Empfehlungen basierend auf "PARIS - Wie es keiner kennt"
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von Brigitte Landes
Das zur Legende gewordene Künstlercafé gegenüber der Gedächtniskirche am Kurfürstendamm war der Treffpunkt der Berliner Boheme, der Maler, Schriftsteller und Journalisten, der Theater- und Filmleute im Berlin der wilden Zwanziger. Seinen Ruhm verdankt es seinen illustren Gästen, die im Café und über das Café geschrieben haben. Die Texte aus dem »Industriegebiet der Intelligenz« schildern das Leben im Kaffeehaus – »Tür auf, Tür zu, hier geht es zu wie auf einem Bazar«, schreibt Else Lasker-Schüler – porträtieren sein schillerndes Publikum, erzählen von Schnorrern, von Kellnern und Portiers, die das Kommen und Gehen bewachten, stets darauf bedacht, dass sich kein »Nicht-Schwimmer« ins »Schwimmer-Bassin« verirrt, wie der Bereich für die Stammgäste genannt wurde. Mit Originaltexten aus dem Café und über das Café von Else Lasker-Schüler, Walter Benjamin, Franz Hessel, Egon Erwin Kisch, Anton Kuh, John Höxter, Erich Kästner, Hans Sahl, Klabund, Mascha Kaléko, Joseph Roth, Friedrich Hollaender, Geza von Cziffra, Christopher Isherwood, Wolfgang Koeppen, Christoph Hein … und vielen anderen.
von James Rebanks
Ein so poetisches wie passioniertes Buch über die Bewahrung des Landes und traditioneller Formen der Landwirtschaft – »Sunday Times« Naturbuch des Jahres 2020James Rebanks schaute als Junge einst seinem Großvater zu, wie der traditionelle Landwirtschaft betrieb in einer kargen, herausfordernden nordenglischen Landschaft, die geprägt war von einem Flickenteppich aus Weiden, Wiesen, Feldern, kleinen Höfen, artenreichen Heckenlandschaften. Jetzt ist er selbst der Bauer des ererbten Familienhofes, aber die Arbeit und das Land haben sich wie überall auf der Welt tief greifend verändert: Die alte bäuerliche Lebensweise in und mit der Natur ist verlorengegangen und vieles, ob Tiere oder Pflanzen, aus der Landschaft verschwunden. In seinem über weite Strecken fast poetisch anmutenden Text verharrt Rebanks jedoch nicht im wehmütigen Blick auf eine untergegangene Welt. Er versucht auf seinem Hof, überliefertes Wissen für die Gegenwart nutzbar zu machen, und gibt dem Leben als Kleinbauer eine hoffnungsvolle Perspektive.
von Eva Reisinger
Wie kann so ein schönes Land solche Wahlergebnisse hervorbringen? Deutschlands Nachbar im Südosten ist ein wunderschönes Land mit hohen Gipfeln, tiefen Abgründen und kilometerweiter Leere. Inmitten dieser Leere ist Eva Reisinger aufgewachsen, in Oberösterreich, wo in jeder Einfahrt zwei Autos stehen, ein Mofa die Welt bedeutet und sich am Wochenende alle in der Großraumdisko treffen. Österreich bedeutet für die meisten Skifahren in Tirol, Salzburg, Schnitzel, Kaffeehauskultur und Wiener Schmäh – herrlich herzig! Eva Reisinger erzählt von einer anderen Seite der Alpenrepublik, dem Leben auf dem Land: Wie ist es, wenn sich der erste Freund als FPÖ-Wähler entpuppt und wenn außer im Internet so gar nichts passiert? Nebenbei klärt sie wichtige Fragen – etwa: Wie kann ein 31-Jähriger Kanzler werden? Wieso sind die Menschen in der lebenswertesten Stadt der Welt zugleich die unfreundlichsten? Wie kommt es, dass jede*r Dritte rechts wählt, obwohl weit und breit kein »Ausländer« zu sehen ist? – und sie verrät uns ihr Rezept für den besten Kaiserschmarrn.
von Kurt-Jürgen Heering
Im Kaffeehaus wurden literarische Schulen und Stile geboren und verworfen, vom Kaffeehaus nahmen neue Richtungen der Malerei, der Musik, der Architektur ihren Ausgang. Begonnen hatte es in der Zeit des Fin de siècle mit dem Griensteidl, dem Literatencafé, das Hofmannsthal und Schnitzler besuchten. Später fand die Literatur eine neue Heimat im Café Central: Hier trafen sich u. a. Peter Altenberg, Oskar Kokoschka und Karl Kraus. Nach dem Ersten Weltkrieg öffnete das Café Herrenhof: Franz Werfel, Hermann Broch, Robert Musil und Joseph Roth gehörten zu seinen Besuchern. Nach 1945 trat das Café Hawelka die Nachfolge des Literatencafés an. Einige dieser alten Kaffeehäuser sind bis heute erhalten. Ein Verzeichnis mit den wichtigsten Kaffeehäusern der Gegenwart rundet diesen Band ab.
