3.8

Old Bones – Der Fluch der Wüste

von Douglas Preston, Lincoln Child, Michael Benthack

Format:Softcover
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In den Badlands, einer schwer zugänglichen, verwitterten Region in New Mexico, wird das Skelett einer Frau gefunden. Das Opfer ist nackt in die Wüste gelaufen und dann qualvoll verdurstet. In ihren knochigen Händen zwei seltene Artefakte – blitzende Steine, die von den alten Chaco-Völkern zur Götterbeschwörung verwendet wurden. War es Selbstmord oder eine Opfergabe? FBI-Agentin Corrie Swanson zieht Archäologin Nora Kelly hinzu, um den Fall zu klären. Als eine zweite gemarterte Leiche entdeckt wird, deutet alles auf den Beginn einer makabren Serie hin. Corrie und Nora setzen ihre Ermittlungen in abgelegenen Canyons sowie verwunschenen Ruinen fort – und stoßen dabei auf eine schlummernde Bedrohung: eine dunkle und bösartige Macht, die wieder zum Leben erweckt wurde und Zerstörung verheißt …

Mystery, Thriller, Horror & Crime
400 Seiten • Softcover
Erschienen an: February 2, 2026

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.8(11 ratings)
IsabelleRezension von Isabelle

ACHTUNG DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER! Naja, also ich muss sagen dieses Buch war tatsächlich in vielerlei Hinsicht eine Überraschung für mich, wenn auch - im Nachhinein betrachtet - keine Gute. Tatsächlich muss ich aber sagen, dass mich dieser Umstand im Grunde doch verwundert sowie auch gleichermaßen enttäuscht zurückgelassen hat, da das Buch zu Beginn doch zunächst sehr ansprechend startete, was sich dann jedoch, durch einige Entwicklungen, sowie auch - insbesondere das Ende - leider doch noch sehr gewandelt hat, wodurch ich ihm am Schluss nur noch eine Bewertung von 2 Sternen zugestehen konnte, was es somit bedauerlicherweise zum schlechtesten Band der Reihe macht, wobei ich auf die genaueren Hintergründe hierzu, später noch einmal genauer eingehen werde. Zu Beginn werde ich jedoch erst einmal auf den Schreibstil zu sprechen kommen, welcher mir in diesem Buch tatsächlich einmal sehr gut gefallen und mich somit eher an Band 2 als an die anderen Teile der Reihe erinnert hat, was für mich schon einmal einen positiven Punkt dargestellt hat. So ist es mir - vor allem zu Beginn - in vielen Szenen sehr gut gelungen mich in die jeweilige Situation hineinzuversetzen und ich hatte außerdem das Gefühl wirklich nahe am Geschehen zu sein und nicht nur irgendwo im Hintergrund, was diesen Band zusätzlich relativ stark von den meisten Vorgängern abgehoben hat. Ebenfalls war es so, dass an vielen Stellen relativ tief ins Detail gegangen wurde und im allgemeinen ein stärkerer Tiefgang vorhanden war als in den vorherigen Bänden - mit Ausnahme von Teil 2 - in welchen alles stets eher oberflächlich beschrieben und dargestellt wurde. Trotzdem muss ich an der Stelle leider anmerken, dass die Übersetzung in diesem Band wirklich eine komplette Katastrophe war - was ich vorher zwar bereits an einigen Stellen in anderen Bãnden der Reihe bemerkt - hier allerdings nicht als sonderlich schwerwiegend betrachtet habe. In diesem Buch hingegen hatte ich an vielen Stellen leider das Gefühl, sowie auch die Theorie, dass Dieses nicht einmal von einem echten professionellen Übersetzer auf Deutsch übersetzt, sondern eventuell bloß durch den Google Übersetzer gejagdt worden sein könnte, angesichts dessen wie unglaublich katastrophal und seltsam das Ergebnis in Teilen ausgefallen ist. So war etwa von "krassen" Nachrichten die Rede, oder auch von "Hautwechslern", was die vermutlich schlechteste Übersetzung von dem, eigentlich universell anwendbaren Begriff "Skinwalker" ist, von welcher ich je gehört habe. Jedoch muss ich auch im Allgemeinen sagen, dass immer wieder Worte verwendet wurden, welche, entweder aufgrund ihrer Unseriösität nicht in die