Wie weit würden wir gehen, um unsere schamvollsten Geheimnisse zu bewahren? „Mit durchdringender Menschenkenntnis führt Angie Kim tief in das Innenleben ihrer Charaktere.“ (Los Angeles Times) In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben – Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger Junge. Im Prozess wegen Brandstiftung und Mord sitzt Henrys Mutter Elizabeth auf der Anklagebank. Und die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen Sohn ermordet? Während ihre Freunde, Verwandten und Bekannten gegen sie aussagen, wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen.
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Miracle Creek
von Angie Kim, Marieke Heimburger
Wie weit würden wir gehen, um unsere schamvollsten Geheimnisse zu bewahren? „Mit durchdringender Menschenkenntnis führt Angie Kim tief in das Innenleben ihrer Charaktere.“ (Los Angeles Times) In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben – Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger Junge. Im Prozess wegen Brandstiftung und Mord sitzt Henrys Mutter Elizabeth auf der Anklagebank. Und die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen Sohn ermordet? Während ihre Freunde, Verwandten und Bekannten gegen sie aussagen, wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen.
Aktuelle Rezensionen(5)
Unbeschreiblich! Bitte lest es!
Die Charaktere sind sehr detailliert beschrieben und man bekommt eine tiefe und oft auch erschreckende Einsicht in deren Gedanken. Allerdings hat sich das Buch für mich sehr gezogen und es mir schwer gemacht dranzubleiben. Das Ende fand ich wiederum sehr gut, was dann wenigstens für einen guten Abschluss gesorgt hat.
Angie Kim legt mit „Miracle Creek“ ein solides Debüt vor, das mit einem Spannungsbogen von den ersten bis zu den letzten Seiten überzeugen kann. Allerdings hatte ich oft das Gefühl, das Skript einer Fernsehserie zu lesen; viele Dialoge wirken gestelzt und die meisten Charaktere sind bloß Stereotypen mit wenig Tiefe.
Die Familie Yoo, eine aus Korea in die USA eingewanderte Familie, betreibt in der Kleinstadt Miracle Creek einen Sauerstofftank, der zu medizinischen und therapeutischen Zwecken genutzt wird. An einem Tag im Sommer geht die Miracle Submarine, wie sie ihr Therapiezentrum nennen, in Flammen auf. Der Sauerstofftank löst eine Explosion aus. Zwei Menschen sterben. Kitt, die Mutter des autistischen Jungen TJ und vier weiterer Kinder, und Henry, ein achtjähriger Junge. Dessen Mutter Elizabeth findet sich nun auf der Anklagebank wieder. Sie soll den Brand gelegt haben, um ihren autistischen Sohn zu ermorden. Doch hatte sie wirklich ein Interesse an dem Brand? In ‚Miracle Creek‘ von Angie Kim befinden wir uns ein Jahr nach dem Vorfall am Sauerstofftank, der zwei Menschen das Leben gekostet hat. Der Prozess zur Aufklärung, was an dem Tag wirklich passiert ist, beginnt. Angie Kim erzählt die Geschichte aus der Sicht verschiedener Beteiligter. So ermöglicht sich, dass wir das aktuelle Geschehen als auch den Vorfall und all die Zusammenhänge aus verschiedenen Perspektiven erleben. Diese Art des Erzählens hat mich wirklich total begeistert! Für mich haben sich alle Erzählungen wie Rädchen aneinander gefügt und das Bild, was vorgefallen ist, wurde immer klarer. Die Geschichte hat mich wirklich aufgesogen. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, weil ich sowohl die Art und Weise als auch die Geschichte selbst so gut gemacht fand. Besonders gut hat mir gefallen, dass durch die verschiedenen Protagonisten so viele verschiedene Themen angesprochen wurden. Es geht um Rassismus, was es bedeutet, in ein fremdes Land einzuwandern. Es geht um Autismus und Behinderungen der eigenen Kinder und was das mit der eigenen Familie macht. Es geht um so viele wirklich wichtige Themen, die so behandelt werden, dass man sich einerseits wirklich einfühlen kann und andererseits auch die Möglichkeit hat, sich eine eigene Meinung zu bilden. Was für mich wirklich besonders ist, ist auch, dass wir durch die verschiedenen Perspektiven auch bemerken, dass ein und die selbe Handlung vollkommen unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Für mich war ein wenig wie ein großes Puzzle, bei dem am Ende alle Teile gepasst habe. Und nicht nur das: die Geschichte hat mich berührt, die Themen habe ich so vorher noch nie aufbereitet gesehen und für mich hat einfach alles gepasst. Auch die Charaktere haben für mich alle auf ihre Art und Weise wunderbar gepasst und die Handlung unterstützt. ‚Miracle Creek‘ von Angie Kim ist für mich ein Jahreshighlight. Ich bin absolut begeistert und so froh, dass ich das Buch lesen konnte. Ich hoffe sehr, dass in Zukunft mehr von Angie Kim kommen wird!