von Jan Bürger
Hamburg gewann nicht durch Fürsten Bedeutung und auch nicht durch den Klerus. Die Hansestadt wuchs allein durch den Handel und galt für Reisende und Auswanderer lange als Tor zur Welt. Im Schatten seines riesigen Hafens wurde Hamburg besonders in den vergangenen 150 Jahren zum Schmelztiegel der Kulturen. Dabei wird sein vielfältiges künstlerisches Leben oft übersehen. Mit den städtischen Bahnlinien als Orientierungshilfe erkundet Jan Bürger Hamburgs einzigartige Geschichte, vom Grindel bis zur Mönckebergstraße, von der Elbphilharmonie bis nach Blankenese. Kenntnisreich und voller Überraschungen erzählt er von Schriftstellern und Gelehrten, Musikern und Malern, von der Gründung der Universität, innovativen Museen und rauschenden Künstlerfesten. Hamburg, die Stadt an der Elbe, gewann nicht durch Fürsten oder den Klerus Bedeutung, sie wartet nicht mit Schlössern und Burgen auf. Die Hafenstadt wuchs allein durch den Handel und galt für Reisende und Auswanderer ein halbes Jahrtausend lang als Tor zur Welt. Früher als andere deutsche Städte wurde Hamburg zum Schmelztiegel der Lebensformen und Kulturen. Dabei entstand die Metropole, wie wir sie heute kennen, überwiegend in den vergangenen 150 Jahren. Dennoch begegnet uns in ihr vielerorts plötzlich die ältere Vergangenheit. Mit dem Liniennetz der U- und S-Bahnen als Orientierungshilfe erkundet Jan Bürger Hamburgs Straßen und Viertel und erzählt die Geschichte ihrer vielfältigen Kultur und derer, die sie schufen. Von Literatur und Theater, von Musik und Museen, von Gräbern und Gelehrten, vom Strich und vom Hafen, vom Hirschpark und von Övelgönne – von Gotthold Ephraim Lessing, Carl Philipp Emanuel Bach, Aby Warburg, Anita Rée und Hans Henny Jahnn bis hin zu Wolfgang Borchert, Brigitte Kronauer, den Beatles und der Elbphilharmonie. Eine Entdeckungsreise durch eine der aufregendsten deutschen Städte.
von Kurt Wallat
Mumien, Schiffswracks, ganze Städte: Überreste unserer Vergangenheit faszinieren. Der Archäologe Kurt Wallat beschreibt unterhaltsam die ganze Vielfalt seiner Disziplin und gewährt einen Einblick in seinen Grabungsalltag. Er unternimmt eine Reise zu den berühmtesten Ausgrabungen, stellt die Methoden seines Fachs vor – die Arbeitsweisen haben kaum noch mit denen eines Schliemann zu tun – und zeigt die Hürden, Probleme und auch ethischen Fragen, mit denen sich ein Archäologe bisweilen konfrontiert sieht.
von Harry Graf Kessler
Kesslers Tagebücher, unter dem frischen Eindruck der Geschehnisse spontan niedergeschrieben, vermitteln ein Bild der zwanziger Jahre von einer Unmittelbarkeit und Lebendigkeit, wie sie sonst nirgends zu finden sind.
von André Klein
Following their "Walzer in Wien", Dino and Elisabeth are off to Switzerland to visit extended family and enjoy some fresh mountain air but soon find themselves caught up between high-end expenses and a strange exercise in escape artistry. While reveling in the beauty of Lake Zurich, the old city and the alpine view, Dino grapples with the incomprehensibility of the Swiss dialect and reveals a surprising aspect about his girlfriend's family. Explore Zurich, learn about local customs and culture and improve your German effortlessly along the way!
von Peter von Matt
Peter von Matt liebt die Schweiz, ein Land zwischen Idylle und Globalisierung, zwischen alpiner Tradition und Hightech-Tunnel. Reich an Bildern und Weisheit, mit Witz und kämpferischer Vehemenz wirft er aber auch einen kritischen Blick auf die Gesellschaft: Auf ihren schludrigen Umgang mit der Sprache oder die Abschottung gegen Einwanderer. Mit deutschen Literaten wie Friedrich Schiller oder Max Frisch im Blick liest er Politik und Landsleuten seiner Heimat die Leviten. Dieses Buch führt uns vor Augen, dass und warum die Beschäftigung mit Literatur mitten ins Herz des Bewusstseins eines jeden Staatsbürgers trifft.