3.4

Moby Dick

von Herman Melville

Format:Hardcover

Widely considered one of the great American novels, Herman Melville’s masterpiece went largely unread during his lifetime and was out of print at the time of his death in 1891. Moby Dick features detailed descriptions of whale hunting and whale oil extraction as well as beautiful, incisive writing on race, class, religion, art, and society. The story, loosely based on a real whaling shipwreck, features the unforgettable, vengeful Captain Ahab, who obsessively hunts a great white whale who bit his leg off below the knee.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
584 SeitenHardcover
Erschienen an: 2003-09-01

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Aktuelle Rezensionen(3)

3.4(13 ratings)
NadiraRezension von Nadira

Warum der Mensch sich NICHT mit der Natur anlegen sollte: siehe Moby Dick. Die Moral wechselt im Schreibstil die Seite: nicht der Wal ist das Ungeheuer, sondern der Mensch. Zwar ist Moby Dick der Feind, wird aber so beschrieben: „Jetzt waren die Verfolger so dicht an ihrem scheinbar noch immer ahnungslosen Opfer, dass sie den blendend weißen Rücken deutlich vor sich sahen. Der Weiße Wal schwamm alleine vor sich hin. Einsam glitt er durch die See. Zu seinen Seiten stiegen helle Wasserblasen auf. Seevögel landeten immer wieder sanft auf dem weißen Rücken. Manchmal ließ sich auch einer auf der Lanze nieder, die Moby Dick offenbar vor Kurzem getroffen hatte und die nun wie ein Fahnenmast aus seinem Rücken hervor-ragte. So schwamm Moby Dick mit heiterer Gelassenheit durch die Wellen des tropischen Meeres.“ (135) Spoiler: Beim ersten Kampf mit dem Wal ist einer verstorben - allerdings umgebracht von den Harpunen und Leinen seiner eigenen Genossen im Chaos des Kampfes, nicht direkt vom vom Wal. Alles, was den Leuten an Bord passiert, ist Schuld des Kapitäns und ihrer selbst. Außerdem frage ich mich: der Erzähler kann zwar so gesehen durchgehend unzuverlässig sein, aber besonders im letzten Kapitel: sind die Dinge überhaupt so passiert, wie beschrieben? Wie soll der Erzähler das so genau wissen, wenn er nicht dabei war? Anyway, Ismael ist als einziger, der sich kein zweites Mal mit Moby Dick angelegt hat, davongekommen. Ahab: „Ja, Moby Dick war es, der mich entmastet hat. Ihm verdanke ich es, dass ich nun auf diesem Stumpf da vor euch stehe, Männer. Jawohl! Es war der verfluchte Weiße Wal, der mir das Bein abrasiert hat. Darum will ich ihn jagen. Lieber hetze ich Moby Dick um das Kap der Guten Hoffnung und um Kap Hoorn herum, lieber treibe ich ihn durch den Mahlstrom und durch die Flammen der Hölle, als dass ich aufgebe! Deshalb seid ihr hier an Bord, Männer! Gemeinsam werden wir den Weißen Wal rund um den Erdball jagen, bis er schwarzes Blut spuckt und nicht mehr weiterkann. Seid ihr dabei? Steht ihr tapfer zu mir auf dieser Jagd, Männer?" (56) „Rote Blutströme flossen nun von allen Seiten des Ungetüms herab wie reifende Gebirgsbäche, die zu Tale stürzen. Es war, als schleppte sich der gequälte Körper nicht mehr im Salzwasser des Meeres, sondern in seinem eigenen Blut voran. Die schräg einfallenden Strahlen der Nachmittagssonne fielen auf das tiefrote Wasser. Noch immer schoss eine weiß dampfende Fontäne nach der anderen aus dem Atemloch des tödlich verwundeten Wales. Und auch aus dem Mund des wütenden Bootsführers kam eine Rauchwolke nach der anderen. Immer wieder stieß er seine Lanze in den Körper des Wales. Und jedes Mal zog er das verbogene Eisen an der daran befestigten Leine wieder heraus, klopfte es mit ein paar Schlägen gegen das Dollbord wieder gerade, um dann erneut zuzustoßen. (81) Quiqueg: „Mir eingefallen, dass ich noch etwas zu erledigen im Land der Leben-den. Darum ich haben beschlossen, noch nicht zu sterben." (112) „Auf dem Rücken des Weißen Wales, ganz und gar von den im Speck steckenden Harpunen und den damit verwickelten Leinen gefesselt, hing der verstümmelte Leichnam Fedallahs. Seine Kleidung war völlig zerrissen und seine dunklen Augen starrten Ahab an.“ (152) Ich habe erst jetzt gesehen, dass Moby Dick wohl 900 Seiten lang sein soll - also ist das, was ich gelesen habe eine verkürzte Version oder mit den wunderbaren Illustrationen für Kinder, so oder so ganz toll!

dajameepRezension von dajameep

Ich bin mir unsicher, ob ich das Buch mag oder nicht. Positiv ist, dass ich durch das Buch die Wale in ihrer Eigenheit schätzen und lieben gelernt habe. Der Erzähler geht so intensiv und mit so viel Sorgfalt auf diese Meereslebewesen ein, dass mir diese Achtung und Bewunderung gegenüber diesen Tieren bewusst geworden ist und ich sie übernommen habe. Positiv ist auch, wie die Geschichte an sich aufgebaut ist. Man erfährt von menschlichen Charakterzügen, seien sie als gut oder als schlecht zu bewerten. Als negativ empfand ich zum einen die Art und Weise, wie das Wissen über Wale eingebaut wurde und zum anderen deren Häufigkeit. Als ich diesen Roman begonnen habe, wusste ich nicht, dass ich mich damit auf endlos wirkende Exkursionen bezüglich verschiedenster Gedanken zu Walen und Walfang einlasse. Die eigentliche Handlung wird immer wieder durch Kapitel unterbrochen, die mit der eigentlichen Handlung eher wenig zu tun haben und hauptsächlich zusätzliches Wissen zu den Walen vermitteln. Da ich mich persönlich eher weniger für solche Dinge interessiere, war es teilweise recht anstrengend, so viel neues so schnell darüber kennenzulernen, vorallem, da ich das Gefühl hatte, dass sich diese Gedanken an andere Wal-Experten und -Liebhaber richtet - und nicht an mich. Da diese Kapitel somit nicht mein Interesse trafen und zusätzlich immer wieder die Spannungskurve der Handlung unterbrachen, haben sie für mich die Qualität des Buches im Hinblick auf den Zweck der Unterhaltung deutlich gemindert.

JulianeRezension von Juliane

ich sollte wirklich das buch lesen. dieses hörbuch war grottig.

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