Empfehlungen basierend auf "Meistererzählungen"
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von Georges Perec
Vom leeren Blatt Papier über das Bett, die Treppe, die Wand, das Mietshaus, die Straße über das Land und die Welt ins Universum: Träume von Räumen durchmisst spielerisch Raum und Räume, vom Allernächsten bis hin ins Fernste. Sogenannte praktische Übungen (»Durchqueren Sie Paris, aber nur durch Straßen, in deren Name ein C vorkommt!«) unterbrechen die Anordnung mit federleichter Konkretheit, und sehr persönliche Miniaturen sorgen dafür, dass das Spiel niemals im Unverbindlichen verbleibt. Kein anderes Buch kann wohl als so typisch für Perecs Werk bezeichnet werden: ein Panorama literarischer Schnipsel, Sprachspiele, Kurzessays, Glossen und Experimentalanordnungen. Lange vergriffen, ist einer der programmatischsten und wirkmächtigsten Texte des großen Experimentators Georges Perec in einer neuen Ausgabe endlich wieder auf Deutsch zugänglich. Ein idealer Einstieg in die Lektüre Georges Perecs.
von Carlo Levi
Die große literarische Dokumentation des italienischen Südens – ein Klassiker des italienischen Neorealismus.
von María Ospina Pizano
Ein Zugvogel gleitet hinweg über Plantagen, Mauern, Gefängnisse. Ein verpackter Käfer weckt Erinnerungen, und zwei Hündinnen flüchten vor dem Alleinsein. Zahllose Wesen werden im Verborgenen Zeuge menschlicher Krisen und Hoffnungen und lassen uns den amerikanischen Kontinent aus einzigartiger Perspektive als zusammenhängenden Organismus begreifen.
von Alberto Vazquez-Figueroa
Gacel Sayah, ein Krieger vom einst mächtigen Nomadenstamm der Tuareg, zählt zu den letzten freien Jägern, die wie ihre Vorfahren die Sahara durchstreifen. Mit seiner Familie lebt er fernab jeder Zivilisation, nur den überlieferten Werten und den alten Gesetzen seines Volkes verpflichtet. Von den blutigen Auseinandersetzungen zwischen den im Norden lebenden Arabern und den französischen Kolonialherren erfährt er nur durch Berichte von Reisenden. Eines Tages schleppen sich zwei erschöpfte Unbekannte in Gacels Zeltlager, und er gewährt ihnen Unterkunft und Pflege. Kurz darauf tauchen Soldaten auf, die ohne erkennbaren Grund den einen der Männer töten und den anderen mit sich nehmen. Für Gacel, der tatenlos mitansehen muß, wie die Gastfreundschaft mit Füßen getreten wird, ist es oberstes Gebot, diesen frevelhaften Übergriff zu rächen. Er verläßt seine Familie und macht sich auf die Suche nach dem gefangengenommenen Gast, für den er nach den Tuareg-Gesetzen immer noch die Verantwortung trägt. Aber diese Suche wird für Gacel zu einem gefährlichen, ja tragisch endenden Abenteuer...
von Carlos Ruiz Zafon
Das Spiel des Engels - bk283; Fischer Verlag; Carlos Ruiz Zafon; Paperback; 2008
von Alberto Manguel, Sieglinde Geisel
Man hat ihn »König der Leser« genannt, »Don Juan der Bibliotheken«, »Monsieur Lecture«. Mit vier Jahren »entdeckte« Alberto Manguel, dass er lesen konnte, als Sechzehnjähriger war er Vorleser des erblindenden Dichters Jorge Luis Borges, von 2016 bis 2018 Direktor der argentinischen Nationalbibliothek. Mit seinem Bestseller Geschichte des Lesens, in 35 Sprachen erschienen, wurde er weltberühmt. Als Sieglinde Geisel ihn fragt, wer er sei, antwortet Manguel: »Ich bin ein Leser.« Abgesehen davon sei seine Identität fluide: als gebürtiger Argentinier, der unter anderem in Israel, Tahiti und New York gelebt hat und heute die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt; als dreifacher Vater, der sich eines Tages in einen Mann verliebte; als Jude, aufgezogen von einer deutsch-tschechischen Nanny, die ihm die deutsche Kultur und Literatur nahebrachte. Wie in seinen Büchern schöpft Manguel auch im Gespräch auf charmante und inspirierende Weise aus seinem unermesslichen Wissen, erzählt vom Umzug seiner rund 40 000 Bände umfassenden Privatbibliothek, von seinem Schlaganfall, nach dem er wieder neu sprechen lernen musste, von seiner Liebe zu Dante und seinem Hobby, dem Puppenmachen. Und er verrät, wie es dazu kam, dass jedes seiner Kinder während der Frankfurter Buchmesse geboren wurde.
von Peter Wensierski
Vom System enttäuscht planen 2 junge Ostberliner eine waghalsige Flucht: Mit einer gefälschten Einladung erschwindeln sie sich Visa für Russland und die Mongolei. Ihr wirkliches Ziel ist aber die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Peking, wo sie Pässe für die BRD beantragen wollen ...
von Luca Di Fulvio
Luca Di Fulvio (1957-2023) lebte und arbeitete als freier Schriftsteller in Rom. Seine schriftstellerische Karriere begann mit dem Schreiben von Thrillern, später wandte er sich den großen, emotional tiefen Geschichten zu. Nicht nur seine ersten Romane Der Junge, der Träume schenkte und Das Mädchen, das den Himmel berührte standen monatelang auf den vordersten Plätzen der Spiegel-Bestsellerliste.
von Tschingis Aitmatow
In einer kleinen Bahnstation in der Steppe ist ein Arbeiter gestorben. Doch während sich die Trauerkarawane auf den Weg macht, ihm die letzte Ehre zu erweisen, starten nicht weit entfernt mehrere Raketen. – Aitmatows Roman ist Vision und Warnung vor einer nicht mehr zu kontrollierenden, Geist, Vernunft und Natur auslöschenden Technik geblieben.