Geschichte passten, oder - und das war deutlich öfter der Fall - derart schlecht übersetzt waren, dass sie schlicht keinen wirklichen Sinn mehr ergaben. Abgesehen von diesem, tatsächlichen Totalausfall was die Übersetzung angeht, muss ich außerdem sagen, dass - wie auch in den anderen Bänden zuvor - leider wieder einmal wenig Wert auf die Emotionalität gelegt wurde. So wurde oft nicht wirklich auf die Gefühle der Figuren eingegangen und häufig hatte man zudem das Gefühl, dass die Charaktere sich zum Teil - nach einer traumatischen Situation - viel zu schnell wieder im Griff hatten und diese Szene auch im weiteren Verlauf nicht wirklich eine Auswirkung auf diese hatte, was ich wirklich schade und auch verdammt unrealistisch fand, wobei dieser Punkt ja die komplette Reihe hindurch als stets anhaltender Negativpunkt aufgefallen war. Trotz allem muss ich allerdings gestehen, dass mir die Schreibart in diesem Teil wieder weitaus mehr zugesagt hat als dies im vorherigen Band der Fall gewesen war, in welchem es von verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen nur so gewimmelt hatte. In diesem Buch hingegen wurde bloß aus der Sicht von vier unterschiedlichen Charakteren erzählt, bei welchen es sich zu 50% auch um die beiden Hauptfiguren handelte. Diese - dann doch übersichtliche Menge - hat dann auch dazu geführt, dass ich der Handlung viel besser folgen konnte und auch immer genau wusste was gerade mit wem und wieso passiert, ohne die Gefahr zu laufen verwirrt zu werden, wie dies in Vorgängerteilen durchaus der Fall gewesen war. Hinzukommend kam es somit auch zu keinen unnötigen Nebenhandlungen. Wenn ich nun auf die Charaktere an sich eingehe muss ich zuerst einmal sagen, dass ich hier tatsächlich wirklich SEHR überrascht war, vermutlich so viel wie die ganze Reihe hindurch kein einziges Mal. So waren - wie auch bereits die komplette Reihe über - die beiden Hauptprotagonistinnen, FBI Agentin Corrie Swanson, sowie Archäologin Nora Kelly der Mittelpunkt der Handlung, wobei es mir dieses Mal nicht einmal schwer fällt dies zu behaupten, da Kelly - anders als in den Büchern zuvor - endlich einmal begonnen hat, zumindest die Grundzüge eines Charakters zu entwickeln. So wurde in diesem Band tatsächlich einmal ein kleiner Fokus auf sie als Person gelegt, wodurch ich endlich das Privileg besitze, zumindest entfernt behaupten zu können, sie irgendwie zu kennen. So wirkte sie in diesem Band sehr risikofreudig, engagiert, sowie auch wie der " vernünftigere" und auch "vorbereitetere" Part des Swanson-Kelly Duos. Zudem wurde bekannt, dass Kelly mehrere Sprachen sprechen kann - unter anderem Spanisch und eine indigene Sprache - wenn auch nur rudimentär. Tatsächlich muss ich sagen, dass mich der Umstand, dass ich plötzlich Dinge über diese Figur erfahren konnte erfreut, jedoch auch verwirrt hat, da der fünfte Teil einer Reihe zumeist nicht als jener Teil bekannt ist in welchem 50% der Protagonisten ihren Charakter erhalten, jedoch beschließe ich mich einfach über dieses Detail zu freuen und nicht genauer darüber nachzudenken. Was Swanson angeht, so hat sich Diese das Buch über so verhalten wie bereits in den Vorgängern, weswegen es zu ihr nicht sonderlich viele neue Informationen zu nennen gibt, außer dass sie, ebenso wie Kelly risikofreudig, sowie auch selbstbewusst und durchsetzungsstark aufgetreten ist. Neben den beiden Frauen ist Kellys Bruder Skip vermutlich die Figur, welche die - so ziemlich größte Rolle - eingenommen hat und für die Geschichte mit am Wichtigsten war. Wie auch im letzten Band kann ich - ihn betreffend - auf der einen Seite zwar sagen, dass er einen relativ ausgeprägten Charakter besitzt, welcher auch durchaus einen Wiedererkennungswert hat, er mir auf der anderen Seite jedoch nach wie vor nicht wirklich sympatisch werden konnte. Im Gegenteil, hat er mich