtige Figur bleibt. Gut und Böse vermischen sich in dieser Welt, keine der Figuren, ob es nun Mailinn ist, oder gar die hmm "Bösewichte" der Geschichte fehlt es an Tiefe und Vielschichtigkeit. Der besondere Zauber dieses Wintermärchens hat mich dann sowieso sehr für sich eingenommen. Auch die ruhigen Momente der Geschichte haben für mich die Handlung vorangetrieben und sogar erst dafür gesorgt, das man die Figuren besser verstanden hat. Eines dieser Bücher, bei denen ich manchmal erstaunt aufschaute um zu merken, oh da ist ja gar kein Schnee um mich herum^^

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