Miracle Creek hat mich am Ende nur wenig überzeugt. Ich lande eigentlich sogar eher bei 2,5 Sternen Ich habe hier aufgerundet, weil es im Vergleich zu anderen Büchern doch noch ein klitze bisschen besser war. Den Hype rund um das Buch kann ich persönlich jedenfalls nicht verstehen. Im Grunde fand ich die Handlung in weiten Teilen zu vorhersehbar und naja... gewöhnlich. Es gab einfach keine völlig neuen, überraschenden Aspekte, die für mich das Buch wirklich hervorgehoben hätten. Weshalb mich der Roman nicht wirklich überzeugt hat, liegt für mich auch an der Auflösung. Die Gründe dafür und wer es am Ende war, das fand ich unbeholfen konstruiert. Klar, es geht von Anfang an weniger um das Ende, der Roman ist kein Krimi oder Thriller meiner Meinung nach. Es geht sehr stark um die zwischenmenschlichen Beziehungen, um Lügen und Halbwahrheiten die wir uns jeden Tag so erzählen. Aber trotzdem hätte ich mir gewünscht, das Angie Kim das Ganze in sich Rund abschließen kann. So fand ich gerade diese Hintergründe nicht überzeugend. Interessant und auch glaubwürdig beschrieben, fand ich dagegen Youngs Familie und auch die Schwierigkeiten die sie als Koreaner in den USA haben. Gerade auch Maries Werdegang zeigt wie die Familie zwischen ihrem alten und neuen Leben hin und her navigiert. Pak, als Ehemann und Vater pocht auf die alten Werte aus Korea. Er kommt gar nicht auf die Idee, das seine Frau Dinge anders angehen würde. Gerade er war mir unsäglich unsympathisch. Er reagiert total egoistisch, weil es ihm letztendlich immer wieder darum geht, die Scham versagt zu haben zu verstecken. Das Gesicht nicht zu verlieren. Dabei ist ihm egal, ob seine Familie wirklich glücklich ist. Hauptsache der Schein wird gewahrt. Er kann aber zwischen diesen Dingen gar nicht unterscheiden. Für ihn ist das total mit einander verknüpft. Auch Matt, die andere männliche Figur zwischen den verschiedenen Blickwinkeln, die der Roman anbietet, war mir nicht sonderlich sympathisch. Zunächst tat er mir durchaus leid, weil er offensichtlich feststellen muss, das er in einer Ehe feststeckt, die völlig anders gelaufen ist als er sich das gewünscht hat. Aber nach und nach merkt man, das er unfähig ist, das Problem zu lösen. Aber vor allem auch, weil er wie Pak nicht damit umgehen kann, das es überhaupt Probleme gibt. Auch er trifft unglaublich egoistische Entscheidungen. Das Thema, einer Mutter dessen Kind eine Behinderung hat, sei es nun Autismus oder eine andere Krankheit die dafür sorgt, das dieses Kind ständige Pflege braucht, fand ich an sich glaubwürdig umgesetzt. Vor allem auch, weil sich Kim nicht scheut auf zu zeigen, wie sich Menschen als Eltern fühlen. Dabei stehen die Mütter im absoluten Fokus. Kim zeigt auch, das man eben auch als Mutter nicht den ganzen Tag immer absolut glücklich und duldsam ist. Das es eigentlich ganz normal ist, das man eben auch alles einfach Satt hat. Der Ganze Fall wäre ohne bestimmte Vorurteile über Mütter und wie sie zu sein haben gar nicht ins Rollen gekommen. Denn Elizabeth wird im Grunde genau deshalb angeklagt, weil verschiedene Aussagen, die sie gegenüber anderen gemacht hat, darauf hindeuteten, das sie ihren Sohn Henry umbringen wollte. Kommen wir zurück zu der Tatsache das Ich den Roman am Ende trotzdem nicht so gut fand. Ich fand einfach, das die Geschichte insgesamt an vielen Punkten nicht gut konstruiert wurde. Ich fand die Verknüpfung mit einander nicht sehr gelungen und die Lösung war eben auch sehr vorhersehbar. Ich habe einfach keinen Spaß an so einer Geschichte, wenn ich die Handlung in bestimmten Aspekten vorhersehen kann und mich dann weitere Punkte nicht ansprechen. Das gilt für alle Genres. Außerdem fand ich die Geschichte tatsächlich Gegen Ende etwas langatmig.