mit seiner naiven, leicht dümmlichen und unbedachten Art häufig sogar eher genervt und an einigen Stellen auch durchaus ein Augenrollen bei mir hervorgerufen, was vermutlich auch darin begründet war, dass er bereits zum zweiten Mal - aufgrund eigenen Versagens in Schwierigkeiten geraten war - und dann von seiner Schwester und ihrer Freundin gerettet werden musste, wobei Diese selbstverständlich ebenfalls in Gefahr geraten. Naja, abgesehen von diesen Charakteren war der Rest relativ durchschnittlich beschrieben und hatte keinen allzu hohen Wiedererkennungswert, wobei ich sagen muss, dass das auch nicht wirklich schlimm war, da die Geschichte eine weitere Ausarbeitung an vielen Stellen vermutlich auch garnicht hergegeben hätte. Zu dieser Geschichte an sich kann ich in Überleitung hieran sagen, dass mich diese zu Beginn noch sehr abgeholt, mich dann jedoch in der letzten Hälfte immer mehr verloren hat. So war die Ausgangslage zu Anfang sehr spannend und ich hatte mich durchaus auch bereits auf ein spannendes Ende gefreut, jedoch wurde das Potential - welches das Buch durchaus gehabt hätte - leider nicht genutzt und hat sich letzten Endes in einem Finale entfaltet, welches in mir keine weiteren Gefühle als bloße Fassungslosigkeit auslösen konnte. Eine Sache welche ich dem Buch jedoch - vor allem zu Beginn - zugestehen muss, war die Atmosphäre, auf welche tatsächlich relativ starker Fokus gelegt wurde und die mich wirklich für sich einnehmen konnte. Vor allem hat mir hier die mystische, sowie leicht gruselige und unheimliche Stimmung gefallen, welche - durch die Einschübe von Berichten über religiöse Praktiken der Ureinwohner Nordamerikas - auch noch einmal verstärkt wurde. Vor allem hat mir hier die Sage über den Skinwalker gefallen, vermutlich da diese Gestalt bereits vor dem Lesen dieses Buches zu eine meiner Liebsten gehört und ich mich zudem auch gefreut hatte, dass dieses Thema einmal in einem Buch vorkommt, was - wie ich finde - relativ selten der Fall ist. Leider hat sich diese Atmosphäre jedoch über das Buch hinweg immer weiter aufgelöst, bis am Ende im Grund nichts mehr wirklich von dieser übrig war. Stattdessen wurde mir ein Ende geboten, welches mehr Fragen als Antworten für mich bereit gehalten und allem Dargewesenen noch einmal die Krone aufsetzen musste. So wird - bereits etwa zur Mitte des Buches - klar, dass es sich bei den gefundenen Leichen um die Opfer einer Sekte handelt, welche sich den alten Göttern eines ausgestorbenen Volkes verschrieben und diesen nun Menschenopfer darbringen müssen. Selbstverständlich wurde an dieser Stelle auch kein Sektenklischee ausgelassen, sodass es sich bei dem ursprünglichen Guru selbstverständlich um einen jungen attraktiven und charismatischen Professor gehandelt hat, welcher seine Anhänger auf Lehrgrabungen unter Drogen gesetzt und anschließend mit ihnen orgienartige Ausschweifungen durchgeführt hat. Bereits relativ früh treffen auch Skip, sowie ein Freund von ihm auf eben diese Sekte, von welcher sie anschließend dann gefoltert werden, wobei der Freund stirbt und geopfert wird. Auf der Suche nach Skip stoßen schließlich auch Kelly und Swanson auf die Sekte, werden ebenfalls gefangen genommen und sollen gerade ebenfalls gefoltert und geopfert werden, als es zum finalen Showdown kommt, welcher - in mir tatsächlich Sehnsucht nach den guten alten Schießereien aus den Vorgängern geweckt hat - was ein sehr schlechtes Zeichen ist, da ich Diese hier zumeist als übertrieben und eher deplaziert empfunden hatte. Wie auch immer, besteht das Finale im Grunde daraus, dass auf einmal ein Schattenwesen aus dem Körper des getöteten Freundes erscheint, welches offenbar durch die Rituale der Sekte - welche nebenbei erwähnt selbstverständlich, damit auch wirklich kein einziges Klischee ausgelassen wird, daraus bestehen nackt mit Masken bei