Florenz, 1557: Lucrezia de’ Medici ist gerade einmal zwölf Jahre alt, als ihr Vater sie per Brief mit Alfonso II. d’Este verlobt. Eigentlich war ihre ältere Schwester Maria dem Herzog von Ferrara versprochen, doch als diese überraschend verstirbt, tritt Lucrezia an ihre Stelle. Und wider Erwarten eröffnet sich der jungen Herzogin in Ferrara eine neue Welt: Plötzlich darf sie, die ihrer Familie immer als zu eigensinnig, zu störrisch und sensibel galt, selbst entscheiden, ob sie durch die Gärten flanieren oder sich ihrer geliebten Staffelei zuwenden will. Diese Freiheit aber ist an eine Bedingung geknüpft: Alfonso erwartet von ihr einen Sohn. Als dieser auf sich warten lässt, lernt Lucrezia seine dunkle, bedrohliche Seite kennen.
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O'Farrell:Portr?t einer kurzen Ehe
von Maggie O'Farrell
Florenz, 1557: Lucrezia de’ Medici ist gerade einmal zwölf Jahre alt, als ihr Vater sie per Brief mit Alfonso II. d’Este verlobt. Eigentlich war ihre ältere Schwester Maria dem Herzog von Ferrara versprochen, doch als diese überraschend verstirbt, tritt Lucrezia an ihre Stelle. Und wider Erwarten eröffnet sich der jungen Herzogin in Ferrara eine neue Welt: Plötzlich darf sie, die ihrer Familie immer als zu eigensinnig, zu störrisch und sensibel galt, selbst entscheiden, ob sie durch die Gärten flanieren oder sich ihrer geliebten Staffelei zuwenden will. Diese Freiheit aber ist an eine Bedingung geknüpft: Alfonso erwartet von ihr einen Sohn. Als dieser auf sich warten lässt, lernt Lucrezia seine dunkle, bedrohliche Seite kennen.
Aktuelle Rezensionen(1)
Ein Tiger kann gefährlich sein oder sich dir in die Hände schmiegen, ein Gemälde dir das Bild eines Marders zeigen oder unter vielen Schichten ein Geheimnis bergen, dein Ehemann kann ein liebevoller Herrscher sein oder the biggest villain in the kingdom. In O‘Farells historischem Kammerspiel um Lucrezia de Medici haben viele Momente, Ereignisse und Dinge eine verborgene Seite. Eine, die Lucrezia manchmal mit Lust, manchmal mit Leid entdecken wird. Und Lucrezia ist eine wunderbare Heldin für dieses Buch: trotzig, wild, zurückhaltend. Man wünscht ihr all die Freiräume, die diese Welt jungen Frauen bieten kann, und die ihr verschlossen bleiben. Sie ist eine junge Fürstin, ihr Platz in der Welt ist an der Seite eines Mannes: still, mütterlich, rücksichtsvoll. Und dieser Ehemann: eine Herausforderung des Buches ist dieser Ehemann. Ich habe gern Zeit mit Lucrezia verbracht, auch wenn das hieß, dass Alfonso irgendwo im Hintergrund lauerte. Kaum auszuhalten war dieser Mann! Die Beklemmung, die er auslöst, ist das Gegenstück zu der Freiheit, die sie leben möchte. Dieser Widerspruch machte mir in der Mitte des Buches ganz schön zu schaffen. Doch O‘Farrlls immersive Gechichte und ihre wunderschöne Sprachen überreden mich zum Bleiben, luden mich ein im Italien des 15. Jahrhunderts herumzustromern und eine weitere eher unbekannte Frau der frühen Neuzeit (Agnes