Nomadentochter (German Edtion) by Waris Dirie and Jeanne D'Haem. Translation by Theda Krohm-Linke. 2008 paperback published by Blanvalet. Original English-language title: Desert Dawn. Illustrated with color and black-and-white photographs. Text in German.
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Nomadentochter
von Waris Dirie
Nomadentochter (German Edtion) by Waris Dirie and Jeanne D'Haem. Translation by Theda Krohm-Linke. 2008 paperback published by Blanvalet. Original English-language title: Desert Dawn. Illustrated with color and black-and-white photographs. Text in German.
Aktuelle Rezensionen(1)
<b>Content Note: Genitalverstümmelung, Unterdrückung von Frauen</b> Nach dem Roman “Wüstenblume” folgt das Buch “Nomadentochter”. Waris Dirie erzählt ihre Geschichte weiter und nimmt uns auf ihre Reise nach Somalia mit. Auch dieses Buch hat wie das Erste wieder einmal Tagebuch-Charakter. Allerdings war die Chronologie, wie im ersten Teil, wieder eine Katastrophe (zumindest anfangs). Vieles war komplett durcheinander, da sie sehr oft vom eigentlichen Thema abkommt und auch abschweift. Hier war der rote Faden leider nicht wirklich erkennbar. Viele Geschichten aus dem ersten Buch werden hier nochmal genauer beschrieben, obwohl es mir an einigen Passagen so vorkam, dass die Geschichten im ersten Buch ein wenig anders beschrieben waren/ passiert sind. <spoiler>Zum Beispiel wird im ersten Buch beschrieben, wie die zweite Frau des Vaters nach der Attacke mit dem Baum plötzlich völlig brav und ruhig wurde (obwohl sie sich vorher verhielt wie eine somalische Prinzessin), während es im zweiten Buch heißt, dass sie nach der Attacke verschwunden war und man sie nicht wieder sah. Und dann heißt es ein paar Seiten weiter, dass sie plötzlich wieder da war und auch damals die ganze Zeit anwesend war, selbst als Waris wegging. "[...] als ich wegging, hattest du gerade ein Kind bekommen, und jetzt, nach all diesen Jahren, bekommst du immer noch welche." Und da frag ich mich: Hääää?</spoiler> Allerdings wird die Genitalverstümmerlung nochmal genauer und zusammenfassender beschrieben. Ich fand es gut, dass das nochmal erwähnt wurde. Die gesamte Reise nach Somalia zu ihren Eltern und Geschwistern wird genau und kleinteilig beschrieben. Und genau deshalb war ich so verwirrt, dass ein wichtiger Teil der Geschichte gefehlt hat. <spoiler>Sie bleibt in Abu Dhabi hängen, da in ihrem Reisepass steht, dass sie nicht nach Somalia einreisen darf. Sie übernachtet also notgedrungen in einem Hotel und das Kapitel ist zu Ende. Und danach ist sie dann plötzlich in Somalia? Ohne weitere Erklärung? Fand ich merkwürdig. </spoiler> Auch, wenn sich vieles wiederholt und manches einfach ausführlicher beschrieben wird, waren nichtsdestotrotz wieder interessante Geschichten dabei. Insgesamt hatte ich auch den Eindruck, dass Waris in den Jahren zwischen Buch 1 (1998) und Buch 2 (2002) wesentlich ruhiger, geerdeter und erwachsener geworden ist. Lesen kann man dieses Buch auch, ohne den ersten Teil zu kennen. Das erste Buch ist meiner Meinung nicht so wichtig für die Handlung des zweiten Buches, da, wie bereits erwähnt, vieles wiederholt wird. Insgesamt würde ich aber eher “Wüstenblume” empfehlen, da es mehr über das damalige Leben von Waris aussagt.