Trommelmusik um einen Marterpfahl zu tanzen - beschworen haben, wobei hier selbstverständlich Kelly zur Stelle ist, welche die Geistergestalt vertreibt, indem sie ein Lied auf einer gefundenen Flöte spielt, welches ursprünglich rein für die Fernhaltung von Skinwalkern gedacht gewesen war, in diesem Fall jedoch offenbar trotzdem Wirkung zeigt. Nachdem die Gestalt vertrieben ist, sind die Sektenmitglieder selbstverständlich dann so verstört von diesen Entwicklungen, dass sie beschließen von der Klippe zu springen und sich somit selbst das Leben zu nehmen, was - vermute ich - in einer zu erfüllenden Deadline seitens der Autoren seinen Ursprung haben könnte. Ich muss sagen, dass ich an sich nichts gegen Enden habe, welche ins Übernatürliche gehen - ich sie oft sogar eher als positiv bewerte - ich es hier jedoch leider sehr sehr seltsam und auch merkwürdig fand, da dieser Schluss einfach weder zu der Reihe, noch dem Buch gepasst hat und durch das letzte Kapitel - in welchem die Protagonistinnen darüber spekulieren ob die Erscheinung wirklich real war - meiner Meinung nach nur noch verschlimmert wurde. Nun ja, eine Sache auf welche ich am Ende jedoch noch einmal zusätzlich eingehen möchte, da dieser Faktor tatsächlich wohl der Hauptgrund für die derart schlechte Bewertung ist, ist der Hintergrund, beziehungsweise das historische Vorbild, an welchem sich die Autoren für ihr Buch wieder einmal bedient haben. Zwar muss ich den Autoren zugestehen, dass Diese - im Gegensatz zum letzten Band - angeben, von welcher wahren Begebenheit sie sich haben inspirieren lassen, jedoch hat diese Einordnung das Folgende - für mich - in Teilen sogar noch schlimmer gemacht. So ist in dem Buch von einem ausgestorbenen Volk die Rede, welches um 1200 n. Chr. unter mysteriösen Umständen - vermutlich - vollständig ausgelöscht wurde und allem Anschein nach ejnem Genozid zum Opfer fiel, wobei sich die Forschung anscheinend nicht ganz einig ist bei wem es sich um die weiteren Akteure handelte, jedoch vermutet wird, es habe sich um angrenzende Stämme gehandelt. Im Buch war das betreffende Volk - auf welches sich die Sekte auch im Übrigen berief - des öfteren als böse, verflucht, sowie auch als der Aggressor dargestellt worden, welches ja bloß ausgelöscht worden wäre, da die anderen Völker in Selbstverteidigung gehandelt hätten. In der Realität hat man jedoch keine wirklichen Informationen über dieses Volk und es gibt - wie die Autoren auch selbst einräumen - keinen einzigen Anhaltspunkt darauf, dass Dieses irgendetwas mit Hexerei oder etwas dergleichen zu tun gehabt hätten, geschwiegedenn der Aggressor in der Region gewesen sei. An sich finde ich es wieder nicht schlimm wenn man sich von realen Gegebenheiten inspirieren lässt und auch nicht wenn man beschließt fehlende Details durch die eigene Fantasie zu ersetzen, jedoch empfinde ich es als nicht richtig einem Volk, welches ausgelöscht wurde - ohne dass es Hinweise auf die Hintergründe hierfür gibt - die Schuld an eben dieser eigenen Auslöschung zu geben. Genauso empfinde ich es darüber hinaus nicht als okay eben dieses Volk indirekt als böse zu bezeichnen, das finde ich respektlos, insbesondere wenn in der Einordnung am Ende nicht klar deutlich gemacht wird, dass es sich hierbei um freie Erfindung gehandelt hat, sondern hier stattdessen versucht wird weiter zu spekulieren und dem Ganzen eine reale Note zu verleien. Das empfinde ich als falsch. Als Fazit würde ich am Ende sagen:"Ein Buch mit durchaus viel Potential, welches jedoch nicht wirklich genutzt wurde, sowie einem Ende, welches einige Fragen aufwirft und - durch einige Details - in seltsamer Stimmung nachhallt."

DomiRezension von Domi

Kam leider nicht an den vorherigen Band ran. Trotzdem ist es die Old Bones Reihe immer wert, sie zu lesen.

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