4.1

Narziss und Goldmund. ( Gesammelte Werke in Einzelausgaben).

von Hermann Hesse

Format:Hardcover

One of Hermann Hesse’s greatest novels, Narcissus and Goldmund is an extraordinary recreation of the Middle Ages, contrasting the careers of two friends, one of whom shuns life in a monastery and goes on the road, tangled in the extremes of life in a world dominated by sin, plague and war, the other staying in the monastery and struggling, with equal difficulty, to lead a life of spiritual denial.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
312 SeitenHardcover
Erschienen an: 1998-01-01

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Aktuelle Rezensionen(15)

4.1(99 ratings)
AmmiratusRezension von Ammiratus

Unterschiedlicher könnten zwei Menschen nicht sein.. Der eine, ein kühler, geordneter, theoretischer Denker. Geistig und diszipliniert. Der andere, ein Künstler; spontan, sinnlich-lebendig, Liebe und Verlockung; Wanderung. Beide treffen einander zusammen, als Jünglinge, in jungen Jahren, im Kloster. Was heißt es wirklich (vollkommen) Mensch zu sein? So wie Narziß oder Goldmund? Ein wirklich tolles Buch, es ist ein Klassiker. Ich habe es mir als Hörbuch angehört, ist zu empfehlen!

NadiraRezension von Nadira

Es geht um zwei (platonische?) Seelenverwandte: Der Fakt, dass diese beiden Personen, Goldmund, der sich stets seiner Lust hingibt, sich nach Freiheit sehnt, und Naziß, der seinen Sinn in der Ordnung der Kirche und Bibel findet, sich trotz ihrer Unterschiede stets lieben, ist wohl schon bahnbrechend genug gewesen. Die beiden verurteilen sich nicht, im Gegenteil, sie schätzen die Charakterzüge des anderen, so gegensätzlich sie auch sind. Ich fand die Leseerfahrung gut, hier und da ein wenig langatmig, an einigen Stellen besonders und schön. Gut geschrieben ist das Buch allemal. Eine Sache, die mich immer noch verwirrt zurücklässt: Ich habe beide, trotz Goldmunds vieler Frauenabenteuer, als gay wahrgenommen, aber wenn ich das Internet nach Meinungen durchforste, scheine ich damit allein zu sein? Hier zum Beispiel Narziß zu Goldmund: „Ihr lebet im Vollen, euch ist die Kraft der Liebe und des Erlebenkönnens gegeben. Wir Geistigen, obwohl wir euch andere häufig zu leiten und zu regieren scheinen, leben nicht im Vollen, wir leben in der Dürre. Euch gehört die Fülle des Lebens, euch der Saft der Früchte, euch der Garten der Liebe, das schöne Land der Kunst. Eure Heimat ist die Erde, unsere die Idee. Eure Gefahr ist das Ertrinken in der Sinnenwelt, unsere das Ersticken im luftleeren Raum. Du bist Künstler, ich bin Denker. Du schläfst an der Brust der Mutter, ich wache in der Wüste. Mir scheint die Sonne, dir scheinen Mond und Sterne, deine Träume sind von Mädchen, meine von Knaben…“ Ja, er redet überwiegend über deren allgemein gegensätzlichen Charakterzüge, aber sagt er nicht, er träume von „Knaben“?? Egal, ob platonisch oder nicht, ich mochte es, über deren einzigartige Beziehung zu lesen: „Ach, Narziß, ich muß dich verlassen! Ich liebe dich, Narziß, und ich danke dir, daß du mir heut ein bißchen Schlaf geopfert hast. Schwer fällt es mir, von dir fortzuge-hen. Wirst du mich nicht vergessen?“, „Mach dir und mir das Herz nicht schwer! Ich vergesse dich niemals.“ (79-80) (könnten heterosexuelle Männer ja auch öfter mal zueinander sagen) (Spoiler) Wild sind v.a. Goldmunds Frauenabenteuer, um die sich das Buch leider zu oft dreht, besonders auch, dass er einen Dreier mit zwei Geschwistern versucht und sich dann „in allen seinen Trieben beleidigt“ (122) fühlt. Obwohl man eigentlich stets darauf wartet, dass die beiden Hauptfiguren wieder aufeinander treffen, war ich dennoch erstaunt, wann und wie Narziß plötzlich auftauchte und dass die beiden zum Schluss, wenn auch nicht stets im positiven Sinne, wieder vereint waren. „Gewiß, wenn mir nicht die Macht gegeben wäre, es zu verhindern. - Du hast wohl einmal eine Judenverbrennung gesehen, Goldmund? (…) Nun, und hast du sie verhindert? - Nein? - Siehst du.« Goldmund erzählte ausführlich die Geschichte Rebekkas, er wurde dabei warm und leidenschaftlich. (…) was ist das für eine Welt, in der wir da leben müssen? Ist es nicht eine Hölle? Ist es nicht empörend und scheußlich?« Gewiß. Die Welt ist nicht anders.« So!« rief Goldmund böse. »Und wie oft hast du mir früher behauptet, die Welt sei göttlich, sie sei eine große Harmonie von Kreisen, in deren Mitte der Schöpfer thront, und das Existierende sei gut, und so weiter. Du sagtest, es stehe im Aristoteles oder beim heiligen Thomas. Ich bin begierig, deine Erklärung des Widerspruchs zu hören.«“ (260)

CosimaRezension von Cosima

Wahrscheinlich das schnellste Buch von Hesse. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass er ständig im Genre wechselt. Frauen sind eigentlich nur Statistinnen

Raphael Rezension von Raphael

Hesses Roman Narziß und Goldmund ist wohl eines der berührendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Es geht über schöne Sprache und eine interessante Geschichte hinaus. Er führt einem eine lebenslange Existenzkrise vor, die sich in einem Feuerwerk aus Emotionen auflöst. Obwohl es ein langes Buch ist, wird man in einen Bann gerissen wie es kaum einem anderen Buch gelingt.

KathRezension von Kath

Ich hab das Buch als Jugendliche gelesen und weiß noch, dass ich es damals total toll fand. Dann hab ich es noch mal gelesen, als ich so Ende 30 war und war ganz schön enttäuscht. Ich definitiv nicht mehr als meiner Lieblingsbücher zwischendurch echt langweilig.

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