3.7

Ours. Die Stadt

von Phillip B. Williams

Format:Hardcover
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Nördlich von St. Louis liegt in den 1830er Jahren eine Stadt, die auf keiner Landkarte verzeichnet ist: Ours. Gegründet und beschützt von der mächtigen Saint, einer geheimnisvollen Frau mit noch geheimnisvolleren Kräften, ist sie Zufluchtsort für die Verlorenen, ehemals Versklavten, die Geretteten. Hier schlagen sie Wurzeln, werden zu Nachbarn und Familien, zu Liebenden. Jahrzehntelang gelingt es Saint und ihrem stummen Begleiter, die Gemeinschaft vor den brutalen Übeln der Welt zu bewahren. Doch als ihre eigenen Verwundungen immer dunklere Schatten werfen und eine neue Macht in die Stadt eindringt, beginnt die Gemeinschaft sich zu fragen, ob Sicherheit sich nicht unweigerlich auf Unfreiheit gründen muss, sogar an einem Ort wie dem ihren. »Ours« ist ein visionärer Roman, der in der radikalen Neuschöpfung der Vergangenheit eine Stimme für unsere Gegenwart findet, und eine so intime wie elementare Geschichte darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: October 9, 2024

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.7(5 ratings)
Niclas Rezension von Niclas

Mich hat Ours von Anfang an in seinen Bann gezogen. Williams erzählt davon, als ob er so ganz nebenbei die Realität zur Seite schiebt und fragt: "Was ist eigentlich, wenn da vielleicht auch ein wenig Magie dran wäre?" Die Figuren sind so lebendig, daß man beinahe damit rechnet, sie klopfen einem irgendwann auf die Schulter. Besonders gefiel mir in diesem Buch dieser Gedanke wörtlich: Magie funktioniert nur, wenn es jemanden gibt, der daran glaubt. Da fühlte ich mich glatt ein wenig ertappt. Insgesamt: poetisch, wild, witzig und überraschend. Ein Buch, das man nicht so schnell wieder vergisst und das ich selber wirklich gern durchgelesen habe.

IsabelleRezension von Isabelle

Dieses Buch ist Kunst. Wir begleiten die Ouhmey, die Bewohner*innen von Ours, auf knappen 700 Seiten in ihrem jeweiligen Leben in einer surrealistischen Welt, inmitten der Sklaverei im Amerika des 19. Jahrhunderts. Dieses Buch ist viel. Es ist wortgewaltig, wunderschön, berührend, poetisch, bildlich, brutal und zart. Williams‘ Werk ist in der Sprache sehr verdichtet und in den Handlungssträngen sehr entzerrt und konnte mich leider nicht über die gesamte Dauer fesseln. In dem Schlusswort spricht Phillip B. Williams genau das an, was mich (u. A.) ein wenig von den 5 Sternen abhält: Er hat sich bewusst für diese Länge des Buches entschieden, um allen Charakteren die nötige Entfaltung zu geben. Gerade vor dem Hintergrund der Sklaverei und der Unterdrückung, die in diesem Werk allerdings nicht vorher herrschen sollen (das gelingt zur absoluten Perfektion), ist dieser Wunsch und das entsprechende Ausmaß nachvollziehbar. Ich kann mir seinen Debütroman zudem perfekt als dreiteiligen Film oder Miniserie (zehn Folgen à 1 Stunde) vorstellen. Fazit: absolut lesenswert und ich kann mir sehr gut vorstellen, es in einigen Jahren nochmal zu lesen.

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